Planung einer Ytong-Konstruktion

Hallo ihr Lieben!

Ich plane im Moment eine Ytong-Konstruktion, die ich um meinen bereits bestehenden Unterschrank herum bauen will. Der Unterschrank ist leider zu klein für das neue Becken und soll deshalb eine Rahmenkonstruktion bekommen. Die Ytongsteine sollen jeweils eine seitliche Wand und eine Rückwand zum Unterschrank bilden.

Da ich noch nie in meinem Leben etwas mit "Bauen" zu tun hatte, wollte ich euch fragen, ob meine Planung so korrekt ist. Ich will ja nix falsch machen.

Folgende Bestandteile stehen auf meiner Liste:

Ytongsteine 15 cm Stärke
Tiefgrund
Flexiblen Fliesenkleber
6er Zahnkelle (?)
2 x Holzbrett als Auf-und Unterlage

Da mein Untergrund aus Fliesen besteht (mit Fussbodenheizung - 1. OG) gehe ich davon aus, dass ich aus statischen Gründen eine große Auflagefläche unter der Konstruktion brauche, damit sich das Gewicht nicht nur an ein paar Punkten auf den Boden auswirkt.
Eine Holzplatte unter der Konstruktion soll dies gewährleisten.

Hierkommen schon meine ersten Fragen:
Was sollte ich am besten zwischen diese Holzplatte und die Fliesen legen? Trittschalldämmung hab ich gehört ist zu rutschig. Vorgeschagen wurde eine solche Matte, wie sie im Badezimmer verwendet wird.
Welche Art Holzplatten würdet ihr empfehlen? Küchenarbeitsplatten? Worauf muss ich achten?

Wenn nun die Holzplatte samt unterlage steht kommt erstmal eine Schicht Fliesenkleber auf die Holzplatte (da wo die Steine draufkommen) und die ersten Steine werden gelegt. Hab ich das richtg verstanden? Fugen zwischen den Steinen werden mit Fliesenkleber ausgefüllt und sollten nicht mehr als ? cm breit sein.

Dann kommt Tiefgrund oben auf die Steine (nur oben drauf? Wieviel?) und dann eine Schicht Fliesenkleber. Die nächste Reihe Steine wird versetzt gelegt. Oben angekommen - in wasserwage zu meinem Unterschrank kommt die letzte Schicht Fliesenkleber auf die Steine. Soll ich auf den Unterschrank noch eine Matte irgendwas (?) legen, damit der Unterschrank nicht beschädigt wird? Darauf kommt dann die letzte Holzplatte. 1 cm dicker Styropor oben drauf und dann das neue Becken.

Ich hoffe ihr könnt mir bei den noch offenen Fragen behilflich sein.
Hier noch Bilder vom Unterschrank (mit kleinem AQ, welches wegkommt) und vom neuen AQ.

Lieben Dank schonmal!
mom



Dimensionen: 120x 60x 50 = 360 L
 
Hallo,

alsoc ih würde sagen das hört sich recht gut an was du vor hast. das klappt bestimmt so.Was ich allerdings bemängeln wüde: die unterlage aus 1cm starken styropor würde ich nicht machen. Einfach deswegen, weil sich das glas z.b. in der mitte durchbiegen kann und das styropor sicher nachgeben wird. nimm doch lieber so eine aq unterlage die man kaufen kann. oder etwas in dieser richtung, was zwar weich ist aber nicht dick, damits gut auf dem holz aufliegen kann.
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Sanela,

Ich habe unter meiner Bodenplatte ein gleichgroßes Stück Linoleum gelegt. Dies aber auch nur, um das Laminat darunter zu schützen.

Geklebt sind meine Steine überhaupt nicht. Bin der Meinung, daß das nicht nötig ist.

Den Tiefengrund in zwei, oder besser drei Schichten mit einem großen Pinsel auftagen. Das Zeug ist dünnflüssig wie Wasser und sickert sofort in den Stein (auch an den Seiten; läuft kaum runter). Nach 10 Minuten ist der Stein schon deutlich abriebfester. Ich habe die Steine eingepinselt als das Ganze schon stand...sprich: nur die Seitenwände. Die Auflageflächen sind bei mir unbehandelt.

Am Tag des Aufbaus:
http://salmlerpension.de/bild_ytong_2.htm
http://salmlerpension.de/bild_ytong_3.htm

Heute:
http://salmlerpension.de/files/aquarium_14.jpg


Viele Grüße
James
 
Moin!

Wenn du das Kleben willst, dann nimm deinen Tiefgrund trag ihn 1x auf und Rühr bloß den Kleber magerer an ( mehr wasser ) sättigt im endeffekt genauso den stein und sparst tiefengrund, zeit und nerven ;)

Bei der Fußbodenheizung wirst du auf jedenfall ne große Auflagefläche benötigen da es durch evtl. ungleichmäßige gewichtsverteilung mit dem druck ne komplette Schleife des Heizsystemes kaputt machen könntest...Die Folgen bei Fußbodenheizung ( wassserkreislauf ) sind extrem zeit und kostspielig...

Ne Zahnspachtel brauchst du im Übrigen nicht, wenn du noch ne Glätt-Keller rumliegen haben solltest reicht die auf jeden fall aus.. musst nur mit der Waserwaage ausloten..

Wichtig!!!

Und jetzt kommts:

Ich Finds allgemein beim Ytong so, das der ziemlich weich im grundmaterial ist, würd mich also net wundern wenn nach ner zeit die steine sich setzen und das vielleicht sogar ungleichmäßig, würde auf jedenfall raten nen spachtel nach zu arbeiten... zementputz... wobei kalkzementputz auch geht.. ( zementmörtel / putz und mauermörtel ) oder nen Betonspachtel ginge auch.. so verleihst du dem Stein noch mal ne gewisse festigkeit. Später kannst du dann z.B mit Rauh- oder Reibeputz den Stein verputzen und Farblich gestalten..

edit// Zum Styropor.. ich würds dir auch abraten, wenn solltest du sog. Deo Styropor kaufen d.h das ganze Material ist druckfest und gibt nicht so leicht nach.. Oder du gehst in nen Baustofffachhandel und holst dir Styrodur ( grün - Druckfest - Zementvergütet )

Gruß,

Benjamin
 
Hallo ihr Lieben!

Vielen Dank für die vielen Antworten und Tipps!
Ich bin echt begeistert, dass sich überhaupt jemand mit meinen vielen Fragen auseinander gesetzt hat!

f4nt1c schrieb:
Ne Zahnspachtel brauchst du im Übrigen nicht, wenn du noch ne Glätt-Keller rumliegen haben solltest reicht die auf jeden fall aus.. musst nur mit der Waserwaage ausloten..
Ähm.. wie gesagt - ich bin der absolute Beginner - eine Glättkelle hab ich noch niemals gesehen, geschweige denn im Keller liegen :mrgreen:


f4nt1c schrieb:
Bei der Fußbodenheizung wirst du auf jedenfall ne große Auflagefläche benötigen da es durch evtl. ungleichmäßige gewichtsverteilung mit dem druck ne komplette Schleife des Heizsystemes kaputt machen könntest...Die Folgen bei Fußbodenheizung ( wassserkreislauf ) sind extrem zeit und kostspielig...
Diesbezüglich wollte ich mich eh noch direkt an einen Statiker wenden.


f4nt1c schrieb:
(...) würde auf jedenfall raten nen spachtel nach zu arbeiten... zementputz... wobei kalkzementputz auch geht.. ( zementmörtel / putz und mauermörtel ) oder nen Betonspachtel ginge auch.. so verleihst du dem Stein noch mal ne gewisse festigkeit.
Putz kommt von aussen an die fertige Konstruktion, korrekt? (Sorry für die blöde Frage... )



f4nt1c schrieb:
Zum Styropor.. ich würds dir auch abraten, wenn solltest du sog. Deo Styropor kaufen d.h das ganze Material ist druckfest und gibt nicht so leicht nach.. Oder du gehst in nen Baustofffachhandel und holst dir Styrodur ( grün - Druckfest - Zementvergütet )
Zu der Unterlage zwischen Aquarium und oberer Platte habe ich jedoch noch fragen. Mein AQ Bauer, der mir gestern das AQ vorbeigebracht hat, hat mich explizit darauf hingewiesen lieber Styropor als Unterlage zu verwenden als diese AQ-Matten, da - falls ein Körnchen/Fussel irgendwas zwischen AQ und Matte liegt, diese besser in dem Styropor versinken kann (geringere Dichte als Matte), als auf so einer AQ-Matte - und somit weniger Gefahr für Spannungen im AQGlas auftreten. Dies klingt für mich auch irgendwie logisch. Was sagt ihr dazu?

Hetfield schrieb:
Ich habe unter meiner Bodenplatte ein gleichgroßes Stück Linoleum gelegt. Dies aber auch nur, um das Laminat darunter zu schützen.
Das Blöde ist, dass ich Fliesen habe und die von sich aus schon durch die Fugen sehr uneben sind. Ich werde also schon irgendetwas "ausgleichenderes" darunter legen müssen. Ich denke so eine rutschfeste Badezimmermatte ist da eine gute Lösung.

Hetfield schrieb:
Ich habe die Steine eingepinselt als das Ganze schon stand...sprich: nur die Seitenwände. Die Auflageflächen sind bei mir unbehandelt.
Bringt es nachteile, wenn man die Fläche, die geklebt wird auch mit dem Grund bestreicht, oder hast du es einfach vergessen?

Nochmals vielen Dank für eure Antworten!

LG
mom
 
Das mit dem Putz ist korrekt.. nur nicht vergessen.. erst einen unterputz.. und wenn du vor hattest noch einen mineralischen putz zu nehmen, kommt der im endeffekt zum schluß.

und es bringt dir keine nachteile die zu klebende fläche mit dem grund zu bestreichen... wie gesagt, misch den kleber einfach etwas flüßiger an.. so sparst du dir es die "klebeflächen" mehrfach zu grundieren... (1x einpinseln reicht halt dann, dann ist der stein im endeffekt gesättigt... ansonsten musst du 2-3 mal wiederholen mit der grundierung was sich dadurch vermeiden lässt und auch kein nachteil bringt )....

Wie gesagt, da auf DEO Styropor oder Styrodur zurückgreifen, das material gibt auch nach ist aber druckfest was das einfach styropor net ist.. ist viel zu heikel...

was deinen unebenen boden angeht... es gibt ausm trockenbau sogenannte "Randdämmstreifen" im Baumarkt für 2-4eur die unter den stein bzw. unters material kleben ( doppelseitig klebend )... das solltes in jedemfall tun..

Ansonsten wenn du ne holzplatte nimmst als unterplatte legst du einfach 10mm starkes deo styropor oder styrodur unter... fertig...

edit/ du kannst als platte ne küchenarbeitsplatte ausm baumarkt nehmen. kosten 250-260cm als mehrzweckplatte zwischen 15 u. 20eur / stk und werden meist kostenlos auf maß zugeschnitten...

als hochwertige alternative ginge auch multiplex buche/birke ist aber sau teuer! liegt bei 27-32 mm stärke bei 60-70eur/m²....

auf jedenfall lass das mit der duschmatte sein, auch trittschalldämmung geht, wozu gibts doppelseitiges klebeband? ;)

du kannst die steine im prinzip fugenlos verarbeiten, du brauchst sie halt auch net zwingend kleben.. ne kleine schicht kleber schadet aber auch net unbedingt... ansonsten je nach fliesekleber ( art und güte ) auf keinen fall keine dickere fuge als 0,5 - 0,7cm.... mit nem hochwertigen ( knauf, pci noch nicht mal ) kannst du locker 1cm nehmen.. aber ist viel zu hoch... n paar mm fuge mehr brauchst du nicht.. ebenso das der stein im kleber liegt und verbindung eingehn kann...
 
hör ich öfter, aber danke :D

So, dann wünsch ich mal frohes fest und schöne feiertage, auch denen die das hier lesen :p

btw: ich hab das projekt auch noch vor mir... allerdings tiefgründiger und geschwungener, der winter is ja noch lang ;)

achja, beim mineralischen putz auf keinen den speziellen putzgrund vergessen, der ist quarzsand vergütet. der dient der besseren haftung vom putz und verhindert durchschimmern anderer farben und je nach hersteller dient der auch als nikotin sperre etc.)
 

Pagan

Mitglied
Man muss ne Yton-Konstruktion nicht kleben. Habe einfach 9 Steine hochkannt hingestellt, Küchenarbeitsplatte drauf und befüllter 200L-Tank. Hält wie Bombe ohne Schnick Schnack, ist auch stoßfest von den Seiten.
Das Problem ist, wenn man es klebt muss man das ganze Ding im Falle eine Umzuges schleppen. Einzelne Steine gehen immer gut durch die Türen. ;)
 
Guten Morgen,
Man muss ne Yton-Konstruktion nicht kleben. Habe einfach 9 Steine hochkannt hingestellt,
.....und ich habe 12 Steine hingestellt und mir alles andere auch erspart.
Man kann in Falle eines Umzug alles wieder ab.- und aufbauen.
Weihnachtliche Grüße
 
Hallo,
für einen Stein habe ich im Baumarkt 2,39 oder 2,89 bezahlt (weiß ich nicht mehr genau) :oops:
Plus 2 Küchenarbeitsplatten (a 17,99 €) für oben und unten und voila.....fertig! :wink:
 

Anhänge

Hallo!

Das sieht wirklich sehr schön aus!
Das mit dem nicht verkleben, oder verkleben ist so ne Sache - ich fänds auch um einiges praktischer das Ganze nicht zu verkleben, zwecks Umzug irgendwann.. aber ich bin so ein Angsthase und trau dem Ganzen irgendwie nicht. Mein Unterschrank ist auch 80 hoch - das ist dan ja doch immerhin ne ganz schöne Säule. Wenn ich mir das aber so ansehe, bekomme ich fast Lust den Schrank ins Schlafzimmer zu stellen und dafür die Ytong etwas niedriger zu bauen - wie bei dir. Ach ich bin so verdammt unentschlossen... :(
Hast du denn die Steine irgendwie bearbeitet (Tiefgrund oder sowas?) damit sie nicht bröckeln?

LG
mom
 
Hi,
die Steine haben ca. 4 Wochen ein bissel "gestaubt",aber sind nicht gebröckelt (meine sind völlig unbehandelt)
Wenn du Angst hast,das die Säulen kippen könnten,kann ich dich beruhigen. :lol:
Meins wiegt ca. 600 kg,da wackelt nüscht,das steht bombenfest.
Deines wird auch über 400 kg wiegen.
Viele stellen die Steine hochkant,ich fands quer schöner (und stabiler)

Mein Unterbau ist 48 cm hoch,plus die 60 cm Höhe des Beckens und ich komme bei Körpergröße von 1,63 mal gerade so auf den Bodengrund.
....und habe meistens beim werkeln eine rechte nasse Brust :roll:
Meß genau aus,das du gut drin "arbeiten" kannst,wenns mal nötig ist.
Oder du machst alles mit kleinem Hocker
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Mami,

Hau die Kommode ins Schlafzimmer (dann brauchst auch keine Leiter, um Pflanzen zu setzen), stell die Steine übereinander ohne sie zu kleben (das hält!!) und verdeck die offenen Stellen mit ner schönen Pflanze (like Ulrike), mach Dir Vorhänge hin, oder Scharniere und Holztüren.

Die Sauerei mit Kleber, Spachtel, usw. würde ich mir sparen...zumal Du das Becken ja schon zuhause stehen hast. Da könnte ich das mit den Trockenzeiten nicht gebrauchen....vergeudete Zeit! *grins*

Der Tiefengrund ist innerhalb einer Stunde aufgetragen und trocknet sehr schnell. Den Empfehle ich auf jeden Fall!
Der Stein ist nach der Behandlung viel glatter, abriebfest und staubt absolut nicht mehr.


Lilli schrieb:
....und habe meistens beim werkeln eine rechte nasse Brust :roll:
Holla, ab hier gehts nur noch ab 18 Jahren weiter! :mrgreen:

Viele Grüße
Thomas...ähhh, Hetfield
 
Hallo zusammen!

Ich schliesse mich Thomas' Meinung an . Ich finde es sowieso eine gefährliche Sache, die Kommode zu "umbauen". Holzarbeitet anders als die wohl ziemlich starren Steine. Und beim neuen Becken hast Du doch eine recht grosse Bodenfläche auf welcher sich das Gewicht verteilt.

Ich würde da die paar Euros ausgeben und eine eigenständige, einheitliche, nicht verklebte Konstruktion schaffen. Verklebst Du sie, da musst Du sie (solltest du mal wieder ausziehen oder umstellen) komplett auseinanderbauen, weil sie ja viel zu schwer wäre um am Stück zu transportieren. Und beim abreissten geht der Fussboden dann sowieso kaputt ;)
 
Oben