Immer wieder kranke Fische

Guten Tag allerseits,

Onkel Google hat mich in dieses Forum geführt, um mein Anliegen loszuwerden habe ich mich vorhin registriert. Mit meinem ersten Beitrag werde ich vermutlich gegen fünf geschriebene und zehn ungeschriebene Foren-Regeln verstoßen, ich bitte um etwas Nachsicht.

Wir besitzen seit einem guten Jahr ein kleines 54L-Aquarium, welches uns damals geschenkt wurde. Aktuell befinden sich darin 5 erwachsene und 5 kleine (werden demnächst abgegeben) Platys, 3 Otos sowie drei Schnecken. Diese Fische kamen in insgesamt drei Wellen zu uns, bei jedem Kauf war mindestens ein kranker Fisch dabei bzw. mindestens ein Fisch ist kurz nach dem Kauf gestorben. Das ist traurig, lässt sich aber nicht komplett vermeiden und die Verantwortung hierfür muss nicht zwangsläufig bei uns liegen.

Mehr Sorgen bereitet uns der Umstand, dass mittlerweile schon zum sechsten Mal Fische in unserem Aquarium erkrankt oder gar gestorben sind. Konkret:
* Fischschimmel Platy A (verstorben)
* Fischschimmel Platy B
* Fischschimmel Platy B
* Toter Oto C ohne sichtbare Erkrankung
* Weißpünktchen Platy B
* Flossenfäule Platys D und E
Die Diagnose ist immer mit Vorsicht zu genießen, leider äußern sich die meisten Fischkrankheiten in weißen Hautverfärbungen und sind für Laien nur schwer zu bestimmen. Platy A ist damals gestorben, seit Platy B haben wir ein minimalistisches Quarantänebecken und bisher noch alle Fische wieder aufgepäppelt. Aktuell sind dort die armen Platys D und E untergebracht.

Das ergibt im Durchschnitt einen kranken Fisch alle zwei Monate, was mir dann doch sehr viel erscheint. In Corona-Zeiten muss man sich über Urlaube wenig Gedanken machen, zukünftig werden wir aber immer mit einem schlechten Gefühl in den Urlaub fahren weil während unserer Abwesenheit die nächste Seuche ausbrechen könnte.

Die ungefähren Wasserwerte gemäß MultiFit Teststreifen:
NO3: ca. 15 mg/L
Gesamthärte: ca. 10°
Karbonathärte: ca. 8°
pH: ca. 7,4
Chlor: ca. 0,3 mg/L (laut Auskunft Wasserwerk: 0,0 mg/L)
Das Wasser wird sehr oft gewechselt, Pumpe funktioniert und der Boden ist sauber. Bis auf die Wasserwechsel gibt es keine uns bekannten Stressfaktoren wie Katze, Kind, freistehendes Aquarium usw.

Um unser Anliegen in eine Frage zu fassen: Sind derart häufige Erkrankungen "normal", müssen wir damit leben oder können wir irgendetwas dagegen unternehmen?
 

ignarus

Mitglied
Hallo,

willkommen!

Ich rate Huminstoffe ins Aquarium zu geben. Das geht über Flüssighumin (zum Beispiel "Liquid Humin+"), Blätter (z.B.Seemandelbaum), oder Erlenzapfen. Das wird dazu führen das präventiv vorgebeugt wird und zu weniger Pilzerkrankungen führen. Auch wirkt es präventiv gegen Weißpünktchenkrankheit. Wenn ein Fisch schwer erkrankt ist dann muss aber ggf. doch medikamentös behandelt werden.
Die Huminstoffe erhöhen auch die Vitalität und Resilienz der Fische.

Zweitens würde ich, bei Deiner Erfahrung, meine Fische beim nächsten Mal woanders kaufen. Ich weiß nicht ob eine Kausalität vorliegt, aber irgendwie ist irgendwo der "Wurm drin".

Drittens, auch wieder etwas Präventives: regelmäßig mit Lebendfutter füttern auch wieder um die Resilienz zu stärken.

Viertens, mal darüber nachdenken einen UV-C Klärer zu nutzen.

Fütterst Du eigentlich Frostfutter?
 
Vielen Dank für die Antwort.

Frostfutter bekommen die Fische derzeit keines. Ein Seemandelbaumblatt ist seit dem zweiten Monat im Aquarium (wird natürlich regelmäßig gewechselt), ein Kauf weiterer Fische ist derzeit nicht vorgesehen. Erstens fehlt der Platz, zweitens vermehren sie sich eh fleißig, und drittens möchte ich erst die Erkrankungen im Griff haben bevor wir aktiv neue Fische ins Aquarium setzen.
 
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