erstes Becken 125L, Düngerbodengrund? Besatz? CO2?

schnattielein

Mitglied
Hallo liebe Forengemeinde

Heute habe ich mich hier angemeldet, um bezüglich einiger (Kauf)Entscheidungen für das erste Becken weiterzukommen und Gleichgesinnte und erfahrene Aquarianer zu finden, vielleicht sogar in meiner Region?

Ich recherchiere nun schon seit Wochen intensiv, habe schon viele Zusammenhänge verstanden, bin – so glaube ich – schon recht gut informiert und trotzdem fallen mir anstehende Kaufentscheidungen sehr schwer.

Alles kam so (Kurzform!): Zweitweise stand Anfang dieses Jahrs schon ein 60L Becken bei uns. Das hat uns allen sehr gefallen und es hat sehr gut funktioniert *YEAH*. So habe ich entschieden, weiterzumachen. Außerdem haben mich schon als Kind die Welse im Aquarium meines Vaters interessiert. Ihnen zuzuschauen war immer total (ent)spannend.


Das zukünftige Aquarium:
wird ein JUWEL RIO 125 mit Unterschrank (81 x 36 x 50 cm – 125 Liter).
Innenfilter wird gegen einen Außenfilter (wahrscheinlich von Eheim, da sie sehr leise laufen sollen) getauscht.
Beleuchtung: wie im Lieferumfang
Bodengrund: bereits vorhanden: feiner Kies bis 4mm, naturbunt. Den finde ich sehr schön und den möchte ich gerne wiederverwenden. Darunter soll eine Düngerschicht (kein Soil).
Welchen Bodengrunddünger würdet ihr mir empfehlen und wieviel?

Ich habe ausserdem schon einige Wasserpflanzen:

  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia),
  • eine Lobelie (Lobelia cardinalis Mini),
  • Anubia Bonsai sowie
  • Wasserkelch (Cryptocoryne lutea hobbit).
Dazu möchte ich gerne noch ein paar rotblättrige Pflanzen gesellen und einige, die grün-weiß-gemusterte Blätter haben.

Hardscape:
  • Ananashäuschen gelb-grün (das fand mein Sohn so toll),
  • kleine braune Deko-Amphore,
  • pinkfarbenen Deko-Koralle,
  • Steine und Wurzeln (diese muss ich allerdings noch besorgen)

Thema CO2 (aktuell mein schwierigstes Thema, weil ich nicht so wahnsinnig technikaffin bin)
Fest steht: Es soll von Beginn an eine Mehrweganlage mit Nachtabschaltung her.
Ich tue mich da allerdings noch sehr schwer bei der Kaufentscheidung, zumal ich gerne die Möglichkeit nutzen möchte, Soda-Streamflaschen zu verwenden. Und da gibt es wohl leider keine fertigen Sets. Ich bin also herausgefordert, mir das als blutiger Einsteiger selbst zusammenzustellen *UFF*.
Andererseits, mit handelsüblichen wäre ich zumindest auf der sicheren Seite, es ist alles dabei – oft sogar schon CO2-Dauertest etc. Preislich wird es sich vielleicht gar nicht viel nehmen. Nur die laufenden Kosten wären mit der Sodastreamvariante wohl schon billiger.

Wasser: Wir haben eine Osmoseanlage unter der Spüle. Daher will ich dies verwenden und je nach Besatz aufbereiten, falls nötig. Ich möchte aus Gründen der Ästhetik möglichst kein hartes Wasser, da es mich vor Kalkrändern graust. Zudem halte ich Leitungswasser auch aus anderen Gründen für ungeeignet.


Thema Besatz (aktuell mein 2.-schwierigstes Thema)

Vorgehensweise - so würde ich rangehen, wenn ich dann weiß, welche Tierchen einziehen:

  • erst, wenn das Becken eingefahren ist
  • Schnecken schon etwas früher
  • Besetzung nur gruppenweise nach und nach


Auswahl:
Das ist schwierig, weil es so viele Möglichkeiten gibt und ich das Aufeinander Abstimmen der Ansprüche noch schwierig finde. Ferner stellt sich die Frage nach NZ oder WF – auch damit habe ich mich schon intensiver auseinandergesetzt. Daher weiß ich, dass manche Tierchen nur als Wildfang zu bekommen sind. Ferner weiß ich noch nicht, welche Bezugsmöglichkeiten sich hier in meiner Region konkret ergeben, ausser Dehner, Kölle und Fressnapf.

Ich möchte auf jeden Fall unbedingt verschiedene Arten sehen und erleben. Daher steht fest, dass ich ein Gesellschaftsbecken einrichte, wobei mir jedoch Tier- und Pflanzenwelt gleichermaßen wichtig ist. Zudem möchte ich es zwar in den Randbereichen recht dicht bepflanzen, aber nicht zu dunkel halten, damit wir die Fische auch gut beobachten können. Zudem sollten die Tiere gut miteinander auskommen und sich gegenseitig nicht stressen.


Tiere, die mir gefallen:

für den unteren bis mittleren Bereich:

  • 6 Schnecken (aus drei verschiedenen nicht vermehrungsfähig Arten zB Neritina pulligera, Neritina (Vittina) waigiensis, Clithon corona),
  • 7 Amanogarnelen
  • 5 Otocinclus macrospilus (weil ich in meinem ersten Becken liebend gerne ein paar Welse haben möchte, denn sie haben mich als Kind schon fasziniert; da schien mir dieser Oto bzgl Friedfertigkeit, Größe und Vergesellschaftung am besten geeignet, zumal er sich auch als Algenfresser recht nützlich macht und bei Sauerstoffmangel an die Oberfläche kommt --> Anzeichen für Sauerstoffmangel)


Soweit hoffentlich erstmal gut? Nun fehlen noch ein paar Bewohner

für den mittleren bzw oberen Bereich

Ich stelle mir für diesen Bereich 3 verschiedene Schwärme (gemischte Gruppen) vor. Und da kam ich natürlich schnell zu den Lebendgebärenden: Die starke Vermehrungsfreude muss ja kein Nachteil sein, wenn ich es schaffe, dass es sich in Grenzen hält durch Fressfeinde sowie Regulierung durch Futtergaben. Ich würde dieses Schauspiel liebend gerne mal beobachten dürfen und fände es nicht schlimm, wenn ein paar Jungfische durchkommen. Ich will allerdings Überbesatz vermeiden und nicht in die Zucht einsteigen.


Lebendgebärende – quirlige Freunde:
  • Poecilia reticulata var. Flamingo (Flamingo-Guppys – Farbe und Flossenform sind wundervoll)
  • Priapella (Leuchtaugenkärpfling – die blauen Augen sind der Hammer, nicht stark vermehrend, um einiges anspruchsvoller als die Guppys, braucht stärkere Strömung, sind jedoch eher selten im Handel zu bekommen, erst recht als NZ)
Auch interessant und optisch fast noch schöner (weil kleiner und leuchtender) als der lebendgebärende Leuchtaugenkärpfling wäre
  • Aplocheilichthys normani (Leuchtaugenfisch), aber die mögen es wohl nicht zu hell, was aufgrund meines geplanten Pflanzenzukaufes vielleicht schwierig werden könnte, denn einige Pflanzen haben es nunmal lieber heller als dunkler. Zudem sind sie eher scheu und kommen vielleicht mit quirligeren Mitbewohnern schlechter klar.
Des Weiteren kämen für mich diese farbenfrohen kleinen Flitzpiepen in Frage:
  • Paracheirodon axelrodi (der Rote Neon – nicht stark vermehrend und möglicher Fressfeind für den Nachwuchs der Guppys, allerdings doch anspruchsvoller)
  • Paracheirodon innesi (der Neonsalmler als pflegeleichtere Alternative zum Roten Neon, aber (leider?) vermehrungsfreudiger)
Und diese hier finde ich auch mega interessant:
  • Hyphessobrycon rosaceus 'White fin' (Weißflossenschmucksalmler "White Fin)
  • Nannostomus eques (der Schrägsteher, den ich von seinem Verhalten her sehr sehr schön finde. Er ist nicht so quirlig und hektisch wie viele der anderen genannten Fische. Ihm zuzuschauen hat fast was Meditatives. Er passt aber vermutlich aufgrund seiner Art und seiner Bedürfnisse schlecht zu den vorgenannten möglichen Nachbarn, weil er sonst zu scheu wird bzw weil er Schwarzwasser bevorzugt? Ich fände aber gerade eine Mischung von eher ruhigeren Fischschwärmen und eher lebhaften Fischschwärmen spannend zu beobachten.)


Wie oben schon angesprochen: Eine andere Frage ist, woher ich die ausgesuchten Tiere bekomme. Onlineshops als Bezugsquelle habe ich für mich erstmal ausgeschlossen, weil ich denke, dass das die Tiere vielmehr belastet als der Kauf vor Ort mit Heimfahrt. Ich lasse mich da aber gerne belehren, falls ihr gute Erfahrungen mit Onlineshops gemacht habt.

Entschuldigt, das ist ganz schön viel auf einmal. Vielleicht komme ich mit Eurer Hilfe ja in den nächsten Wochen ein paar Schritte weiter.

Also wenn mir jemand in punkto Bodendünger, CO2-Anlage sowie zur Besatzfrage helfen mag, würde ich mich sehr freuen.


Bis bald und gute Nacht

Schnattie (alias Anja)
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi Anja,

herzlich willkommen hier.

Ich versuch mich mal an der Beantwortung der ersten paar Fragen.

Zum Bodendünger: den brauchst du gar nicht. Es ist besser, zu gegebener Zeit, die Pflanzen gezielt mit Düngekugeln an den Wurzeln (Wurzelzehrer) oder Flüssigdünger über die Blätter zu düngen.
Der Bodendünger wird dich später nur nerven, weil du mit jeder Umpflanzaktion wieder das braune Zeug mit rausziehst.

Zur Deko: Ananashäuschen, Koralle (und Amphore) würde ich weglassen. Ja, ich weiß, die Kinder...aber 1. sind diese Deko-Teile nicht immer unbedenklich was den Kunststoff angeht, selbst wenn sie aus dem Aquaristik-Handel stammen und 2. denke ich, kann man Kindern schon auch irgendwie erklären, dass sich Fische zwischen Steinen und Wurzeln wohler fühlen. Einen Versuch ist es zumindest wert;)

Bodengrund: Den Kies find ich persönlich nicht so schön, aber ist Geschmackssache und du hast ihn ja eh schon da. Normalerweise rate ich eher zu Sand als Bodengrund. Ist für wühlende Fische angenehmer und Mulm rutscht nicht zwischen die Steinchen, sondern bleibt oben drauf liegen. Gibt's günstig im Baumarkt, muss kein spezieller AQ-Sand sein.
Irgendwie hab ich immer den Eindruck, dass Kies das Becken "kleiner" macht, aber vielleicht erscheint das nur mir so:D

Zu den Fischen sollte man noch deine Wasserwerte kennen, um genaueres sagen zu können. Die erfährst du bei deinem Wasserversorger.
Von den Otos würde ich erstmal abraten, oder wenn doch, sie erst sehr viel später einsetzen. Sie sind anfangs sehr heikel und verhungern oft in neuen Becken. Alternativ käme vielleicht eine Corydoras Art in Frage(?) (für die wäre auf jeden Fall Sand zu empfehlen). Die könnten sich gegebenenfalls auch mal vermehren, was für die Kinder sehr spannend ist.
Bei Neons ist eine Vermehrung eigentlich kaum der Fall (weder beim Roten noch beim Salmler).
Die finden meine Enkel so toll, weil sie so schön leuchten.

Die Schnecken, die du ausgesucht hast, vermehren sich tatsächlich nicht im Aquarium. Aber sie legen Eier...und zwar überall auf Wurzeln, Steinen, Deko. Die Eier gehen sehr schlecht ab und sind nicht jedermanns Sache. Es sind dann halt überall kleine weisse Punkte. Hab ich auch im Becken, stört mich jetzt nicht wirklich, sieht aber auch nicht so toll aus.

So, das war mal der erste Teil und jetzt darf jemand anderes weitermachen:)
 

ignarus

Mitglied
Hi Anja,
ich merke Du planst auch gerne...
Nur kurz meine Gedanken zum CO2, da ich für längere Texte zu schläfrig bin.

Fest steht: Es soll von Beginn an eine Mehrweganlage mit Nachtabschaltung her.
Ich tue mich da allerdings noch sehr schwer bei der Kaufentscheidung, zumal ich gerne die Möglichkeit nutzen möchte, Soda-Streamflaschen zu verwenden. Und da gibt es wohl leider keine fertigen Sets. Ich bin also herausgefordert, mir das als blutiger Einsteiger selbst zusammenzustellen *UFF*.
Andererseits, mit handelsüblichen wäre ich zumindest auf der sicheren Seite, es ist alles dabei – oft sogar schon CO2-Dauertest etc. Preislich wird es sich vielleicht gar nicht viel nehmen. Nur die laufenden Kosten wären mit der Sodastreamvariante wohl schon billiger.
Also für die CO2 Versorgung aus Sodastream Zylindern empfehle ich:
1. Sodastream Zylinder mit Standfuß oder anderweitig gegen umfallen gesichert
2. Druckminderer der auf Sodastream Gewinde passt (wichtig!), oder Einen mit passenden aufschraubaren Adapter auf Sodastream Gewinde. Ich setzte aus Sicherheitsgründen beim Druckminderer auf Qualität (Hiwi).
3. für die Nachtabschaltung
3.1 mit Magnetventil und Zeitschaltuhr, oder
3.2 PH Controller mit integriertem Magnetventil (z.B. JBL Proflora), oder Aquariumcomputer mit schaltbarer Steckdosenleiste und Magnetventil. Zudem neben der meist mitgelieferten Temperatur Sonde noch eine PH-Elektrode.
4. Rückschlagventil (wichtig!)
5. Diffusor mit dem das CO2 ins Wasser kommt.
6. optional aber sehr sinnvoll: Drop Checker (Dauertest) und CO2 Indikatorflüssigkeit (CO2 Dauertestflüssigkeit) für 20mg/l (empfohlen) oder 30mg/l CO2 Gehalt.

Dann noch einen druckfesten Schlauch 4/6mm um das alles zu verbinden. Bis zum Magnetventil unbedingt einen druckfesten und Co2 undurchlässigen Schlauch nehmen, danach ginge auch ein weicherer nicht 100 prozentiger CO2 resistenter Schlauch, wenn die Elastizität wichtig ist.
 

schnattielein

Mitglied
Vielen Dank bis hierhin :)

Ich weiß schon, Otos sind heikel bei der Umgewöhnung. Corydoras werde ich mir gerne genauer anschauen. Welche Vorschläge würdet ihr mir zum mittleren und oberen Bereich geben? Wären 3 Schwärme zuviel?

Zur Technik: da fällt mir noch ein, wo kommt denn bei Außenfilter der heizregler hin o_O? Dann vielleicht doch lieber den im Lieferumfang enthaltenen innenfilter nutzen? Ist ja bei juwel doch ganz anständig und funktional. Hatte nur überlegt, dass zur Reinigung und zum Schutz möglicher Jungtiere Außenfilter besser wäre.
 

Wolf

Mitglied
Hallo und willkommen hier im Forum,
Ich seh schon, die meisten Fragen sind schon beantwortet worden.
Zum CO2 haben wir im Unterforum Technik, ganz oben einen Leitfaden angepinnt, leider fehlen die Bilder, bzw.
Liegen faul auf meinem Rechner.
Was kostet den die Füllung für eine Flasche Sodastream, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das billiger sein soll. Ich bezahle für 2kg zwischen 12 und 14€.
Also wenn man in Göppingen wohnt, bietet es sich ja an einen Eheim zu kaufen. Falls je mal was am Filter wäre, könntest direkt in Daizisau vorbei fahren. Ich würde dir den eXpirience empfehlen.
Ich dachte in Göppingen gibt es ein Aquarium Geschäft, oder hat der inzwischen geschlossen. Der war irgendwo in der nähe von Merklin.
L.g. Wolf
 

fischolli

Mitglied
Moin,

auch von mir ein herzliches Willkommen. Finde es auch gut, dass du dir vorher so viele Gedanken machst. Zu Grünzeug fragst am besten Wolf und Svenja, ich sag mal was zu den Fischen.

Ich würde in so einem 80 cm-Becken maximal 2 Schwärme halten, wahrscheinlich sogar von den Salmlern nur einen, wobei echte Schwarmfische sind das alles nicht,höchstens Gruppenfische. Bei den Neonsalmlern ist das sogar extrem, wenn die keine Gefahr sehen, stehen die einzelnd im Aquarium rum. Aber eine Sorge brauchst nicht haben, dass sich ein Neon im Gesellschaftsaquarium vermehrt, wäre echte Glückssache.

Bei den Guppys: Sehen ja nett aus, sind aber, ganz hart gesagt, Krüppelzuchten mit diesen großen Schleierschwänzen. Die bekommen auch schnell Wirbelsäulenverkrümmungen, was nicht schön aussieht. Nehmt doch lieber eine Wingei-Endler-Art. Da gibt es ebenfalls wunderschöne farbenprächtige Arten, die sich normal bewegen können und die man auch problemlos verkauft bekommt. Ich habe z.B. "el Tigre", die vermehren sich zwar, aber nicht so extrem wie andere Arten.

Von Otocinclus lasst bitte die Finger in einem neuen Becken. Die verhungern euch da.

Gruß
 

Wolf

Mitglied
Hall Anja,
Drei verschiedene Schwarmfische, ergibt Fischsuppe.
Bei Heizungen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum ersten du benützt tatsächlich deine und lässt den Filter mitlaufen, oder es gibt auch Aussenfilter mit Heizung, die sind aber teuer. Dann hat da JBL eine Heizung gebaut, die man in den wasserkreislauf des Filters einbaut, oder aber einen Heizstab direkt ins Aquarium.
L.g. Wolf
 

Starmbi

Mitglied
Hallo und willkommen!
Dazu möchte ich gerne noch ein paar rotblättrige Pflanzen gesellen und einige, die grün-weiß-gemusterte Blätter haben.
Viele weiß gemusterte Pflanzen sind tatsächlich Überwasserpflanzen und sterben nach einigen Wochen im Becken. Das hindert die Händler aber nicht sie trotzdem zu verkaufen!
Schau mal hier: http://www.aquarienpflanzen-online.de/aquarienpflanzen-warnung.html
ob deine Wunschpflanze in der Liste steht.

Deine Pflanzenarten wachsen ziemlich langsam. Ich würde als Nährstoffzehrer noch etwas schnellwachsendes auswählen.

Osmose in der Spüle; was für ein Luxus!
Du kannst das Wasser einfach mit normalem Wasser mischen, um die gewünschte Härte zu erreichen und mußt nicht unbedingt Aufhärtesalz benutzen.

Gruß
Stefan
 

schnattielein

Mitglied
Hi Anja,
Also für die CO2 Versorgung aus Sodastream Zylindern empfehle ich:
ja, werde da weiter ansetzen. Zu Switchen ist schon gut, wenn man schnell für Nachschub sorgen muss. Sodastream gibts halt wirklich fast überall. Hiwi ist mir bereits ein Begriff. Da gibts nur so viele Druckminderer, auch mit Magnetventil zur Nachabschaltung etc, teils eben auch mit Adapter für Sodastream etc, sodass ich hier nicht wirklich weiß, welchen Druckminderer ich da kaufen soll :confused:

Moin,
auch von mir ein herzliches Willkommen.
:)


Von den Otos würde ich erstmal abraten, oder wenn doch, sie erst sehr viel später einsetzen. Sie sind anfangs sehr heikel und verhungern oft in neuen Becken. Alternativ käme vielleicht eine Corydoras Art in Frage(?)
Von Otocinclus lasst bitte die Finger in einem neuen Becken. Die verhungern euch da.
Gruß
OK. Oto kommt erstmal raus aus meiner Liste. Corydoras werden wohl etwas größer und sie sind keine reinen Pflanzenfresser so wie die Otos? Werde sie mir noch genauer ansehen. Das es NZ gibt, ist schon ein großes Plus.


Bei den Guppys: Sehen ja nett aus, sind aber, ganz hart gesagt, Krüppelzuchten mit diesen großen Schleierschwänzen. Die bekommen auch schnell Wirbelsäulenverkrümmungen, was nicht schön aussieht. Nehmt doch lieber eine Wingei-Endler-Art.
Flamingo-Guppy damit auch, vielen Dank für diesen Hinweis :). Endler sind ne Option, danke.


Hallo Anja,
Drei verschiedene Schwarmfische, ergibt Fischsuppe.
L.g. Wolf
:) Hallo :)
kennst dich gut aus, ich meine GP ... Schön :). Das Aquariumgeschäft habe ich noch nicht gefunden. Gibt nur einen Zierfisch-Freunde-Verein und halt die üblichen Zoohandlungen wie Dehner, Fressnapf etc.
Zur Fischsuppe. OK, dann werde ich mich zügeln und nur zwei in Erwägung ziehen.


Ich bleibe dran

alles Gute

Anja
 

schnattielein

Mitglied
Hallo und willkommen!
Viele weiß gemusterte Pflanzen sind tatsächlich Überwasserpflanzen und sterben nach einigen Wochen im Becken. Das hindert die Händler aber nicht sie trotzdem zu verkaufen!
Schau mal hier: http://www.aquarienpflanzen-online.de/aquarienpflanzen-warnung.html
Danke Stefan :)
Darum wußte ich tatsächlich schon, weil ich allgemein Pflanzenliebhaberin und Kräuterhexe bin :p. In meinem Garten wachsen Beikräuter, keinesfalls Unkräuter. Und auf meinen Fensterbänken wachsen Lieblinge. Aber dass Dracaena auch als Aquarienpflanzen verkauft werden :eek:, echt übel, was sich Großhändler da aus Profitgier ausdenken. Vor allem, wenn man bedenkt, wo sie in freier Wildbahn eigentlich naturgemäß wächst. Zudem enthält diese Pflanze Saponine, die für pflanzenfressende Tiere zu Vergiftungserscheinungen führen können.

Der Schlangenbart (Ophiopogon) ist ein anderes Beispiel dafür. Hier sind zwar nur die Früchte giftig, die er aber vermutlich unter Wasser nie ausbildet, er mag es zwar feucht, aber keinesfalls mag er Unterwasser leben.

Vom Schlangenbart wußte ich das schon, von der Drachenpalme war es mir neu und viele andere in der Liste auch. Also meine kleinen 1-Jährigen Dracaenas gefallen mir auf der Fensterbank besser. Danke für den Link. Sehr hilfreich :).

Bis später.
Lieber Gruß aus Ba-Wü
Anja



**** OFF TOPPIC ****
meine Dracaena reflexa var. Angustifolia Stecklinge von 2019
Dracena.jpg


und hier noch einer meiner anderen Lieblinge: eine Hoya carnosa
Porzelanblume_blüht2.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:

schnattielein

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... da fällt mir ja noch was ein: Ich recherchierte vor einigen Jahren mal zum Fensterblatt (Monstera) und stieß dabei auf einen Erfahrungsbericht eines Aquarianers.
„[…] ein 2 m-Aquarium mit 4 Rochen, (ca. 30 cm) einigen Großsalmlern und Barschen. Daß die Rochen sehr empfindlich auf Nitrat reagieren ist bekannt. […] Im Eck, zwischen Fenster und Aquarium, steht ein ca. 3 m hoher Philodendron in einem 30 cm-Topf. Etwa 12 der Luftwurzeln hängen in das Wasser des Aquariums. Der Philodendron wurde seit 3 Jahren nicht mehr gegossen. Nitrat ist nicht nachweisbar."
http://www.aquarium-bbs.de/pflanzen/monstera.htm - siehe unten Praxisbeispiel
 

Wolf

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Hallo Anja,
Es gibt aber schon Unterwasser Pflanzen mit fast weißen Blätter. Ich denke da gerade an die anubia bartei nana, davon gibt es eine Zuchtform.
Es gibt auch einen rosavervigen Wasserfreund und weissnerviges Eichblatt.
L.g. Wolf
 

Wolf

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Hallo Anja,
Es gab sogar mal Filterkästen, die man hinten ans Aquarium hängen und einpflanzen konnte, um Nitrat zu reduzieren. Die sache mit den luftwurzeln habe ich auch schon gelesen. Bei einem guten Fisch/Pflanzenverhältniss, braucht man so etwas aber gar nicht.
L.g. Wolf
 

Wolf

Mitglied
Hallo Anja,
Die Zoohandlung in Göppingen hieß Dexheimer, aber im Netz steht dauerhaft geschlossen. Es gibt aber auch noch weitere in und um Göppingen.
L.g.Wolf
 

Wolf

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Hall Anja,
Da ich Corydoras liebe, kann ich dir diese natürlich nur wärmstens empfehlen. Da gibt es jede Menge Arten, die sich alle gut als Gruppe auf dem Boden machen. Allerdings würde ich nicht gerade einen 4mm Kies nehmen, der wäre dann doch etwas grob. Bei etwas Glück kommt ab und zu sogar mal ein Jungfisch durch, aber zur Plage werden sie nicht.
Im übrigen sind sie Darmatmer und können, bei zu wenig Sauerstoff, an der Oberfläche Luft holen. Was natürlich ein guter Indikator ist.
L.g. Wolf
 

schnattielein

Mitglied
Hall Anja,
Da ich Corydoras liebe, kann ich dir diese natürlich nur wärmstens empfehlen. Da gibt es jede Menge Arten, die sich alle gut als Gruppe auf dem Boden machen. Allerdings würde ich nicht gerade einen 4mm Kies nehmen, der wäre dann doch etwas grob.
Darüber bin ich schon gestolpert, dass ich meinen Kies dann nicht benutzen kann. Wie gefährdet sind den bei den Corydoras meine Pflanzen?
 

schnattielein

Mitglied
Hallo Anja,
schau mal meine Becken an und in dem großen wie auch im 60er Würfel und im Moosbecken sind Corys.
Wenn die Pflanzen fressen würden hätte ich sie wohl nicht mehr.
https://www.aquaristik-live.de/threads/wolf-beckenrunde-mit-co2-und-mächtig-licht.119290/
L.G. Wolf
uii, schöne Becken :D
Dein 70L Eheim gefällt mir von der Pflanzenzusammenstellung ausgezeichnet.

Corydoras wären tatsächlich eine schöne Option. Es gibt aber so viele Arten. Ich möchte für mein zukünftiges 120L Becken nur kleine Fische, einfach damit Pflanzen- und Tierwelt gleichermaßen wirken kann und optisch nicht die Fische zu arg dominieren. Der Betrachter soll entscheiden, welche Bereiche er genauer ansehen will und im Vorbeigehen soll es einfach ein ästhetisches Becken sein, in dem man es 'wuseln' sieht.


Inzwischen hat sich dank eurer Tipps meine Besatzfrage wie folgt verändert
die Änderungen mach ich mal blau, und zugehörige offene Fragen rot

Wasserwerte kann ich derzeit noch nicht liefern, aber wie gesagt, ich werde Osmosewasser verwenden und kann anteilig je nach Bedarf mit Leitungswasser mischen. Laut Webseite des örtlichen Wasserversorgers haben wir ca. 12-17 °dH. Andere Messwerte habe ich noch nicht vorliegen.


für den unteren bis mittleren Bereich:
  • 6 Schnecken (aus drei verschiedenen nicht vermehrungsfähig Arten zB Neritina pulligera, Neritina (Vittina) waigiensis, Clithon corona),
  • 7 Amanogarnelen
  • 8 Corydoras pygmaeus (Zwergpanzerwelse)

passt das - auch von der Anzahl her - oder wird das für diesen Beckenbereich zu eng?

für den mittleren bzw oberen Bereich

2 verschiedene Gruppenfische (möglichst verschieden in Aussehen und Verhalten)

z.B.:

  • Priapella (Leuchtaugenkärpfling)
  • Poecilia wingei (Endler Guppy)
  • Aplocheilichthys normani (Leuchtaugenfisch), aber die mögen es wohl nicht zu hell, was aufgrund meines geplanten Pflanzenzukaufes vielleicht schwierig werden könnte, denn einige Pflanzen haben es nunmal lieber heller als dunkler. Zudem sind sie eher scheu und kommen vielleicht mit quirligeren Mitbewohnern schlechter klar?
  • Paracheirodon axelrodi (der Rote Neon)
  • Paracheirodon innesi (der Neonsalmler, pflegeleichtere Alternative zum Roten Neon)
  • Hyphessobrycon rosaceus 'White fin' (Weißflossenschmucksalmler "White Fin)
  • Nannostomus eques (der Schrägsteher, aber würde er sich zur Vergesellschaftung mit einem der anderen Fische eignen :confused:? Und käme er in einem Becken klar, das nicht explizit als Schwarzwasserbecken eingerichtet wird o_O?)


Ganz herzlichen Dank an Euch, ich bin gefühlt jetzt schon echt weitergekommen als in den letzten 2 Wochen zusammen :D


DANKE DANKE DANKE
 
Zuletzt bearbeitet:

fischolli

Mitglied
Hi Anja,

hast du mal die Wasserwerte bei euch bei eurem Versorger gegoogelt? Interessant wären vor allem die Gesamthärte (GH), die Karbonathärte (KH) und NO3 (Nitrat. PH-Wert kannst auch noch mal schauen. Wenn du nicht gleich mit Wasserpanschen anfangen willst, solltest du das bei deiner Fischauswahl berücksichtigen.
Manchmal wird KH nicht mehr aufgeführt, stattdessen steht da dann mmol. Der Wert tut es auch.

Zu den Leuchtaugen kann ich nichts sagen, weder dem Kärpfling, noch dem Leuchtaugenfisch. Endler-Guppys sind hübsche, friedliche und genügsame Fische, die passen gut in so ein Becken und sind auch recht tolerant bzgl. der Wasserwerte. Corydoras Pygmaeus sind ebenfalls sehr friedliche Fische, aber die schwimmen nicht im Bodenbereich , sondern sehr viel im Freiwasser, also eher wie die Salmler. Im Bodenbereich wären Corydoras habrosus sonst eine hübsche kleinbleibende Art. Auch total easy in der Haltung.
Neoen finde ich persönlich hübsch, aber stinklangweilig. Da sind die Hyphessobricon schon ein anderes Kaliber. Die sheen nicht nur wie kleine Piranhas aus, sondern benehmen sich auch so. Was klein ist, zappelt und ins Maul passt, wird gefressen. Soviel zum Guppy-Nachwuchs.
Nannostomus sind ruhige, eheretwas scheue Salmler. Die gehen in so einem Becken schnell unter, auch wenn es tolle Fische sind. Aber, die sind auch etwas anspruchsvoller, was Wasser und Futter angeht. Würde ich besser zurückstellen oder als alleinige Salmlerart halten. Roter Neon will sehr weiches Wasser und hohe Temperaturen, würde ich nicht nehmen.

Gruß
 
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