Todesursachen bei Garnelen?

Hallo,

vielleicht erinnern sich einige: ich hatte so richtig schöne Probleme mit meinen Garnelen.
Ich hatte Libellenlarven, die Grüne Hydra und Planarien im Becken und von meinen 18 Garnelen und 18 Babies, die dann irgendwann geschlüpft sind, ist heute die letzte gestorben.

Die Libellenlarven müsste ich alle vor einiger Zeit herausgesammelt haben, die Planarien habe ich erfolgreich (denke ich zumindest, ich habe nie wieder eine entdecken können) mit Panacur in flüssiger Form bekämpft. Seit die Planarien weg sind, haben sich allerdings kleine Krebsen(?) in Becken und das in immenser Zahl. Ich weiß nicht ob das Wasserflöhe oder Cyclopse sind (die mikroskopischen Aufnahmen kann ich jetzt nicht wirklich mit dem vergleichen, was ich da mit dem bloßen Auge sehe). Zumindest waren einige von den Dingern heute an meiner letzten toten Garnele dran.

Ich weiß jetzt nicht, was die Todesursache für die letzten 4 Garnelen und die Babies war. Ich vermute, dass die Babies das Panacur nicht vertragen haben, denn die sind nach Beigabe dieses Mittels ziemlich schnell verschwunden.
Wenn es Cyclopse sind (ich erkenne aber keinen Schwanz an den Dingern), wie kann ich die beseitigen?
Was kann es noch für Ursachen geben?
Die Pflanzen hab ich fein säuberlich von der Steinwolle befreit (ich will nicht ausschliessen, dass da an einigen Wurzeln vielleicht noch ein Haar hing, aber dann so wenig wirklich den Tod herbeiführen?)
Das Wasser habe ich fast täglich gemessen, das ist ok.
Kupfer schliesse ich mal aus, das war bis vor zwei Monaten nicht in unseren Leitungen (Test ist leer, kaufe ich nächste Woche neu, aber es ist unwahrscheinlich, dass sich da was geändert hat).
Ich hatte ganz am Anfang ein kleines bißchen ummantelten Kies auf den Sand gestreut (also nur ein kleines bißchen, als optische "Auflockerung"). Den habe ich schnell wieder rausgesammelt, nachdem ich gelesen habe, dass der schädlich sein kann. Es könnten sich natürlich noch ein paar Körnchen im Sand versteckt haben, aber ich habe wirklich alles weggesammelt, was ich finden konnte. Können vielleicht 10 Kieskörnchen, die ich jetzt schätzungsweise noch im Becken vermute, genügend Schadstoffe freisetzen, um die Nelen zu töten?
Was müsste ich noch überprüfen, ob es schädlich ist?
Ist es ein schlechtes Zeichen, wenn die letzten zwei Garnelen immer beim Wassereinlauf gesessen haben?
Ich weiß echt nicht mehr weiter... Hife! :(

Mein Freund hat mir dummerweise neue Garnelen bestellt, die wohl nächste Woche kommen. Bis dahin muss das Becken schädlings- und schadstoffrei sein, sonst geht das grosse Sterben wieder von vorne los.
 
Hi Jenny, das klingt ja alles furchtbar. :shock:

Vielleicht erwähnst Du noch einmal, um welche Garnelenart es sich handelte. Es gibt nunmal auch sehr empfindliche Garnelen. Wie lange hattest Du sie bis alles starben? Sicher lange, dann kann es nicht am zu kurzem eingewöhnen liegen.

Wie viel % Wasserwechsel machst Du in etwa? Mehr als ~30% ist für empfindliche Garnelen gar nicht gut. Ein Temperaturunterschied von nur ~2°C zwischen Aquarienwasser und Leitungswasser kann auch ein Grund für das Sterben sein - Der Stoffwechsel der Garnelen wird angeregt und sie häuten sich dann zu schnell; die neue Haut ist noch nicht ausgebildet und sie sterben.

Futter - was fütterst Du denn so? Zu hochwertiges Futter täglich, kann die Kleinen auch töten.

Kies :shock: - glaub ich einfach nicht - heutzutage sind die ummantelten Kiessorten geeignet. Wir haben nur diesen Kies und die Garnelen sterben nicht.

Wurzeln sollen manches mal giftige Stoffe abgeben. Schlimm das nicht einmal die Verkäufer der Wurzeln das wissen.

Das diese "Krebschen" die Garnelen töten, kann ich auch nicht glauben. Das sie an tote Garnelen gehen, schon eher.

Jetzt hast Du noch Zeit bis die neuen Garnelen kommen. Räum am besten das gesamte Becken aus. Wasch den Kies und "Backe" ihn im Ofen. So sterben alle sich darin befindlichen Tiere - die nützlichen Bakterien natürlich auch. Pflanzen kannst Du in stark sprudelnde Selter legen; mind. eine viertel Stunde. Allerdings tötest Du damit nicht die Eier ab. Aber die Pflanzen kannst Du nach dem Selterbad in ein separates Becken legen und beobachten, ob nach einigen Tagen wieder Tiere drin sind - dann die Pflanzen wieder baden. Hast Du kein Becken, tut es auch eine größere Glasvase.

Wenn Du noch ein Aquarium hast, dann nimm aus diesem Becken Wasser. Und wenn Du das Filtermaterial von dem anderen Becken in das Garnelenbecken ausdrückst, dann ist es alle male besser als mit neuem, frischen Leitungswasser anzufangen; einen Teil der guten Bakterien hast Du so in das neueingerichtete Becken gegeben.

Ich drück Dir die Däumchen, das Du das Problem schnell in den Griff bekommst.
 
Hallo Gabi,

ja, ich hatte die Garnelen schon zwei Monate (ich hab sie im Dezember bekommen), sie waren putzmunter und 4 Weibchen hatten Eier (eine hat dann noch durchgehalten bis die kleinen geschlüpft sind), und dann kamen die Libellenlarven. Davon hatte ich einige im Becken, die haben den 1. Großteil gekillt. Danach die Hydra und die Planarien, die dann noch 4 Garnelen übrig ließen. Danach Einsatz von Panacur, das die frisch geschlüpften Babies gekillt hat und die letzten vier sind jetzt innerhalb von 2 Wochen gestorben.

Ich habe Hummeln.
Wasserwechsel 2 mal die Woche, ca. 10% jeweils. Allerdings auch mit etwas kühlerem Wasser (4° weniger ungefähr). Vielleicht war es das. Ich hab immer gelesen, dass das gut für die Garnelen sei :roll:
Futter: JB* NovoPraw* Futterperlen, im Wechsel mit ner Erbse (frisch vom Bioladen) oder einem Stück Gurke oder Paprika, Nagerfutter (auf Inhaltsstoffe geprüft), ganz selten mal Fischfuttergranulat (da weiß ich nie, ob das nun gut oder schlecht ist, einige sagen ja, andere nein,...).

Beim Animpfen von dem anderen Becken hab ich inzwischen riesigen Bammel, dass ich mir damit neue Planarien einschleppen könnte. Da sehe ich zwar keine, aber da sind auch gefäßige Fische drin (also im anderen Becken). Ich muss mal gucken, wie ich das mache, bis die neuen Garnelen kommen.
 
Wenn du nicht so genau weißt, worans liegt, kann ja immer noch was im Wasser sein. Also würde ich mal nen gründlichen Wasserwechsel (90% ?? was sagen da die Experten zu? ) machen. Am besten jetzt einen und unmittelbar bevor die Neuzugänge einziehen nochmal einen.

Dies ist übrigens die Idee eines Laien ;-) Bevor du das wirklich machst, lieber nochmal von nem "Profi" bestätigen lassen :)
 
Hallo Jenny,
Wieso machst Du 2x in der Woche einen Wasserwechsel ?
Man kann Garnelen auch "überpflegen" und ich denke, dass hast Du getan.
Das soll jetzt kein Vorwurf sein, ich weiß das man am Anfang alles richtig machen will und all die "guten" Tipps verwirklicht.
Ich mache inzwischen bei all meinen Garnelen nur noch alle 2 Wochen einen Wasserwechsel und das funktioniert super.
Laß das AQ verkrauten und Mulm auf dem Boden liegen, mach jetzt wirklich nur einen großen Wasserwechsel und gewöhn Deine neuen Garnelen langsam ein.
Wasserflöhe und Cyclops stören die Garnelen überhaupt nicht, wenn sie Dich stören kannst Du vielleicht einen (oder 2) Deiner Fische (ich weiß jetzt nicht welche Du hast) in das AQ setzen und weg sind sie.
 
Hallo Jenny,

wie sind denn deine Wasserwerte?

10% Wasserwechsel ist kein Wasserwechsel. Einmal die Woche 25 - 30% wäre besser. Ich persönlich würde dabei keinen Temperaturunterschied von 4°C machen. Ich lasse das Wasser in der Regel 2 Stunden im Eimer abstehen, dann kommt bei mir (ja, ich steh dazu!) Easy-Life FFM rein.

Wo können denn die ganzen Hydren, Planarien und sonstiges Getier herkommen? Woher nimmst du dein Wasser? Woher hast du die Pflanzen? Wurzeln? Die Garnelen? Überprüfe deine Quellen.

Pflanzen, die in Garnelenbecken kommen, werden bei uns immer 2 Wochen gewässert. So kann man sicher sein, dass zumindest keine Düngerrückstände die Garnelen töten. Wurzeln werden abgeschrubbt und ebenfalls vorgewässert; es kommt auch nicht jede Wurzel in Frage.

Bei einem derart "verseuchten" Becken würde ich persönlich übrigens komplett ausräumen (Besatz ist ja eh weg) und das Becken mal ordentlich desinfizieren. (Das Panacur hängt ja auch noch drin.) Dann neu aufsetzen. Wenn allerdings nächste Woche schon die neuen Tiere kommen, wird das wohl zu knapp. Versteh ich übrigens nicht ganz. Die Ursachen sind noch nicht geklärt und schon die nächsten Tiere rein. Wenn die wieder sterben, ist der Frust ja noch größer.
 
Hallo,

ja, so ist das, wenn man sein "Wissen" in Foren und Seiten von jahrelangen Garnelenbesitzern zusammensammelt. Was da der richtige Weg ist, kann keiner sagen, denn jeder hält seinen Weg für richtig, selbst in den drei Antworten hier sind ja schon zwei unterschiedliche Meinungen (zur Menge des Wasserwechsels). Woher soll ich dann wissen, welche Antwort die richtige ist. Dann forscht man weiter nach und entscheidet sich eben für die mehrheitliche Meinung (die man so gefunden hat).

Ich habe mehr Seiten gefunden, in denen es hieß, lieber kleinere Wasserwechsel, dafür aber häufiger, als immer gleich ein großer. Damit hatte ich die ersten zwei Monate ja auch null Probleme.
In der Zeit ging es den kleinen gut, die haben sich vermehrt, ich hatte keine Ausfälle. Der Temperaturunterschied war schlecht, ok, wobei ich dabei wahrscheinlich noch Glück hatte, denn ich habe nicht sehr häufig Exuvien entdecken können, obwohl ich täglich ziemlich genau geguckt habe, was im Becken los ist. Vielleicht haben mit die Thermometer Streiche gespielt und es war sogar relativ gleich von der Temperatur (ich hab mit zwei unterschiedlichen Thermometern gemessen). Oder die 10% haben sich jetzt nicht so auf die Temperatur ausgewirkt.

Dazu muss ich noch sagen, dass das Becken nur 25 Liter hat. Es sollte eigentlich mein Garnelenstartbecken werden, später wollte ich für die Fische ein grösseres kaufen und die Garnelen sollten in das Fischbecken einziehen. Ich hab das kleine Becken als Dankeschön für eine Fischrettaktion geschenkt bekommen.

Meine Wasserwerte waren konstant kH bei 6, pH bei 7.2, Temp. 23-24%, Nitrit bei 0.0025, Nitrat 0.5.
Mulm ist unten drin, darauf habe ich immer geachtet.
Seemandelbaumblätter und Erlenzapfen sind auch noch drin.

Bei den Wurzeln weiß ich natürlich nicht, was die mir da angedreht haben. Ich habe schon in einem anderen Thread geschrieben, dass ich die gesamte Einrichtung online gekauft habe (bis auf eine grosse Wurzel, aber die habe ich vorher abgekocht) bei einem Händler, mit dem ich nie Probelme hatte und jetzt plötzlich den supergau. Die "Quelle" wird jetzt natürlich gemieden.
Ich habe damals den Fehler gemacht, die Pflanzen nur abzuspülen und einige Stunden zu wässern. Der größte Fehler war, dass ich da schon Planarien gefunden habe, aber nicht wusste, was das ist, dachte das sind harmlose Würmchen, ich hab die abgesammelt, abgespült usw. (auf einer kleinen Mangrovenwurzel auf der Teichlebermoos wuchs, das Moos hab ich abgemacht und dann alles gereinigt, die hälfte des Mooses weggeschmissen, Moos wieder angebunden) aber das reichte sie ich dann einige Zeit später merken musste nicht. Das war reichlich dumm von mir.

Libellenlarven können ja erst nach ein paar Monaten schlüpfen, da hilft ja leider auch wochenlanges Wässern nicht :(

Und ja, es ist blöd, dass die neuen Garnelen schon nächste Woche kommen, ich selbst hab sie hab nicht bestellt, sondern mein Freund, der gesehen hat, wie traurig ich bin und dachte, er tut mir damit was gutes. Ich hab das auch erst gestern erfahren.
Ich selbst wollte nach dem Tod der letzten eigentlich erstmal keine Garnelen mehr haben, weil mich das ganze so gefrustet hat und ich natürlich Angst habe, dass das große Sterben weitergeht.

Jetzt gucke ich gerade, was die grosse Wurzel sein könnte. Ich hatte den Händler gefragt, ob die schädlich für Garnelen ist, er meinte nein, aber wenn ich Fotos von Mopaniwurzeln angucke und meine damit vergleiche, dann würde ich sagen, es ist eine. Und dann haben wir schonmal einen oder sogar den Übeltäter entdeckt, denn die sollen ja schädlich sein.
Na toll... war ja auch die teuerste Wurzel, warum sollte er mir die günstigere unschädliche anbieten... :roll:
Wobei bei denen ja das Kupfer schuld dran sein soll, dass die Garnelen sterben, ich konnte aber kein Kupfer nachweisen bei Tests. Mamma mia.

Ok, mein Plan: Händler (zum Glück ist es keiner der beiden oben erwähnten) anrufen und fragen, ob ich die Garnelen-Bestellung stornieren bzw. zeitlich noch verschieben oder ob er sie noch zwei Wochen bei sich lassen kann, Einrichtung raus, reinigen, backen, was auch immer, Becken desinfizieren, neue Wurzel kaufen.

Wenn das nicht klappt... tja, was mache ich dann? Auch desinfizieren und mit flüssigem Filtermedium arbeiten?
 
Hallo Jenny,

ich verstehe das aber richtig, dass das Becken 2 Monate lang mit der Wurzel und mit den sonstigen Einrichtungen völlig problemlos lief?

Und ich verstehe das auch richtig, dass die Planarien jetzt sämtlich raus sind? (kannst du mit einem Futterstück testen)

Dann wüsste ich nicht, warum du die Einrichtung rausnehmen willst. Und auch nicht, was eine Desinfektion bringen soll (und womit?).

Auch an deinen Wasserwechseln kann ich nichts problematisches feststellen. Der eine schwört darauf, der andere darauf. Bei meinen empfindlicheren Garnelenarten wechsle ich lieber öfter wenig Wasser. Die anderen kriegen 1x wöchentlich 30% Wasserwechsel.

Ich würde sicherstellen, dass die Planarien raus sind. Wegen restlichem Panacur würde ich mir wenig Sorgen machen, mal was Wasser wechseln, gut ist.

Hast du Fische, die du in dem Becken für die nächsten 2 Wochen zwischensetzen kannst, um das am laufen zu halten?

Mit dem Garnelenverkäufer würde ich sprechen, um die Garnelenlieferung 2 oder 3 Wochen zu verschieben. Dafür sollte *jeder* Verständnis haben. Wer will denn, dass die eigenen Garnelen beim neuen Besitzer versterben. Und wenn die Garnelen auch noch bezahlt sind, sollte das ja wohl kein Thema sein.

Wie hast du denn eigentlich das Thema Fütterung gehandhabt? Viele Garnelen werden schlicht und ergreifen totgefüttert. Es bleiben Reste am Boden liegen, die gammeln, es bilden sich Bakterien, Infektionen folgen. Die Garnelen kriegen die Häutung nicht mehr hin etc.. Becken mit bis zu 50 Garnelen füttere ich so gut wie überhaupt nicht. Alle paar Tage mal ein bisschen, fertig. Und mit ein bisschen meine ich wirklich ganz wenig.
 
Hallo Jenny,

Jenny schrieb:
ja, so ist das, wenn man sein "Wissen" in Foren und Seiten von jahrelangen Garnelenbesitzern zusammensammelt. Was da der richtige Weg ist, kann keiner sagen, denn jeder hält seinen Weg für richtig,
Du hast das soweit doch prima gemacht. Vorher informiert und dann ausprobiert. Alles super bis hier hin.

Ich habe mehr Seiten gefunden, in denen es hieß, lieber kleinere Wasserwechsel, dafür aber häufiger, als immer gleich ein großer. Damit hatte ich die ersten zwei Monate ja auch null Probleme.
Das Problem ist wahrscheinlich, dass klein und groß relative Begriffe sind. Für mich z. B. sind 25% ein kleiner Wasserwechsel, ein großer beginnt bei 50%. Bei 10% trägt man halt kaum was aus und fügt kaum frisches Wasser hinzu. Ob das nun wesentlich zu den Problemen in deinem Becken beigetragen hat, kann man nicht wissen, obwohl ich persönlich schon der Meinung bin, dass viel Wasserhygiene notwendig ist.

Oder die 10% haben sich jetzt nicht so auf die Temperatur ausgewirkt.
Ja, da relativieren sich 4°C Unterschied sehr schnell. Also kein Problem wegen des Temperaturunterschieds.

Meine Wasserwerte waren konstant kH bei 6, pH bei 7.2, Temp. 23-24%, Nitrit bei 0.0025, Nitrat 0.5.
Mulm ist unten drin, darauf habe ich immer geachtet.
Seemandelbaumblätter und Erlenzapfen sind auch noch drin.
Alles gut.

bei einem Händler, mit dem ich nie Probelme hatte und jetzt plötzlich den supergau. Die "Quelle" wird jetzt natürlich gemieden.
(...)
Jetzt gucke ich gerade, was die grosse Wurzel sein könnte. Ich hatte den Händler gefragt, ob die schädlich für Garnelen ist, er meinte nein, aber wenn ich Fotos von Mopaniwurzeln angucke und meine damit vergleiche, dann würde ich sagen, es ist eine. Und dann haben wir schonmal einen oder sogar den Übeltäter entdeckt, denn die sollen ja schädlich sein.
Da scheiden sich auch noch die Geister. Es gibt Berichte über Garnelensterben durch Mopani-Wurzeln. Ich persönlich bin deshalb auch vorsichtig und benutze sie nicht. Es gibt aber auch Leute, die Mopani in ihrem Garnelenbecken haben und die haben keine Ausfälle. Wenn du bislang mit deinem Händler zufrieden warst, dann sprich das Thema doch einfach offen an. Vielleicht musst du die Quelle deshalb noch nicht grundsätzlich meiden. Ich kenne bisher nur einen Händler, der seinen Kunden zur Vorsicht von Mopani im Garnelenbecken abrät. Aber der ist auch auf Wirbellose spezialisiert.

Wobei bei denen ja das Kupfer schuld dran sein soll, dass die Garnelen sterben, ich konnte aber kein Kupfer nachweisen bei Tests. Mamma mia.
Es gibt Vermutungen in Richtung Schwermetalle und Vermutungen in Richtung Verschmutzung. Da du abgekocht hast, sollte sich Letzteres ausschließen lassen.

Der größte Fehler war, dass ich da schon Planarien gefunden habe, aber nicht wusste, was das ist, dachte das sind harmlose Würmchen, ich hab die abgesammelt, abgespült usw. (auf einer kleinen Mangrovenwurzel auf der Teichlebermoos wuchs, das Moos hab ich abgemacht und dann alles gereinigt, die hälfte des Mooses weggeschmissen, Moos wieder angebunden) aber das reichte sie ich dann einige Zeit später merken musste nicht. Das war reichlich dumm von mir.
Sei nicht so hart zu dir. Das nennt man Erfahrungen sammeln und wäre vielen anderen genau so passiert.

Ich habe damals den Fehler gemacht, die Pflanzen nur abzuspülen und einige Stunden zu wässern.
Ganz besonders bei Wirbellosen ist das längere Wässern sehr zu empfehlen.

Libellenlarven können ja erst nach ein paar Monaten schlüpfen, da hilft ja leider auch wochenlanges Wässern nicht
Ich persönlich würde diese Quelle für Pflanzen künftig meiden.

Ok, mein Plan: Händler (zum Glück ist es keiner der beiden oben erwähnten) anrufen und fragen, ob ich die Garnelen-Bestellung stornieren bzw. zeitlich noch verschieben oder ob er sie noch zwei Wochen bei sich lassen kann, Einrichtung raus, reinigen, backen, was auch immer, Becken desinfizieren, neue Wurzel kaufen.
Für mich klingt dein Plan gut.

mit flüssigem Filtermedium arbeiten?
Da gibt's ganz unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen. Ich mach's bei den empfindlicheren Garnelen, aber andere lassen's und bei denen klappt's auch.

katzenbande schrieb:
Ich würde sicherstellen, dass die Planarien raus sind. Wegen restlichem Panacur würde ich mir wenig Sorgen machen, mal was Wasser wechseln, gut ist.
Wow! Das ist tapfer! Du hast also einschlägige Erfahrungen mit diesem Mittel und kannst ein 100%iges Go geben? Was heißt denn "was Wasser wechseln"? "Was" soll "etwas" heißen, oder nicht?

@Jenny: Also 100% Wasserwechsel und Filtern über Kohle halte ich persönlich für die Mindestmaßnahme. Es gibt viele Berichte über Panacur mit gutem Ergebnis. Es gibt aber auch Berichte - trotz vorgeschriebener Dosierung - über Verluste. Zuerst kein Nachwuchs mehr und Sterben der Kleinen, dann sterben die Großen. Es ist denkbar, dass deine Garnelen ohnehin nicht ganz fit waren und das Panacur sie dann endgültig auf die Matte geworfen hat.

katzenbande schrieb:
Wie hast du denn eigentlich das Thema Fütterung gehandhabt? Viele Garnelen werden schlicht und ergreifen totgefüttert. Es bleiben Reste am Boden liegen, die gammeln, es bilden sich Bakterien, Infektionen folgen.
Oi! Von Novo Prawn und ein bisschen Gemüse wahrscheinlich eher nicht.
@Jenny: Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst: Es gibt ganz tolles, hochwertiges Garnelenfutter, auch für den Nachwuchs. Bei Interesse gerne mehr.
 
Hi,

Dartqueen schrieb:
katzenbande schrieb:
Ich würde sicherstellen, dass die Planarien raus sind. Wegen restlichem Panacur würde ich mir wenig Sorgen machen, mal was Wasser wechseln, gut ist.
Wow! Das ist tapfer!
Mit Tapferkeit habe ich wenig am Hut. Mit Austesten schon eher. Als Berichte über Panacur aufkamen, habe ich ausgetestet. In meinem großen Fischbecken habe ich immer Planarien, die ich für Testzwecke nutzen kann. Und immer laufende Aquarien, die ich zwischenbesetzen kann. Ich konnte selbst bei höherer Dosierung keine Probleme mit Panacur feststellen. Im Gegenteil, sehr sehr viel unproblematischer als Flubenol.

Mit "was Wasser wechseln" meinte ich im Bereich 30-50%.

katzenbande schrieb:
Wie hast du denn eigentlich das Thema Fütterung gehandhabt? Viele Garnelen werden schlicht und ergreifen totgefüttert. Es bleiben Reste am Boden liegen, die gammeln, es bilden sich Bakterien, Infektionen folgen.
Oi! Von Novo Prawn und ein bisschen Gemüse wahrscheinlich eher nicht.
Warum eigentlich so schnippisch? Ich stelle auch nur Fragen und kann anhand der bisherigen Schilderung die Fütterungspraxis und Menge überhaupt nicht einschätzen. Ich kenne sehr viele Garnelenhalter und bin schon öfter "tot umgefallen", wenn ich bei Leuten, die noch nicht lange Garnelen haben erfahre, was diese unter "wenig Futter" verstehen. Das ist dann oft die zehnfache Menge dessen, was ich unter wenig Futter verstehe.

*Grad* mit Novo Prawn habe ich persönlich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Es ist sehr proteinreich und wenn ich mir die Fütterungsempfehlung auf der Dose durchlese und schon oft gehört habe, dass sich Garnelenhalter tatsächlich daran halten.....
 
Hallo Petra,

Panacur im Fischbecken ist etwas völlig anderes als Panacur im Wirbellosenbecken. Vom einen auf das andere zu schließen, ist nicht zulässig.

Das Zeug tötet Wirbellose. Dass manche es als letzte Chance gegen Planarien einsetzen (müssen), ändert nichts an der Tatsache, dass es schleichend vergiftet. Also sind Rückstände auf keinen Fall zu dulden.

Was das Futter angeht: NovoPrawn enthält lt. Analyseliste 37% Rohprotein. Was ist daran zuviel? Da die Perlen 24 Stunden lang nicht verrotten, kommt es auch nicht zu den von dir genannten Verrottungsprozessen mit anschließender bakterieller Infektion.

Was die Eignung von Erbsen für Garnelen angeht, könnten wir da schneller zusammenkommen.
 
Hallo,

vorab..... ich habe natürlich das Panacur nicht im Fischbecken angewendet, das macht ja keinen Sinn.

Ich habe die Planarien aus meinem Fischbecken genommen und mit Garnelen "vergesellschaftet". Und dann Panacur angewendet.

Dartqueen schrieb:
Das Zeug tötet Wirbellose. Dass manche es als letzte Chance gegen Planarien einsetzen (müssen), ändert nichts an der Tatsache, dass es schleichend vergiftet. Also sind Rückstände auf keinen Fall zu dulden.
Hier würde mich brennend die Quelle dessen interessieren und sicherlich nicht nur mich.

Dieses widerspricht nicht nur meinen Erfahrungen, sondern auch den Erfahrungen anderer Garnelenhalter, die Panacur angewendet haben.

Meine Garnelen haben nicht nur den Einsatz mit Panacur problemlos überstanden. Sie haben Eier getragen und die Jungtiere in diesem Becken kommen reichlich zur Welt und wachsen prächtig. Keine Spur von schleichender Vergiftung.

Aufpassen muss man natürlich, wenn man sehr viele Planarien im Becken hat. Dann besteht dieselbe Problematik wie bei Flubenol (das auch Schnecken tötet), dass man bei vielen verrottenden Planarien die Wasserqualität gut im Auge behalten muss.

Eine Filterung über Kohle sehe ich nach meinen Erfahrungen als nicht erforderlich an.

Was die Verrottung von Novo Prawn angeht, vermischt du da mehrere Sätze meinerseits. Ich hatte von verrottendem Futter im allgemeinen und nicht von Novo Prawn im speziellen gesprochen.

Ich weiß, dass viele Leute Novo Prawn mit gutem Erfolg verwenden. Ich persönlich habe schlechte Erfahrungen damit gemacht, weil ich wahrscheinlich seinerzeit zuviel davon gegeben habe (obwohl ich noch deutlich unter der Fütterungsempfehlung lag). Meine Crystals hatten Häutungsprobleme bekommen.
 
katzenbande schrieb:
Was die Verrottung von Novo Prawn angeht, vermischt du da mehrere Sätze meinerseits. Ich hatte von verrottendem Futter im allgemeinen und nicht von Novo Prawn im speziellen gesprochen.

Ich weiß, dass viele Leute Novo Prawn mit gutem Erfolg verwenden. Ich persönlich habe schlechte Erfahrungen damit gemacht, weil ich wahrscheinlich seinerzeit zuviel davon gegeben habe (obwohl ich noch deutlich unter der Fütterungsempfehlung lag). Meine Crystals hatten Häutungsprobleme bekommen.
Hallo Petra,

ich könnte ja jetzt garstig sein und sagen: Um 100%ig sicher zu sein, dass es nur dieses Futter gewesen sein kann, müsstest du sehr einseitig gefüttert haben und vielleicht war das ausschlaggebend? Wenn du nicht einseitig gefüttert hast, kannst du aber wieder nicht sicher sein, dass NovoPrawn schuld ist.

Ich bin aber meist nicht garstig. :) Tatsache ist, dass wir sehr oft völlig im Dunkeln tappen, wenn ein Tier im Aquarium verstirbt. Dann stellen wir natürlich Vermutungen an und versuchen manchmal auch, diese durch Änderung der Bedingungen zu verifizieren. Und dann glauben wir auch manchmal, Ursachen gefunden zu haben. Das muss aber nicht mal stimmen; es kann reiner Zufall sein. Die Bedingungen in unseren Aquarien ändern sich oftmals ohne dass wir etwas verändern. Und oft genug führen die gleichen Handgriffe nicht zum gleichen Ergebnis. (Aus jüngsten Beobachtungen in unserem großen Pool hätte ich übrigens schließen müssen, dass CO2 Kahmhaut macht, was wahrscheinlich hahnebüchener Unsinn ist. Aber rein beim Gucken und Zusammenzählen von 1 und 1 wäre das eine zulässige, weil am konkreten Beispiel nachweisbare, Behauptung meinerseits. Sollte ich jemals herausfinden, warum das blöde Ding von einem Tag auf den anderen kommt und geht wie's grade lustig ist, werde ich sicher berichten. :mecker: )

Ich denke, NovoPrawn als Bestandteil eines abwechslungsreichen Speisezettels ist immer noch ein gutes Futter für Garnelen. Und ich oute mich als jemand, der eher großzügig beim Füttern ist. Bis jetzt haben sie es überlebt. ;)
 
Hallo,

das ist jetzt so viel, dass ich gar nicht mehr auf die einzelnen Punkte eingegangen bin. Ich habe jetzt verstanden, dass ich mehr Wasser wechseln sollte, gefüttert habe ich bei den Kügelchen erst bei den 18 Garnelen ca. 10 Stück, später bin ich immer weiter runtergegangen, als ich auch weniger Garnelen hatte. Wenn Kügelchen übrig waren, haben sich die Schnecken drauf gestürzt (Blasenschnecken), es ist von dem Futter also nichts übrig geblieben. Gemüse habe ich morgens ins Becken gegeben und abends wieder rausgeholt. War das zu lange drin? Hab ich zu viel gefüttert? Ich las auf einigen Seiten, dass man ein Kügelchen pro Garnele füttern sollte, das kam mir aber viel vor, weil die ja auch immer die Zapfen und Seemandelbaumblättern zum knabbern hatten.

Ich wollte mir jetzt eigentlich dieses japanische Wunderfutter kaufen (Shirakura). Ist es das, was du meinst, Susann?

Planarien konnte ich nicht mehr nachweisen.

Die Wurzel hab ich jetzt sicherheitshalber rausgenommen, da kommt ne neue rein, meine neuen Garnelen darf ich beim Händler "zwischenlagern". Ich mache jetzt mal den Komplettaustausch des Wassers und lasse das Becken praktisch fast neu einlaufen. Ich hoffe, das reicht. Jetzt alles zu desinfizieren halte ich doch für übertrieben, aber die Pflanzen bekommen trotzdem ein Mineralwasserbad und einmal gibt's eine 45°-Wasserfüllung, um dem Eiweiß eventueller Killermaschinen ein Ende zu bereiten. Danach wird dann das "richtige" Wasser eingefüllt und das sollte dann reichen.
Das Panacur müsste inzwischen nur noch sowas von gering sein, dass ich denke, es ist nach der Reinigung so gut wie raus. Vielleicht gönne ich dem Becken noch einen neuen Filterschwamm (arbeite mit einem Lufthebefilter), wenn das Becken eh neu einlaufen muss...

Ist so eine Mopani-Wurzel denn für Fische schädlich? Dann könnte ich die erneut abgekocht ja evt. noch bei denen verwenden.

Ich danke euch aber sehr für eure Hilfe. Ich bin jetzt auf jeden Fall schlauer als vorher. :D
 
Oben