Sand - negative Erfahrungen?

Hallo zusammen,

ich möchte meinen Bodengrund, der aus Kies besteht, gegen Sand austauschen. Habe schon mehrere Beiträge dazu gelesen. Eigentlich alle, die einen Sandboden haben, waren sehr zufrieden damit. Ich möchte vor meinem Umbau fragen, ob jemand negative Erfahrungen mit Sand gemacht hat.

Viele Grüße

Jürgen
 
Hallo!

Je nach Besatz siehst du mit der Zeit die Stoffwechselendprodukte umher liegen.
In meinem Procambarusbecken habe ich die Wahl bereut.
Es sieht total gesprenkelt aus.
Außerdem versuchen die Krebse zu buddeln, was ihnen aber nicht gelingt, da der Sand zu fein ist und ihnen immer durch die Scheren rinnt.
 

Pagan

Mitglied
Ich bereue es auf Sand umgestiegen zu sein.
Zwar lieben Panzerwelse den Bodengrund, jedoch verdichtet er sich auch von selbst. D.H. da fällt kein AA mehr durch die Ritzen zwischen den Kieseln und wird von den Bakterien zersetzt. man hat viel mehr Schwebeteilchen im Wasser.
Bei Kies ist und war meine Wasser immer so klar (ohne jegliche Mittelchen) das selbst erfahrene Aquarianer aus der Umgebung grundsätzlich gestaunt haben.
Sand bietet den Bakterien die Möglichkeit ca. 5mm tief aktiv zu sein. Bei Kies sind das ca. 5 cm, der hat also eine zusätzliche Filterwirkung. Die Kackebrösel riesel da rein, und die Bakterien zersetzen alle diese "Abfälle".

Wenn du wirklich absolut genau alles im Griff hast in deinem Becken, also GANZ GENAU richtig fütterst usw. ist Sand ne feine Sache. Ich z.B. kann die mit Aquarien verbunden Arbeiten nicht immer regelmäßig machen, und dann stellt sich Sand leicht als "blödeste Anschaffung der letzten Jahre" heraus... Sieht dann oberflächlich dreckig aus. Die ganzen Schwebeteilchen nerven auch...
 
Hallo,

mal wieder die typische "Sand oder nicht Sand, das ist hier die Frage" - Beitrag. Du wirst ebensoviele Befürworter, wie Gegner finden.

Meine Erfahrungen mit Sand sind positiv. Mulm liegt nur in einigen Ecken unter Wurzeln rum, sonst nicht. Ich denke außerdem, dass es seine Zeit dauert, bis sich "das Problem" mit dem Mulm gibt.
Manche Fischen benötigen Sand (Pazerwelse, Dornaugen, diverse Welse, Zwergbuntbarsche etc.), das sollte beachtet werden! Anderen Tieren ist es egal (Salmler) und einige benötigen steinigen Untergrund (Grundeln, Flossensauger).

Man könnte außerdem ebensoviele nachteile für Kies bringen: In Kies rutscht der Mulm und wird dort verdichtet, das gibt eher Probleme, Sand verdichtet nicht (zumindest nicht, wenn er gleichkörnig ist).

Mein Argument für Sand ist immer: Viele Biotope haben Sandboden, vor allem in Südamerika (Rio Negro, Amazonas, Mato Grosso, Parana, Orinoco, ...).
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

@aCiD: würde sich das Problem mit dem Mulm nicht durch eine zusätzliche Strömungspumpe lösen lassen? Damit sollten dann alle Mulmteile in den Filter gelangen (bei passender Strömung).
Funktioniert sogar bei meinem Kies ganz gut.

Ich habe bisher nur bei suselix ein Becken mit Sandboden gesehen und war wirklich begeistert. Mein nächstes Becken bekommt auch einen Sandboden...
Wenn dann die PW so wühlen, wie bei Frank, fühlen die sich denke ich richtig wohl. Da kommen dann auch weniger Pflanzen rein - versprochen ;-)
 
was ist so schlimm an dem Mulm? Dachte immer, das sich gerade dort die wichtigen Bakterien ansiedeln, die erforderlich sind für eine biologische Atmosphäre...

zum Thema...
ich habe recht feinen schwarzen Kies auf ner fetten Schicht Bodengrund von Sera. Der sieht super aus, und selbst meine Welse fühlen sich darin superwohl -> bislang hat sich niemand die Barteln verletzt o.ä. Die wühlen auch im Untergrund ohne weiteres, nur dass sich der Kies halt wieder schnell setzt...

richtig cool fänd ich so etwas wie eine Sand-Terasse. Das habe ich mal bei einem Aquaristik-Freak gesehen. Der hatte mehrere unterschiedliche Bodengründe (-grunde??? - wie auch immer).
Der hatte schwarzen Kies, braunen groben Kies, und eine Terasse mit sehr feinem Sand....also auf unterschiedlichen Levels. Er wollte mir leider nicht verraten, wie er es schafft, dass sich das vermischt. Dass er eine Untergrundkonstruktion hat, ist klar, aber durch die Strömung müsste doch eigentlich der Sand umhertreiben und sich mit dem Kies zu so ner Art Beton vermengen.

Das werde ich wohl nie schaffen.
 
Mich hat dieses Forum hier auch von Sand überzeugt.
Ich musste aber auch die Erfahrung machen, dass Sand durchaus Nachteile mit sich bringt.
Das Hauptproblem sind die Aufwirbelungen die beim Wasserwechsel oder Umgestaltug entstehen. Die feinen Sandkörner setzen sich zwar wieder ab, aber eben auch auf Pflanzen, Wurzeln und Deko. Ich persönlich find das nicht schön.
Aber ansonsten überwiegt auch bei mir das positive. Der Bodengrund sieht immer anderst aus. Es bilden sich durch das wühlen der Welse interessante Strukturen. Meine Welse haben zum Beispiel meine Wurzel "untergraben" und sich ne neue Höhle geschaffen.
 
Hallo,

Mich hat nur genervt, dass die Pflanzen am Anfang nicht halten wollten :roll:

Aber da ich eh Torf im Becken hab, fällt der Unrat nicht weiter auf :wink:
 
Hallo zusammen,

ich sage schon inmal vielen Dank für Eure Antworten. Das sich Kot und Pflanzenteile, Mulm usw. auf dem Sand absetzen, habe ich schon gesehen, finde ich optisch in Ordnung. Wie verhält es sich mit der Wassertrübung, bzw. mit den Schwebteilchen? Setzen die sich nicht an Einrichtungsgegenständen und im Filter / an Pflanzen ab?

@placebods: Ich könnte mir auch verschiedene Bodengründe vorstellen (max. 2), habe jedoch auch bedenken, daß sich Kies und Sand relativ schnell vermischen und sich dann verdichten. Es sieht bestimmt sehr reizvoll und natürlich aus, wenn man die Trennung zwischen den Bodengründen bewerkstelligen könnte, ohne das es "wie mit dem Lineal gezogen" aussieht.

Grüße

Jürgen
 
Hallo,
ich habe keine Schwebeteilchen in meinen Becken,mein Wasser ist glockenklar! :D
Ich würde immer wieder auf Sand umstellen :thumleft:
Schwebeteilchen? Vielleicht liegts am Filter.....
Das Hauptproblem sind die Aufwirbelungen die beim Wasserwechsel oder Umgestaltug entstehen. Die feinen Sandkörner setzen sich zwar wieder ab, aber eben auch auf Pflanzen, Wurzeln und Deko. Ich persönlich find das nicht schön.
Beim TWW kippe ich das Wasser mit einem großen Meßbecher über eine Wurzel rein und dabei wirbel ich nix hoch.
Und ich schütte nicht mit Schwung.... :wink:
 
A

Anonymous

Guest
Hi @ll

sollten mal klären was hier jeder unter Sand versteht ... zB 1mm ist Kies und kein Sand und 1mm halte ich für ausreichend klein genug kleiner sprich feiner würde ich nicht gehen ...
ich habe im "großen" AQ alles mögliche von 1 - 10mm wobei ca. 50% 1<3mm sind


Hi aCiD

ich kann dein Hyp gegen Mulm nicht! verstehen ...
1. Mulm gehört nunmal dazu ...
2. Mulm ist ein wichtiger Stabilisator der Wasserwerte! ...
3. Mulm beinhaltet auch Futter für Schnecken, Garnelen und Fische!

du solltest dich von der Vorstellung das das alles "AA" ist mal verabschieden es ist selbst als "Kothäufchen" immer noch mit ~30% der Ursprünglichen Energie der Nahrung vorhanden! ja und zB Panzerwelse sind in der Lage daheraus noch einen Großteil für Ihren Energiebedarf zugewinnen ausserdem sitzen im Mulm auch viele Einzeller die gleich noch mit Verwertet werden ...


gruß rudy
 
Hi Rudy,

das mit der Korngröße sehe ich etwas anders. Ich habe zwei Becken mit ca. 1 mm Sand/ Kies und ein Becken mit 0,2-0,4 mm Sand. Mir gefällt von der Optik das mit dem feinen Sand am besten und bei den Panzerwelsen und den Otocinclus kann ich ebenfalls Unterschiede sehen, denen gefällt das feine auch besser (oder sieht zumindest so aus). Aber den Panzerwelsen schadet auch nicht der gröbere Sand.

Zu dem Hype um den Mulm gebe ich dir Recht, zum einen mag ich diese sterilen Becken nicht und zum anderen hat der Mulm im Becken wertvolle Aufgaben.
 
Hallo Rudy,

Sollten wir nicht besser bei der Begriffsklärung bei der guten alten DIN bleiben?

Die schreibselt da Folgendes:

Sand = 0,063-2,0 mm Korngröße
Kies = 2,0 - 63,0 mm Korngröße

@ Thema:
Aquarien mit Sandboden haben einen wirklichen Vorteil.
Durch die engen Abstände zwischen den einzelnen Körnern fallen eben keine organischen Abbauproduckte zwischen die Körner und somit kann da im Sandboden auch (fast) nix gammeln.
Bei Kiesböden ist nach längerer Zeit immer eine Totalsanierung nötig.
Bei Sandböden sind diese Sachen in der Regel völlig überflüssig.

Beste Grüße
Martin
 
Hallöle!

Ich finde, dass es auf die Sandart ankommt.
So bin ich z.B. mit dem Baumarkt-Quarzsand gar nicht mehr zufrieden, dafür aber mit dem Flusssand (gebrauchsfertig, extra für Aquarien) um so mehr.
Er legt sich besser, siehst schöner aus und bisher hattenn wir keinerlei Probleme mit schwarzen Stellen, Lufteinschlüssen, etc..

Wir haben momentan 3 Becken mit Flusssand laufen und aus dem Vierten werde ich demnächst (Eigentlich schon letztes Wochenende!) auch den Quarzsand entnehmen.

Unser Wasser ist aber in allen 4 Becken klar und mit Schwebeteilchen haben wir auch keine Probleme.

Möchte aber schon länger ein Lehmbodenbecken haben. Kommt auch bald!
Hier kann man eins sehen: http://www.segelflosser.de/index.htm?ht ... Q63l_2.htm .

Viele Grüße,
Maya
 
Also dieses Forum hat mich auch überzeugt auf Sand umzustellen.
Ich habe heute mein neues AQ mit schwarzen Sand 0,4 mm glaub ich bestückt.
Die Pflanzen halten wunderbar und finde ich sogar noch besser um einzupflanzen.

Die Nachteile werde ich später sehen oder auch gar nicht. Optisch ist es wunderbar und man sieht den Dreck nicht*kicher*
 
Hallo zusammen :),

ich möchte über die Jahre auch mein neues Becken einrichten und da ich den Hauptschwerpunkt auf Welse (PWs) legen werde, habe ich mich auch für Sand entschieden. Deshalb interessiert mich diese Diskussion natürlich sehr.

Wie siehts denn mit schwarzem Sand aus - wenn die 'dreckigen' Stellen auf hellem Sand stören? Ist nur ein Vorschlag :).

Und was die Schwebeteilchen angeht - ist das denn so ein Problem mit Sand als Bodengrund? Ich finde Sand aber auf jeden Fall 'natürlicher'... zumindest seit ich mich etwas mehr mit der Aquaristik beschäftigt habe.

@Maya: Flusssand? Was ist das denn und woher bekommt man das?

Lieben Gruß
Diana
 

Pagan

Mitglied
naturefighter schrieb:
Hallo,

@aCiD: würde sich das Problem mit dem Mulm nicht durch eine zusätzliche Strömungspumpe lösen lassen? Damit sollten dann alle Mulmteile in den Filter gelangen (bei passender Strömung).
Funktioniert sogar bei meinem Kies ganz gut.

Ich habe bisher nur bei suselix ein Becken mit Sandboden gesehen und war wirklich begeistert. Mein nächstes Becken bekommt auch einen Sandboden...
Wenn dann die PW so wühlen, wie bei Frank, fühlen die sich denke ich richtig wohl. Da kommen dann auch weniger Pflanzen rein - versprochen ;-)
Hm... In meinem Becken mit Kies sieht man ja auch nichts auf der Oberfläche. Auf den Kiessteinchen siedeln sich ja bis in ca. 5cm Tiefe die Bakterien an, die reinrieselnde Fischverdauungsendprodukte dort zersetzen/verarbeiten wo man es nicht sieht. Bei Sand rieselt nix rein, da sind Bakterien nur an der Oberfläche, weil Sand im allgemein zu dicht ist. Wenn ich mehr Strömung machen würde (weitere Pumpe), dann würde ja auch der Sand aufgewirbelt werden.
Meine Pumpe ist halt ausreichend für 180L. Okay... vielleicht 20L zu schwach (habe ja ein 200L Becken), aber eigentlich dürfte das nicht das problem sein.
Die Mutter eines Bekannten hat noch ein paar "große" Pumpen. Die wollte er mir mal mitbringen. Was das für welche sind weiss ich leider nicht. Vielleicht stärkere als meine jetztige...

Ich beobachte weiter, weil neuen Bodengrund kann ich mir momentan nicht wirklich leisten... Ich füttere auch weniger, aber die Insassen kacken immernoch als ob sie ins Guinnes Buch der Rekorde kommen wollen...
 

Pagan

Mitglied
Traumtänzerchen schrieb:
Wie siehts denn mit schwarzem Sand aus - wenn die 'dreckigen' Stellen auf hellem Sand stören? Ist nur ein Vorschlag :).
Schwarzer Sand ist leider sehr teuer. Wer es sich leisten kann hat dann natürlich Bodengrund auf dem die sich zersetzenden Würste nicht auffallen.

Hat jemand schonmal was von schwarzem Papageiensand gehört? Der ist ohne ... ähm... auf jeden Fall Kalkzusatz. Wird aus Lavasteinen gemahlen... Wie teuer ist der?
 
@Diana:
Hi Du!
Also den Flusssand haben wir im normalen Zoohandel entdeckt.
Er muss nicht gewaschen werden, hat aber "natürlichen" Schmutz. Deshalb habe ich immer nur die oberste Schicht gewaschen, bzw. habe den Sand eingefüllt und dann das Wasser 2-3 Mal wieder abgelassen.
War auf jeden Fall viiiiiiieeeeeel besser, als den gesamten Sand zu waschen.
War bei unserem Baumarkt-Quarzsand nämlich absolut nötig, weil der extrem staubig war.
Also auf der Packung (Tüte) steht immer drauf: Gebrauchsfertiger Aquariumsand (Oder war es Kies, was da steht? Ist aber auf jeden Fall Sand.).
Bisher erkenne ich nur Vorteile: Er reflektiert das Licht nicht auf die Pflanzen, was diese sehr mögen, sieht im Becken dauerhafter schön aus, macht das Becken optisch irgendwie gemütlich, legt sich direkt ohne Lufteinschlüsse hin (Beim Quarzsand musste ich mich dumm und dämlich rühren, bis die draußen waren.), etc.
Unsere Corys haben uns diese Umstellung (In ihrem alten Heim war auch Quarzsand) mit reichlich Laich gedankt und die Pflanzen wuchern bestens.
Viele Grüße,
Maya
 
Hi,

aCiD schrieb:
Wird aus Lavasteinen gemahlen... Wie teuer ist der?
Eeeennnggg! Die richtige Frage wäre: Ist der geeignet. Das ist Lavabruch und wie der Name schon sagt, sehr scharfkantig. Das ist absolut nichts für Fische.

Warte erst noch etwas ab, bei mir hat es eine Weile gedauert, bis der Mulm schnell abgebaut bzw. unter gegraben wird. Mittlerweile klappt das in allen Becken hervorragend.
Du weißt: Aquaristik ist ein Hobby bei dem man Geduld haben muss...
 
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