Guppyseuche? / Guppypest?

Halo Zusammen,

mir ist gestern etwas merkwürdiges passiert, aber ich fange mal von vorne an:

Vor einigen Tagen hat eine Bekannte ein Aquarium, in dem u. a. ziemlich viele Guppies drinne waren. Ich habe ihr einige abgenommen. Weil die aber nicht so schön waren und ich noch von früher und aus aktuellen Recherchen wusste, dass den sehr paarungswilligen Tieren ab und an "frisches Blut" ganz gut tut, wollte ich beim örtlichen Händler für Tierfutter noch ein paar Guppies holen.

Der Verkäufer meinte dann aber, dass ich das lieber nicht tun sollte, da die einzelnen Stämme eine Krankheit namens Gupypest oder Guppyseuche haben können. Und wenn man diese dann kreuzt, sei die wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass dann alle Guppies daran erkranken und sterben!!! Ich war total verwirrt und hab natürlich erstmal keine Guppies geholt. Aber ich finde jetzt im nachhinein nichts vergleichbares unter diesen Begriffen.

Hat hier jemand schon mal von dieser Krankheit gehört? Ist das ein Erreger oder eine Genkrankheit? Oder
hat mir der gute Mann Märchen erzählt?

Ich bin wirklich total durcheinander und weis nicht, was jetzt richtig ist...

Gruß
Alex
 

elchi07

Moderator
Teammitglied
Hallo,

kein Aprilscherz, aber auch keine Guppyseuche.

Guppys sind oftmals nicht resistent auf Fremdkeime. Jedes "Guppyvolk" hat Bakterien, gegen die es auch immun ist. Da die Bakterienstämme aus verschiedenen Hälterungen sich unterscheiden, können sich Guppys aus verschiedenen Hälterungen gegenseitig infizieren, wenn sie nicht behutsam an die jeweiligen Fremdbakterien "gewöhnt" werden. Ein einziger Guppy kann den ganzen Bestand dahinraffen lassen.

Dazu braucht man für jeden Stamm ein eigenes Aquarium und tauscht dann gegenseitig immer wieder etwas Wasser zwischen beiden Becken aus. Die zu tauschende Wassermenge wird jedesmal wieder gesteigert. Über einen Zeitraum von 4-6 Wochen sollten die Guppys jeweils immunisiert sein und können zusammengeführt werden.

Unterstützend bei Besatzaufstockung egal welcher Fischart hat sich bei mir der Einsatz von Seemandelbaumblättern sehr von Vorteil erwiesen.

Diese Bakterienempfindlichkeit gibt es übrigens nicht nur bei Guppys. Eine gewisse Quarantäne und Eingewöhnung bei Besatzaufstockung ist immer sinnvoll.


Beste Grüße
Roman
 
Hallo nochmal,

das mit den fremden Bakterien / Keimen leuchtet mir ein. Aber eine Möglichkeit für ein reines Quarantänebecken habe ich leider (noch) nicht. Ich könnte höchstens die neuen Guppys vorübergehend in mein zweites Becken setzen. Da sind zur Zeit neben Garnelen Kardinalfische und Metallpanzerwelse drinne...

Ich habe ganz gute Erfahrungen mit Wallnussbaumblättern gesammelt. Die sollen ja auch, wie die Seemandelblätter, antibakteriell wirken. Davon gebe ich immer ein paar mehr rein, wenn ich neue Fische hab. Hab schon sogar mal Neons gehabt, bei denen ein paar Tage nach dem Einsetzen weiße Pünktchen zu sehen waren. Aber es ist nur bei zwei Fischen aufgetreten und ist nach einer Weile wieder verschwunden. Ich hab es damals auf die antiseptische Wirkung der Blätter geschoben.

Ich will es auf jeden Fall probieren und kann ja mal in ein paar Wochen berichten, was daraus geworden.


Gruß,
Alex
 

fischolli

Mitglied
Moin,

richtig, Wallnussblätter haben eine genuso gute Wirkung wie Seemandelbaum und sind, wenn man sie selber irgendwo sammeln kann, deutlich günstiger.;)

Gruß
 
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