Information ausblenden
Registriere Dich jetzt einfach, schnell und kostenlos bei Aquaristik-Live und werde Mitglied in unserer Community!

Bitte um Meinungen... Was sonst?!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Henny, 12. Mai 2012.

  1. Hallo Ihr,

    hier kommt mal wieder ein langer Beitrag von mir. Ein zutreffender Titel für das Folgende ist mir echt nicht eingefallen, sorry! Ich würde mich trotzdem sehr freuen, wenn Ihr Euch die Zeit nehmt, mein geistiges Wirrwarr zu lesen. Leider ist vieles momentan noch völlig unausgegoren und schwirrt mir im Kopf herum, weil das Eine das Andere bedingt... Ich leg' mal los:

    Schon lange möchte ich zusätzlich bzw. im Austausch zu/gegen eines meiner kleineren Becken ein 1,50 Meter Becken haben (Juwel Rio 400). Nun habe ich 'grünes Licht bekommen', die Statik müsste erst geprüft und ggf. der Boden verstärkt werden, und es gäbe vier Becken, die räumlich, inhaltlich (Bodengrund, Deko, Pflanzen) und vor allem besatzmäßig verändert/ausgetauscht werden müssten. Natürlich freue ich mich riesig auf das neue Becken und will es es auch irgendwann haben, nur frage ich mich, seit dem ich 'grünes Licht' habe, warum es unbedingt jetzt schon sein muss ( erst unbedingt 'haben wollen', dann Zweifel :mrgreen: ).
    Vielleicht sollte ich es erst mal hinkriegen, meine anderen Becken (ein 30er, zwei 60er, ein 112er und ein 200er) algenfrei zu bekommen (Pinsel- und Bartalgen), lernen mit einer Co2-Anlage und der optimalen Düngung gut klarzukommen und ganz wichtig, die wasserchemischen Zusammenhänge wirklich gut zu begreifen. Momentan habe ich in etlichen dieser Bereiche leider nur ein gepflegtes Halbwissen. Solange ich in diesen grundsätzlichen Dingen nicht zumindest 90% sicher bin, sollte ich mir vielleicht nicht so einen 'so großen Pott' hinstellen. Auch muss ich sehen, wie ich die WW zeitlich optimiere (schnelleren Ab- und Zulauf). Wenn ich bei dem großen Pott immer noch Einzeleimer schleppen muss und den Inhalt jedes Frischwassereimers mit einem Messbecher einkippe, schwimmen bald alle Fische bauchoben - geht so gar nicht! Aber diesbezüglich hätte ich schon eine Lösung im Kopf... :idea:
    Allerdings wäre es auch wieder schade, meine jetzigen Becken in einen Top-Zustand (mit allem drum und dran) zu bringen und dann vielleicht in einem halben Jahr alles wieder von vorne anzufangen. Aber ich wäre dann schlauer und könnte alle Becken von Anfang an sicherer starten (was hauptsächlich die Pflanzen/Algen angeht). Ich bin echt im Zweifel:
    Erst die 'Altbecken' ausräumen und umgestalten und optimal auf die Reihe kriegen und bei Gelingen zeitnah wieder über den Haufen schmeißen :( , oder gleich mit zusätzlich dem neuen großen Pott weiterlernen :? ? Auch wenn es grundsätzliche Fakten gibt, die es zu beachten gilt, ist doch jedes Becken individuell?!
    Wie würdet Ihr an meiner Stelle vorgehen?

    Ein größeres Becken macht noch mehr Arbeit. Also habe ich mich auch gefragt, warum ich unbedingt ein größeres Becken haben muss (außer das es toll aussieht und 'haben wollen'). Welche Fische will ich darin pflegen, die ich supergerne hätte, die ich aber nicht schon jetzt haben könnte? Klare Antwort:
    Meine optisch absoluten Favoriten sind Blaue Kongosalmler und Denisionbarben! (aber natürlich nur entweder oder...)

    Kann ich die bei meinen Wasserwerten ohne Verschnitt überhaupt gut halten?
    GH 14 / KH 09 / PH 7,8 (würde sich mit zusätzlich CO2 noch ein wenig verändern)

    Blauer Kongosalmler (Phenacogrammus interuptus):
    Die Angaben in Büchern und im Netz schwanken extrem, z.B. von saurem Wasser (bis PH 6,8) bis PH 08.
    Wird teilweise als extrem krankheitsanfällig angegeben, besonders bei nitratbelastetem Wasser und bei Schwankungen der Wasserwerte (der bei mir beim WW mit CO2-Anlage vorkommen würde).
    Werden zwar als sehr gefräßig, aber teilweise auch als sehr scheu beschrieben. Scheue Fische möchte ich definitiv nicht als 'Hauptfische' halten.

    Denisionbarbe (Puntius denisonii):
    Nach dem, was ich bis jetzt gelesen habe, sollten meine Wasserwerte so gerade für die hinkommen, aber auch lieber etwas weicher und ein geringerer PH, wie eigentlich bei allen Barben (wie ich zu wissen meine).
    Überall wird 1,50 Meter als Mindestbeckenlänge angegeben. Ich würde es ätzend finden, ein für mich großes Becken zu kaufen, das für die dort gepflegten Fische wieder nur eine Mindestanforderung darstellt. Dann lieber nicht...

    Wie sind Eure Erfahrungen mit Blauen Kongosalmlern und Denisionsbarben?

    Ich danke Euch sehr für Eure Mühe und freue mich auf Eure Beiträge!

    Ein schönes Wochenende wünscht Euch mit vielen Grüßen
    Andrea
     
  2. Hallo Andrea,

    jaja, immer diese Selbstzweifel. :mrgreen:

    Zum eigentlichen Vorgehen vielleicht nur soviel:
    Lass Dich von diesem ganzen Wasserchemismus nicht verunsichern. Bei den meisten Problemen in fischiger Hinsicht hilft das keinen Deut weiter.

    Wenn man ein veralgtes Becken hat, dann hilft das Wissen um den letzten Kram an Wasserwerten auch nicht u8nbedingt weiter.
    Solche Sachen bekommt man in den Griff in dem an dem AQ "arbeitet", soll heissen, tägliche Maßnahmen wie absammeln, reinigen und Teilwasserwechsel sind deutlich effektiver als das Verharren in Schockstarre und das Hoffen solche Probleme mit Düngergaben und sonstigen PiPaPo in den Griff zu bekommen.
    Das hilft zwar unterstützend aber ohne absammeln und beseitigen hat noch jemand Algenprobleme in den Griff bekommen.

    Zur Zeit solltest Du versuchen das 112er und das 200er in einem solchen Zustand zu bringen, dass Du mit dem Inhalt der beiden Becken das neue 375er gut ans laufen mit submersen Pflanzen bekommst.
    Diese Pflanzenmasse sollte weitgehend algenfrei und wüchsig sein.
    Dabei sei angemerkt das Pinsel- und Bartalgen nicht zwangsweise weiter wachsen wenn sie in neue Aquarien übersiedelt werden.

    Bis Du soweit bist fließt noch Wasser die Elbe runter aber das Ziel ist nicht aus den Augen.
    Sagen wir mal ein halbes Jahr.
    Bis dahin ist die Statikfrage geklärt und Du machst dich nicht verrückt mit ungelegten Eiern.

    Zur jetzigen Zeit schon mal die Sahe mit dem Wasserwechsel klären und auch bei den jetzigen Becken anwenden.
    Ich wechsel hier Wasser mit einem normalen Gartenschlauch in 3/4 Zoll Ausführung. An beiden Enden befindet sich ein Gardena Anschluss mit Absperrhahn.
    Ich persönlich finde es zwingend notwendig gerade solche Arbeiten so zu gestalten, dass kein Frust aufkommt. Je komplizierter das wird, desto ungerner geht man daran.

    Auch kann man in der Zeit schon mal abchecken wie den alte Komponenten ins neue Becken passen.
    Z.B. die CO2 Anlage. Muss man da noch ein anderes Einwaschgerät haben?
    Kann man die alten Filter irgendwie integrieren?
    Heizstäbe?

    Du siehst es lohnt sich durchaus sich bei der Anschaffung etwas Zeit zu lassen und keine Schüsse aus der Hüfte vorzunehmen. Hektik und unplanmäßiges Vorgehen versaut einem eh den ganzen Tag. :mrgreen:

    Also, lieber einen Schritt nach dem anderen und dann gut mit dem größeren Becken starten, als nun irgendwas übers Knie zu brechen.
    Und eines kann ich Dir versichern, ein Start eines neuen AQ mit wirklich selbstgezogener Pflanzenmasse erleichtert so einiges.

    P. interruptus geht bei Deinen Wasserwerten ohne Probleme, ich hatte die Tiere über 10 Jahre in Leitungswasser (KH 6,0 und GH 14,0).
    Über die P. denisoni weiss ich nix zu vermelden.

    Beste Grüße
    Martin
     
  3. Hi,

    kauf dir doch einen langen Schlauch der von Küche / Bad bis zu den Aquas reicht ... so sparte dir zeit und musst das wasser nicht erst in den eimer dann mit messbecher ins Aqua kippen :D ich hab das immer gehasst meine schöne Planung und dann kippt man wasser rein alles für den A****

    lg
     
  4. Hi Martin,

    danke Dir herzlich für Deine umfangreiche Antwort - hat mir bei meiner 'Selbstzweifelei' sehr geholfen!
    So werde ich es machen! :thumleft:

    Auch danke an Dich, Fabienne.

    Viele Grüße von Andrea
     
  5. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin Henny,

    Martin hat es wirklich auf den Punkt gebracht. Mach dich nicht andauernd mit dem Thema Wasserchemie verrückt. Ehrlich, ich mess überhaupt nix, wenn nicht irgendwas völlig aus dem Ruder läuft. Und ein paar Algen sind für mich "nicht aus dem Ruder laufen", die sammel ich ab und gut isses.

    Eingroßes Becken macht nach meiner Erfahrung wesentlich weniger Arbeit als ein kleines. Das mag aber subjektiv sein, das Gefummel in dem 54l undd 25l-Becken find ich viel nerviger als in dem 200er und dem 375er. Da kann man ganz anders hinlangen.

    Thmea Pflanzen she ich auch nicht so tragisch. Wenn es soweit ist, sag einfach Bescheid, ich denke du kannst dann von mir und einigen anderen soviel GRünzeug bekommen aus dem schnellwachsenden Bereich, dass du sofort mit der richtigen Menge an Biomasse anfangen kannst

    Mach einfach. (Ich dachte, du hast schon ein Becken mit Vollausstattung an der Hand?)

    Gruß
     
  6. Moin Olli,

    verrückt mache ich micht nicht, weil ich Wasserchemie und Messungen für den täglichen Gebrauch als erstrebenswert erachte (so grob meine ich ja zu wissen, worauf es ankommt - ich selber messe auch sehr selten), sondern weil ich einige Zusammenhänge einfach noch nicht geschnallt habe. Ich bin diesbezüglich auch echt eine Schlampe. Ich habe hier schon seit einigen Monaten das Buch 'Aquarienwasser' von Hanns-J. Krause rumliegen und wollte es längst schon intensiv durchgearbeitet haben. Auch hatte ich vor etlicher Zeit einen Thread angefangen, in dem ich die grundlegenden wasserchenmischen Zusammenhänge aufführen und Euch um Eure Ergänzungen/Korrekturen bitten wollte. Und was ist daraus bis jetzt geworden? - Nix!
    Auch wenn ich wenig Zeit habe, mich ärgert das einfach!
    Dann lese ich hier im Forum Fragen von anderen Usern, auf die ich eben mal gerne 'aus der Hüfte' antworten würde, dann schreibe ich schon eine dreiviertel Antwort, lösche sie aus Unsicherheit doch lieber wieder, und sehe am nächsten Tag, das das auch gut war, weil ich irgendwelche Zusammenhänge nicht bedacht hatte (zumindest machmal). Und diese 'Manchmal' und diese Unsicherheit nervt mich, das darf aus meiner Sicht nach vier Jahren Aquaristik nicht mehr sein! :twisted:
    Und dann noch ein größeres Becken haben wollen... :? Ich sollte mein Hobby erst mal richtig begreifen und die Zeit, die ich für ein neues Becken aufbringen würde, erst mal in 'Lernstunden' investieren.

    Dein Angebot 'Pflanzen' finde ich ganz prima. Wenn ich das Juwel Rio 400 hinstelle, würde ich mich dafür von dem 112er trennen, bzw. es für 'Notfälle' behalten, aber nicht mehr in Gebrauch haben wollen (obwohl ich Schweinebacke jetzt schon wieder überlege, dass das doch eigentlich schade wäre, und ich daraus vielleicht ein Artenbecken mit Zwergbuntbarschen, Zwergfadenfischen, Ringelhechtlingen oder vielleicht sogar mit Schneckenbuntbarschen machen könnte - Aquaristik ist echt eine ganz üble Sache :mrgreen: - null empfehlenswert - sollte auch Jugendlichen untersagt werden :D ).
    Aber jetzt gehe ich ganz naiv erst mal davon aus, dass ich die vielen Pflanzen daraus für das 400er nutzen kann. Auch mein 200er kann gerne begärtnert werden, so dass ich daraus zusätzlich Pflanzen zur Verfügung hätte. Hornkraut entsorge ich wöchentlich tonnenweise. Wenn ich dann vielleicht von Euch noch was bekommen könnte und zusätztlich noch was dazukaufe, würde schon passen... Aber noch habe ich halt die Bart- und Pinselalgen nicht im Griff. Die Bartalgen nerven mich schon massiv, weil sie ja auch die Teile der Pflanzen kaputt machen, an denen sie sich festgesetzt haben. Mit zusätzlich CO2 habe ich auch noch keine Übung.

    Dann kommt hinzu, dass alle Becken in meinem Wohnzimmer stehen (bis auf das 60er mit den Planarien) . Also muss ich bei der Veränderung 'der Plumpssack geht um' spielen. Außerdem will ich bezüglich der Statik erst sichergehen.
    Dann kommt der nächste Punkt: In dem Zimmer liegt eine wirklich alte Auslegeware, auf der ich über die Jahre auch reichlich mit Mulmwasser rumgeplanscht habe - nicht mehr schön das Teil :( . Ich möchte in diesem Raum mittelfristig Fliesen verlegen. Nun wäre es aber ziemlich bescheuert, das große Becken aufzustellen und danach den Boden zu erneuern. Das müsste wohl besser vorher passieren. Beim Hochreißen der Auslegeware würde ich auch gleich sehen, was mich statikmäßig darunter erwartet...

    Dazu kommt mir gleich eine wichtige Frage:
    Ist es möglich, genügend starke Mädels und Kerle vorausgesetzt, Becken mit ca. 5 -6 cm Bodengrund und dann noch ca. 6 cm Wasser (für die Fische) über ein paar Meter zu transportieren, ohne dass da irgendwas wegknackst?
    1. Ein 30er mit Rahmen - nicht der Rede wert
    2. Ein 60er (2 cm Bodengrund und nur kleine Lebendgebärende drin, also kein hoher Wasserstand notwendig)
    3. Ein 112er
    4. Ein 200er mit Rahmen darunter

    Auf den 'Beipackzetteln' steht ja immer, dass man die Becken nur in leerem Zustand transportieren darf!?

    Ja, dachte ich auch. Ich hätte das Teil auch 'zwischengeparkt'. Das Teil ist ein Schaubecken von einem Händler (Juwel Rio 400) und war dort nur ca. vier Monate in Gebrauch - ich erwartete Top-Zustand (hatte vorher beim Vorbeilaufen nicht so genau darauf geachtet, aber meine Becken sind nach vier Jahren noch immer in einem Top-Zustand - war also selbstredend davon ausgegangen). Mit Unterschrank, verklebter Strukturrückwand, Beleuchtung (T5), Filter, Heizer und CO2- Anlage soll es 799,00 Euronen kosten. Ich wollte es kaufen. Es war prima zwischen einigen Neubecken arrangiert. Als ich es genau geprüft habe, habe ich fette Kratzer auf den Seitenscheiben entdeckt, außerdem war der Unterschrank teilweise brutal abgestoßen. Diese dort verklebte Rückwand gefällt mir gar nicht.
    Fazit: Für 799,00 Euro bekomme ich regulär ein neues Becken mit Unterschrank, Beleuchtung, Heizer und Filter inklusive. Ich müsste mir nur noch eine Rückwand, die mir dann auch gefällt, und eine CO2-Anlage zulegen. Die CO2-Anlage werde ich vielleicht auch irgendwo günstig erstehen können. Ich werde dieses Becken also nicht kaufen und kann mir deswegen auch noch Zeit lassen.

    Als erstes Projekt werde ich den Planarien in meinem 60er endlich mal den Garaus machen (in meinem diesbezüglichen Thread werden in Kürze Fragen erfolgen). :wink:
    Und danach alles Stück für Stück.

    Die von mir gestellte Frage bezüglich der Transportabilität (tolles Wort) ist mir aber echt wichtig für meine weitere Planung.

    Ich danke Dir herzlich mit vielen Grüßen von Henny (Andrea)
     
  7. Habe den Thread nicht gefunden, darum antworte ich hier einfach mal.
    Hast du schon an NoPlanaria von Biomax gedacht? Hat bei mir zwar erst nach der 3. oder 4. (überdosierten) Anwendung endlich dafür gesorgt, dass keine Planarien mehr nachkommen, aber letztendlich hat es geholfen. Bei anderen hat es wohl schon schneller geklappt.

    mfg
    danny
     
  8. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin Henny,

    bei genügend "Man/Woman-Power seh ich für keines deiner Becken ein Problem. Für das 200er sollten es aber dann schon vier kräftige Leute sein.

    Für die Planarien kannst dir auch Flubenol vom Tierarzt holen. Egal, ob das Pulver oder dieses Wurmmittel für Katzen in Pastenform, wirken tut beides.

    Gruß
     
  9. Hi Olli,

    danke noch mal für die Info. Zu Flubenol hattest Du mir auch in dem anderen Thread bereits geraten.

    @ Danny: Ich danke auch Dir für Deinen Tipp. Ich werde es aber mit Flubenol versuchen, weil einige hier damit schon sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

    Für Interessierte ist hier der Link zu dem Thread:
    krankheiten-f6/panzerwels-krank-mit-rotem-bauch-t108295.html#p782276
    Meine weiteren Fragen zur Vorgehensweise im Krieg gegen die Planarien werde ich dort stellen.

    Viele Grüße von Henny (Andrea)
     
  10. Hallo Andrea,

    Achtung:Nun wirds mal etwas länger und an manchen Stellen wahrscheinlich sehr unbequem. :mrgreen:

    Und nun stell Dir einfach mal die Frage was Du mit einem Aquarium bewerkstelligen willst?
    Was ist die Triebfeder dahinter?
    Ist es für Dich wichtiger Fische in einem vernünftigen Rahmen zu pflegen und Spass am Hobby zu haben?
    Oder ist es für Dich wichtiger ein Studium in wässriger Chemie zu absolvieren?

    Für viele Leute sind die AQ Foren ein Schauplatz um mal mit chemischen Abläufen den "dicken Max" zu machen.
    Schaut man dann genauer hin, dann haben diese Leute zwar ne chemische Ausbildung, nur hapert es daran das Hobby AQ auch zu leben.
    Oft steckt hinter diesen theoretischen Konstrukten keine eigene handfeste Aquaristik sondern nur hohles Gelaber um der Chemie willen.
    Man will anderen Leute mal zeigen wo der Hammer hängt.
    Fällt man auf solche Sachen rein, ist man eh der angeschmierte Looseruser.
    Man will mitstinken im Konzert der chemophilen Aquaristiker.
    Und was dann passiert blockiert eher die eigene Aquaristik, die Selbstzweifel überwiegen, man möchte nun mit Laientests irgend etwas im Milligramm pro Liter nachweisen und erhofft sich dadurch eine bessere eigene Aquaristik.

    Man vergisst seine eigene Becken, man verdrängt seine eigenen Beobachtungen und schaut ehrfürchtig auf die "chemischen Erklärbären".

    Das diese Leute mitunter sehr genau ein Aquarium haben und da rumpfuschen auf Teufel komm raus wird dann schön ignoriert.
    Der Gipfel der Angelegenheit ist dann wenn die Chemophilen den Aquaristikern erklären wollen warum da keine Nachzuchten zu erwarten gewesen wären.
    Und sich die Wächter über pH und KH die Augen reiben warum dann doch Jungfische da sind.

    Die meisten Leute begreifen gar nicht, dass eine "Antwort aus der Hüfte" nicht durch Bücher lesen kommt, sondern erarbeitetes Wissen und Praxis ist.
    Viele Leute mimen in den Foren die Oberberater und senfen rum ohne eine handfeste Aquaristik dahinter zu haben.
    Das sieht im ersten Moment zwar toll aus, beim zweiten Blick bleibt aber nur Enttäuschung übrig.

    Und genau so geht es nun Dir, Du stehst an der Schwelle.
    Willst Du mehr machen und weiter gehen?
    Oder willst Du theoretische Denkmodelle diskutieren?
    Du siehst Sachen in deinen AQ, die Du dir nicht 100% erklären kannst und fragst nach.
    Und aus dem gleichen Grund gibst Du keine Antworten bei denen Du dir nicht 100% sicher bist.
    Das sind keine Defizite, das ist mal ne korrekte Einstellung!

    Und glaube mir, Du kannst den Krause 10mal Lesen, das bringt deiner eigene Aquaristik genau nichts.
    Vom Lesen ist noch nie ein Aquarium besser beworden.
    Aquaristik entwickelt sich über ausprobieren und machen, nicht über nachdenken, lesen und nicht machen.

    Um eine Co2 Anlage vernünftig zu betreiben muss man auch kein Chemiestudium abgeschlossen haben.
    Manchmal wird das zwar so dargestellt, aber das sind wiederrum nur unnötige Stöckchen die einem in den Weg geschmissen werden.
    Du solltest mal sehen wie ich hier zum Teil mit meinen Becken umspringe (ja auch mit Fischen drin).
    Da würde so manchem "Dummschwätzer" mal glatt der Unterkiefer runterfallen.

    Nur mal um zu sehen was geht:
    http://www.aquaristik-normal.de/html/kellerumbau.html

    Sodele, genug der "Kopfwäsche".
    Du bist nicht auf den Kopf gefallen und kannst 1 und 1 zusammenzählen.
    Und wenn Du meinst zu einem Thema etwas sagen zu müssen, dann tu das.
    Hier reisst Dir niemand den Kopp ab.

    Nur diese allgemeine Verunsicherung von Leuten kann es echt nicht sein.
    Wenn jemand hinter einem Problem etwas vermutet, so soll er das sagen.
    Man kann ja auch drüber schreiben: "Ich vermute, ich glaube, ich bin mir nicht sicher..... aber...."

    Das bringt Diskussionen in Gang und alle können was lernen.
    Wo niemand was lernen kann, sind diese hingerotzten Brocken an Halbwissen, die "verkauft" werden als Wissen.
    Da schwillt der Kamm und diesen Hohlbirnen muss deutlich aufgezeigt werden wo ihre Grenzen sind.

    In dem Sinne: Du machst das. Davon bin ich überzeugt.

    Beste Grüße
    Martin
     
  11. Hallo Martin,

    ich danke Dir ganz herzlich für diese 'Kopfwäsche' - unangenehm finde ich sie in keinster Form - ganz im Gegenteil! :D
    Deine klaren Worte sind genau das, was ich vermutlich mal brauchte. :thumright:
    Du hast es absolut auf den Punkt gebracht: Ich blockiere mich teilweise selber, weil ich meine, nicht genug Fachwissen zu haben, und vernachlässige deswegen sogar manchmal die praktische Arbeit im meinen AQ's.
    Du hast völlig recht, mein Anspruch nimmt mir schon teilweise den Spass an meinem Hobby, weil ich nur sehe, was ich alles nicht weiß und deswegen frustriert bin. Das soll so nicht sein und das will ich auch nicht. Eigentlich will ich einfach nur Spaß an den AQ's haben und dafür sorgen, dass es meinen Fischen möglichst gut geht. Und ich möchte mich aquaristisch weiterentwickeln...

    Ja, will ich! Ich werde meinen Kopf wieder mehr in AQ-Wasser als in Bücher und in Foren-Beiträge stecken. 'Learning by doing' - wie der Lateiner sagt. :mrgreen:

    Martin, ich finde es wirklich ganz toll von Dir, dass Du Dir die Zeit genommen und Dir die Mühe gemacht hast, so auf meine Befindlichkeit einzugehen.
    Es klingt jetzt vielleicht blöd, aber mich hat das schon ein wenig berührt. :danke:

    Wenn ich mal wieder in Hannover vorbeikomme, gebe ich ein Bier aus!

    Viele Grüße von Andrea
     
  12. Hallo Andrea,

    Martin scheint radikal die eine Seite der Aquaristik zu vertreten: die, die auf das Verstehen der Zusammenhänge zu verzichten scheint und auf Versuch und Irrtum beruht. Das sei ihm ungenommen.

    Ich weigere mich aber zu glauben, daß jemand, der so schreibt, wirklich diesen Standpunkt vertritt. Mir scheint, daß damit eher Eindruck geschunden werden will. Wer Worte wie "dicken Max", "hohles Gelaber", "angeschmierte Looseruser" und andere Überzeichnungen benutzt, haut selbst gewaltig auf den Putz und ist damit nicht besser oder schlechter als die Leute, von denen er schreibt.

    Wenn Du wissbegierig bist, laß es zu und versuche zu verstehen. Wenn nicht, dann halt nicht. Für Dich zählt nur, was Du selbst willst, nicht was andere hochpolemisch von sich geben.

    Grüße, Markus
     
  13. Hey,

    das Problem ist halt nur, an das Zeug ranzukommen. Mir wurde damals auch schon gesagt, dass es nicht sonderlich einfach ist. Als ich dann hier in Göttingen rumtelefoniert habe, habe ich nur zwei Tierärzte erreicht und die waren weder auf irgendeine Weise auf Fische spezialisiert noch dazu bereit, mir Flubenol zu verschreiben.
    Zudem ist das NoPlanaria rein pflanzlich. Zwar haut es die meisten Schnecken um, aber wirksam ist es allemal.

    @ Markus: Du bist einfach noch nicht lange genug hier dabei, um zu wissen, dass das mal gerade das totale Eigentor war. Lies einfach mal mehr Beiträge von Martin. :wink:
    Zudem wäre mal ein Update deiner Rechtschreibung angebracht. Heutzutage heißt es "dass" und "lass".

    mfg
    danny
     
  14. Hi,

    nett von Dir, aber danke. Ich brauche keine Eingewöhnungszeit in einem Forum, um meine Ansichten zu formen. Die haben sich ohne Foren gebildet und werden von Foren nicht beeinflußt, schon gar nicht durch Basher (ich meine nicht Dich).

    Man muß nicht bei allem mit der Zeit gehen. Wenn Du Dich an meinen angeblichen Rechtschreibfehlern störst, behalte sie doch einfach für Dich.

    Grüße, Markus
     
  15. Noch ein bisschen OT:

    Man kann ja zur neuen deutschen Rechtschreibung stehen, wie man will, aber die neuen Regeln zur Verwendung von 'ß' und 'ss' sind mehr als einleuchtend. Bei langen Vokalen und Diphthong wird 'ß' verwendet, bei kurzen Vokalen 'ss'.

    Mit der Zeit muss man nicht gehen, mit dem Fortschritt allerdings schon. :wink:

    mfg
    danny
     
  16. Hi,

    @ Danny: Worin siehst Du den Vorteil von 'NoPlanaria von Biomax'? Wäre aber super, wenn Du mir in dem von mir verlinkten Thread antworten würdest, weil mein Planarien-Problem in diesem Thread eigentlich nichts zu suchen hat. Danke Dir!

    @ Markus:
    Ich glaube, dass Martin Krüger einer der Wenigen in diesem Forum ist, der die übergreifenden Zusammenhänge in AQ`s absolut versteht. Er hat auch niemals von 'Versuch und Irrtum' zu Lasten der Fische gesprochen. Er hat davon gesprochen, aquaristisch aktiv zu sein, eigene Erfahrungen zu sammeln und bei Bedenken hier sofort nachzufragen.

    Markus, ich habe aufgrund Deiner Reaktion den Eindruck, dass Du Dich von Martin persönlich angesprochen fühlst. Ist mein Eindruck richtig?
    Da ich hier in diesem Forum viel rumlese, gebe ich Dir einfach mal mein persönliches Feedback:
    Ich habe etliche Deiner Beiträge gelesen. Du erweckst den Anschein, wasserchemisch sehr fit zu sein. Ob das wirklich so ist, kann ich aufgrund der von mir vorher beschriebenen Defizite kaum bewerten. Allerdings hätten mich viele Deiner Beiträge als Fragesteller absolut überfordert. Ich hätte damit auf Anhieb nichts anfangen können - sie wären mir zu 'hochtrabend' gewesen. Das mag an mir liegen, aber vielleicht geht es auch anderen Usern so...? :mrgreen:

    Ja, ich bin wissbegierig. Ich werde auch weiterhin Bücher und Forenbeiträge lesen und nachfragen. Aber ich werde einfach mehr 'machen'. Und ich werde nach und nach immer mehr 'verstehen'.
    Warum empfindest Du Martin's Beitrag als 'hochpolemisch'? - Ich kann das in keinster Form nachvollziehen.
    Wenn mir Martin in der Vergangenheit etwas fachlich erklärt hatte, habe ich persönlich noch nie ein Verständnisproblem damit gehabt.

    Ich habe gerade das Gefühl, dass Dein Kommentar auf Martins Beitrag auf einem 'Bauchgrummeln' von Dir beruht, und sich nicht auf konktrete Fakten bezieht. Wie schätzt Du das selber ein?
    Wir können uns auch gerne weiter im 'Talk-Bereich' darüber austauschen.

    Viele Grüße von Andrea
     
  17. Moderlieschen

    Moderlieschen Moderator AQL-Team

    Hi,

    @ Danny: Also, ich muss gestehen, das mit der neuen dt. Rechtschreibung ist auch nicht mein Ding. Ist mir aber auch echt wurscht (= wurst =egal) Ich mache das immer noch so, wie ich es gelernt habe...und das ist halt schon ein Weilchen her. Vielleicht gehts Markus ähnlich. Finde, hier gibts schlimmere Beiträge (die man erst übersetzen muss) :wink:

    @ Martin: Danke, dass du Andrea den Kopf gewaschen hast! Sie verunsichert mich immer mehr :wink: ...und langsam habe ich mich auch schon gefragt, ob ich nicht zu "klein" bin, für den grossen "Pott", den ich plane.

    @ Andrea: Eigentlich sind meine Aquarien die letzten 17 Jahre alle gut gelaufen (abgesehen von den üblichen lösbaren"Problemchen"). Seit ich hier dabei bin, versuche ich, ALLES besser zu machen und bin ständig am Grübeln, Nachdenken, messe PO4, was ich vorher gar nicht kannte, usw. Warum nur? Die Tips, die man hier bekommt sind toll, aber ich denke, man sollte ab und zu auch auf das Bauchgefühl hören, ausprobieren und etwas mehr Mut an den Tag legen.

    Ich glaube, wir sollten das nicht gar so kritisch sehen. Lass uns starten :D

    Ich hab jetzt versucht, keine "ß" zu benutzen, hoffe ich hab nichts übersehen :mrgreen: Und was war nochmal Diphtong? Vergessen! :shock:

    Grüßle Petra
     
  18. Hi Petra,
    Ja, ein 'Hoch' auf Martin! :D
    Aber bitte, liebe Petra, das ist doch hier der einzige Thread, in dem ich mich über meinen eigenen geistigen Wirrwarr so grundsätzlich ausgelassen habe. Dabei geht es doch um MEINE individuelle Denkweise und nicht um DEINE! Du kannst Deine Überlegungen doch für Dich selber anstellen.
    Warum bist Du denn bitte deswegen so grundsätzlich verunsichert und brauchst erst jemanden, der 'MIR den Kopf wäscht' damit DU guten Gewissens weitermachen kannst? - Du hast doch einen eigenen Kopf!?

    Okay, wir werde beide irgendwann und irgendwie mit unserem nächsten Pott starten! :wink:

    Viele Grüße von Andrea
     
  19. elchi07

    elchi07 Moderator AQL-Team

    Hallo Markus,
    so ein Blödsinn. Du hast den Beitrag von Martin überhaupt nicht verstanden. Die Kernaussage von Martin ist doch, dass man vor lauter Theorie (die Martin drauf hat) die Praxis nicht vergessen sollte (und die hat Martin auch). Was nützt einem alle Theorie, wenn man sie nicht praktisch umsetzen kann.

    Und gerade in der Wasserchemie der Aquaristik muss man auch einmal die handelsüblichen Wassertests betrachten. Selbst bei den so hoch gelobten Tropfentests muss man bei deren Anwendung die Messtoleranzen bzw. möglichen Messfehler berücksichtigen. Die stehen aber nicht in den Werbezetteln der Hersteller. Viele in Foren geschilderte theoretisch problematische Wasserwerte beruhen auf Meßungenauigkeiten und Messfehler. Das kapiert man aber nur durch praktische Erfahrung und nicht durch graue Theorie. Deshalb muss man ein Aquarium immer im Ganzen betrachten und nicht nur auf Wasserwerte reduzieren.

    Viele Grüße
    Roman
     
  20. Moderlieschen

    Moderlieschen Moderator AQL-Team

    Hallo Andrea,

    1. mein geistiger Wirrwarr ist derselbe
    2. meine Denkweise ist dieselbe
    3. ich habe die Kopfwäsche auf mich bezogen. Kann ja nicht schreiben: Danke Martin, daß du MIR den Kopf gewaschen hast (hat er ja nicht :D )
    4. Ja, und weil es mir eben genau gleich geht, wie dir und ich seit Wochen (Monaten?) überlege...soll ich? Oder ist das Projekt doch zu groß? Sollte ich nicht erst meine Pinselalgen in den Griff bekommen? Sollten wir nicht erst den neuen Fußboden verlegen, was ist mit der Statik?Hmm...eigentlich hat sie ja recht...oder sieht sie (ich) das zu eng...

    Alles, was du schreibst, könnte von mir sein! Tut mir leid, daß das so ist. Kann ja nix dafür. Ich bin einfach grad total :?

    Grüßle Petra
     

Diese Seite empfehlen