Neues Projekt: Südamerika

Hallo zusammen,

heute Abend habe ich entschieden mein Aquarium komplett neu zu machen. Das einzige was ich an Einrichtung behalten möchte sind meine Wurzeln.
Ich werde das Becken inklusive Filter komplett reinigen, um so einen jungfräulichen Start zu bekommen.

Und um einen guten Start hinzulegen würde ich mich freuen gute Tips zu bekommen.

Aber erst mal zu meinem Aquarium:
Habe ein 250l Panorama Becken von MP mit Außenfilter und Co2-Anlage. Beleuchtung 2x 38 Watt.

Wie soll mein Aquarium aussehen:
Als Bodengrund würde ich gerne Sand nehmen (was etwas völlig neues für mich ist). Ordentliche Bepflanzung mit einfach zu pflegenden Pflanzen (habe die Nase voll von Algen).
Der geplante Besatz steht noch nicht so genau Fest. Ist aber auch nicht so dramatisch weil das ja noch paar Wochen dauert.

Nun mal zu meinen ersten fragen:

1. Wie hoch empfehlt ihr mir die Sandschicht?
2. Düngekugeln Ja/Nein?
3. Flüssigdünger während der Einlaufphase?
4. Turmdeckelschnecken während der Einlaufphase?
5. Welche Pflanze gehört bei einem Neustart auf jedenfall ins Becken? (zwecks Algenvorbeuge)
6. Bzw. welche Pflanzen würdet ihr mir aus Erfahrung für mein Vorhaben empfehlen?

So das war erst mal das was mir spontan eingefallen ist.
Ich bin aber auch an Tips die sich nicht direkt auf meine Fragen beziehen interessiert.

Würde hier auch gerne die nächsten Wochen meine (hoffentlich) Erfolge posten.

Viele Grüße
Xasers
 
Servus.

Ich fang mal an:
Xasers schrieb:
1. Wie hoch empfehlt ihr mir die Sandschicht?
2. Düngekugeln Ja/Nein?
3. Flüssigdünger während der Einlaufphase?
4. Turmdeckelschnecken während der Einlaufphase?
5. Welche Pflanze gehört bei einem Neustart auf jedenfall ins Becken? (zwecks Algenvorbeuge)
6. Bzw. welche Pflanzen würdet ihr mir aus Erfahrung für mein Vorhaben empfehlen?
1. ~5cm
2. Für Cryptos, Echis und ähnliche Wurzler: jepp.
3. jepp, damit Stengelpflanzen gut loslegen können.
4. muss nicht, kann aber.
5. allgemein Schnellwüchsiges wie Hygrophila, Ludwigia, Hornkraut etc.
6. Bei mir wachsen (bzw wuchsen) bei gleicher Beleuchtung in 300l Hygrophila polysperma, H. carymbosa, Hornkraut, Ludwigia repens, versch. Anubia, Cryptocorynen, Javafarn, Echinodorus "rose", Moose... Also alles keine lichthungrigen Gesellen.
Cabomba, Limnophila, Rotala habens bei mir nicht gepackt, denen wars schon zu dunkel.

Gruß
Markus
 
Moin,

jetzt wird es verwirrend... ich würde es anders als Markus machen. :D

Xasers schrieb:
1. Wie hoch empfehlt ihr mir die Sandschicht?
2. Düngekugeln Ja/Nein?
3. Flüssigdünger während der Einlaufphase?
4. Turmdeckelschnecken während der Einlaufphase?
5. Welche Pflanze gehört bei einem Neustart auf jedenfall ins Becken? (zwecks Algenvorbeuge)
6. Bzw. welche Pflanzen würdet ihr mir aus Erfahrung für mein Vorhaben empfehlen?
1. Ich würd` bei einem großen Schaubecken ruhig nen cm mehr nehmen. Mir sind einst die großen Echniodorus-Arten ständig entwurzelt
2. Ja... falls die von Markus genannten Pflanzen ins Becken kommen
3. Das würde ich auf gar keinen Fall machen.
4. unbedingt.
5. Die, die Du magst und langfristig im Becken pflegen möchtest. Ich hab in praktisch keinem Becken "schnellwachsende" Pflanzen und kaum Algen. Ist doch eine Pflanze nötig, die Nitrat zerrt, sind Muschelblumen oder Efeutute meine Wahl.
6. siehe oben. Auf Alternanthera-Arten würde ich verzichten. Soll was Rotes ins Becken funktioniert bei uns Tigerlotus sehr gut.
 
Hallo ihr zwei,
Line schrieb:
Ist doch eine Pflanze nötig, die Nitrat zerrt, sind Muschelblumen oder Efeutute meine Wahl.
Ja gut in meinem bisherigem Becken war immer das Problem des Nitrat mangels. Daher bin ich mit z.B. Muschelblumen vorsichtig. Es geht mir auch hauptsächlich darum das sie nicht lichthungrig sein sollen. Es sollen halt die 2x38 Watt plus Reflektor langen.
Habe aber vor diesmal meinen Fischbesatz etwas zu erhöhen. Im alten hatte ich nur sehr wenige drin.

Mit dem Flüssigdünger sind natürlich jetzt 50:50. Vielleicht findet sich ja noch die ein oder andere Antwort dazu.

Also wären angestrebte 7-8 cm Sandhöhe in Ordnung?

Desweiteren werde ich meine Technik um eine Osmose Anlage o.ä. erweitern, um meine hohen GH und KH werte zu senken.
Und da mein Aquarium einmal ganz leer ist wird auch noch ne schicke Rückwand einzug finden. :dance:

Oh man kommt wieder viel Arbeit auf mich zu.

Viele Grüße
Xasers
 
Hi Line,
Line schrieb:
3. Das würde ich auf gar keinen Fall machen.
4. unbedingt.
Warum würdest du auf Flüssigdünger anfangs verzichten und warum sind Turmdeckelschnecken zwingend notwendig?

@Xasers: 7-8cm find ich zu viel. Schaden wirds sicherlich nicht, aber mich stört so ein hoher Bodengrund rein optisch gewaltig, weil er das Becken einfach kleiner macht. Mag damit zusammenhängen, dass ich Skalare halte und ihnen möglichst viel Wasserhöhe bieten will.
Einigen wir uns auf 6cm. :thumright:

Gruß
Markus
 
Moin Markus,

Warum würdest du auf Flüssigdünger anfangs verzichten und warum sind Turmdeckelschnecken zwingend notwendig?
Mir erschließt es sich nicht, dass man einerseits nitratzehrende Pflanzen einbringt, andererseits diese noch düngt unter dem Aspekt der Algenbekämpfung. Ich empfinde sie als funktional um ein Becken möglichst fix zuwuchern zu lassen. Und würde man das wollen, könnte ich nicht sagen, ob man sie düngt oder nicht. Ich wollte einfach nur mit einem kleinen Augenzwinkern darauf aufmerksam machen, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt.
Zwingend sind die Turmdeckelschnecken nicht. Ich würd sie nur einfach von Anfang an einsetzen, damit sich eher eine größere Population entwickelt.

Hi Xasers,

Habe aber vor diesmal meinen Fischbesatz etwas zu erhöhen
Verrate doch mal, was da rein kommt. Da:
Desweiteren werde ich meine Technik um eine Osmose Anlage o.ä. erweitern, um meine hohen GH und KH werte zu senken.
Und da mein Aquarium einmal ganz leer ist wird auch noch ne schicke Rückwand einzug finden
Für die meisten Fische ist das Wasser in Ordnung.
Also wären angestrebte 7-8 cm Sandhöhe in Ordnung?
So viel braucht es wirklich nicht sein.
Mit dem Flüssigdünger sind natürlich jetzt 50:50. Vielleicht findet sich ja noch die ein oder andere Antwort dazu.
Eigentlich nicht 50=50, sondern zwei unterschiedliche Herangehensweisen.
Es geht mir auch hauptsächlich darum das sie nicht lichthungrig sein sollen.
Ich hab Javafarn, Javamoos, paar einfach Cryptos, Hornfarn, Anubias etc., da unsere Becken in einem eher schwach beleuchteten Regal stehen. Das funkt bei uns ganz gut. Die haben wir, weil sie anspruchslos sind, wenig Licht und Dünger brauchen.

Btw: wenn Du schon ein Becken hast, kannst Du auf das Einlaufen lassen verzichten, in dem Du mit Substrat aus dem Filter des anderen Beckens animpfst.
 
Moin,

wegen des Düngens und der schnellwachsenden Pflanzen:
ob man sie düngt oder nicht. Ich wollte einfach nur mit einem kleinen Augenzwinkern darauf aufmerksam machen, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt.
Das glaube ich mittlerweile nicht mehr:
Viel Licht und CO2 = Düngen von Anfang an (aber alles was der Schrank hergibt, inkl.NO3 und PO4)
Wenig Licht und kein CO2 = nicht düngen
Mittel Licht und CO2 oder auch nicht = Vermutlich nicht düngen, und wenn dann nur Aquraienvolldünger

Will damit sagen, es gibt in meinen Augen immer eine richtige Lösung, je nach Assimiliationsstärke des Beckens.

Bei dem Becken hier ( 0,3 W/L) würde ich am Anfanfg (3 Wochen) die CO2 Anlage und die Düngung weglassen.
 
Hallo zusammen,

zu der Sandhöhe folgendes. Wollte mich mit der höhe an der Kiesblende richten. Das es ca. gleiche höhe hat. Der Wert war von mir nur so geschätzt. Kann auch etwas weniger sein.

Falls ich sofort Dünge hatte ich es wie folgt vor. Den Volldünger wollte ich alle zwei Tage zugeben. In der dem entsprechenden Menge. Das ich eine leichte FE Menge messen kann. So wollte ich es natürlich auch weiter führen wenn das Becken eingefahren ist.

Neu einfahren möchte ich das Aquarium auf jedenfall. Hatte es jetzt drei Jahre und war nie so richtig zufreiden. (Algen und nie so super Pflanzenwuchs)
Die Gelegenheit hat man ja auch nicht alle Tage in ruhe und ohne Fische neu anzufangen.

Dann mal zum ca. Fischbesatz:

Da ich ein Skalar paar habe soll es auch später wieder da einziehen.
Dazu hätte ich gerne einen Schwarm Salmler. Denke mal so an min. 20 Stck.
Und da ich ja Sand habe hätte ich gerne auch eine Gruppe Panzerwelse.
Wie gesagt das ist jetzt auch nur die Grobe richtung. Was noch passen würde wollte ich mir später überlegen.
Da ich aber zuletzt trotzt CO2 zugabe einen pH Wert von 7,6 hatte würde ich den gerne senken.
Und hatte mal gelesen das im weicherem Wasser Rotalgen schwerer entstehen.
Und ich brauche nicht mehr so viel CO2 zugeben.
Bin am Liebeugeln mit so nem Vollentsalzer Ding. (Kenne den Fachausdruck nicht)

Grüße
 
Moin Frank,

ich hoffe, das kam jetzt nicht missverständlich rüber.

Es sollte genau in die Kerbe hauen: unterschiedliche Grundbedingungen führen zu unterschiedlichen Strategien. Deswegen hab ich einfach mal geschrieben, wie ich es machen würde: nämlich nicht düngen und entsprechend anspruchslose Pflanzen einsetzen.
 
Hallo zusammen,

habe mir jetzt mal ein paar Pflanzen zusammen gestellt.
Bin auf eure Meinung gespannt.


  • Hygrophila polysperm (Indischer Wasserfreund)
    Hygrophila difformis (Indischer Wasserstern)
    Hygrophila corymbosa (Kirschblatt/Riesenwasserfreund)
    Ludwigia repens (Kriechende Ludwigie)
    ceratophyllum demersum (Hornkraut)
    Echinodorus amazonicus (Schmalblättrige Schwertpflanze
    Vallisneria
    Eleocharis acicularis (Nadelsimse)

Was haltet ihr von der Auswahl?
Sollte ich noch Cryptos einsetzen?
Was würdet ihr evt. ändern?
Reicht die Auswahl?

Ich freue mich auch euer Feedback
Xasers
 
Hi
Line schrieb:
Deswegen hab ich einfach mal geschrieben, wie ich es machen würde: nämlich nicht düngen und entsprechend anspruchslose Pflanzen einsetzen.
Ganz oben hatte der Threadstarter aber geschrieben, er wolle schon ein ordentlich bepflanztes Becken mit anspruchslosen Pflanzen haben. Also nicht nur ein paar Anubias, Cryptos und Farne, sondern mit der zuletzt geposteten Pflanzenliste auch viel "Gestängeltes".
Von daher halte ich nach eigenen Erfahrungen (wie gesagt unter sehr ähnlichen Bedingungen) einen flüssigen Volldünger für sehr empfehlenswert. Auch von Anfang an. Warum sollte man Anfangs auf CO2 und Dünger verzichten? Natürlich sollte man nicht gleich die volle Dosis reinhauen, es muss sich ja erst mal ein wenig Pflanzenmasse bilden, die das auch verarbeiten kann.
Ich hab es bei erwähnter mäßiger Beleuchtung eben diesen Pflanzen (besonders H. polysperma) sofort angemerkt, wenn ich mal nach dem wöchentlichen Wasserwechsel das Ferrdrakon vergessen hatte.

@Xasers: Die Pflanzenauswahl sollte funktionieren, zur Nadelsimse kann ich dir nix sagen, die hatte ich noch nie, befürchte aber, dass es ihr zu dunkel sein wird.
Cryptos kannst du natürlich dazusetzen. Ich würde die Pflanzenauswahl eher noch um 1-2 Stängelpflanzenarten reduzieren, kannst ja mal schaun, was am ehesten geht und was nicht. Ist natürlich auch Geschmackssache, aber mir gefallen weniger Arten, dafür größere Bestände besser.

Gruß
Markus
 
Xasers schrieb:

  • Hygrophila polysperm (Indischer Wasserfreund)
    Hygrophila difformis (Indischer Wasserstern)
    Eleocharis acicularis (Nadelsimse)

Was haltet ihr von der Auswahl?
Der Indische Wasserfreund , wächst bei mir super ! Und das Algenproblem ist auch dadurch verschwunden.

Die Nadelsimse , ist sehr empfindlich, bei mir trieb sie zwar aus ,allerdings wächst sie nicht sehr in die Höhe und es dauert bis sie austreibt. das heisst das man einen recht hohen Busch hat und drumherrum eine niedrig und spärlich wachsende Rasenplatte. Besser nicht nehmen.
 
Hi,

ja mit der Nadelsimse bin ich auch nicht sicher. Suche aber was das so aussieht.

Habe mir noch das Nixkraut dazu ausgesucht.
MarkusL schrieb:
Ich würde die Pflanzenauswahl eher noch um 1-2 Stängelpflanzenarten reduzieren, kannst ja mal schaun, was am ehesten geht und was nicht. Ist natürlich auch Geschmackssache, aber mir gefallen weniger Arten, dafür größere Bestände besser.
Das hatte ich eher bisher. Wenige Arten mit größeren Beständen. Deswegen wollte ich es etwas in die andere Richtung drehen.

Grüße
Xasers
 
MarkusL schrieb:
Hi
Line schrieb:
Deswegen hab ich einfach mal geschrieben, wie ich es machen würde: nämlich nicht düngen und entsprechend anspruchslose Pflanzen einsetzen.
Ganz oben hatte der Threadstarter aber geschrieben, er wolle schon ein ordentlich bepflanztes Becken mit anspruchslosen Pflanzen haben. Also nicht nur ein paar Anubias, Cryptos und Farne, sondern mit der zuletzt geposteten Pflanzenliste auch viel "Gestängeltes".
Moin Markus,

in dem Fall hast Du (richtig) interpretiert und vermutet. Das hätte aber nicht so sein müssen und dafür empfand ich Deine Antworten zu eng.
 

fischolli

Mitglied
Moin,

nun auch meinen Senf dazu:

Ich denke, es sind genug schnellwachsende Pflanzen dabei, die schnell "Bio-Masse" bilden.

Ich würde nicht von Anfang an düngen, egal, wie dicht das Becken bepflanzt wird, sondern erst damit anfangen, wenn die Pflanzen sichtbar Wachstum zeigen. Erst dann sind sie auch in der Lage, die angebotenen Nährstoffe zu verarbeiten. Ich habe inzwischen so viele Aquarien gestartet und alle Methoden ausprobiert. Ein sofortiges Düngen hat nur eines gut gefördert: den Algenwuchs. Und es ist nervig, die wieder los zu werden.

Keine der aufgeführten Pflanzen ist so empfindlich, dass ein eventueller Nährstoffmangel gleich zu Problemen führt. Echinodorus sind eh Wurzelzehrer, die mit Flüssigdünger relativ wenig anfangen können. Aber auch hier macht eine Düngung, z.B. mit Düngekugeln erst Sinn, wenn die Pflanzen richtig angewurzelt sind und in der Lage, die Nährstoffe zu verarbeiten.

Hygrophila polysperma ist bei mir eine der anspruchslosesten Pflanzen überhaupt, sogar die rosanervige Form. Die wächst bei mir unter allen möglichen Lichtbedingungen (hell, schummerig) mit und ohne Düngung erstklassig.

Nadelsimse ist eher heikel, die mochte es nie bei mir, wenn Schmoddre in ihr hängen blieb und ging dann ein. Cryptocoryne sind auch ziemlich einfach und anspruchslos (zumindest die Arten, die man normal im Handel bekommt). Für sie gilt ei der Düngung dasselbe wie für Echinodorus.

Gruß
 
Ich bins nochmal,

wollte mir ja einen Ionenaustauscher zulegen. Was darf der Kosten?
Habe nichts gefunden.
Mein Aquaristik Händler nimmt 150€. Kann dann wohl ca. 1000l Wasser aufbereiten. Die Aufbereitung kostet danach 26€

Grüße
Xasers
 
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