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Besatzfrage 240L

Dieses Thema im Forum "Fische" wurde erstellt von Tüpfelblatt, 6. Januar 2019.

  1. Guten Morgen, :)

    da wir (mein Mann und ich) noch Anfänger in der Aquaristik sind, bitten wir um Hilfe bezüglich des Besatzes.

    Wir haben uns vor etwas über einem Jahr ein 240L Becken angeschafft. Bis dato hatten wir verschiedene Fische. Unter anderem Guppys, Panzerwelse, Saugschmerlen, Antennenwelse und Schwertträger. Mit den Guppys hatten wir wenig Erfolg, die sind uns nach und nach ohne ersichtlichen Grund eingegangen, weswegen wir keine mehr haben wollen. Auch die Schwertträger schienen sich nicht richtig wohl zu fühlen, sind aber nicht (jedenfalls nicht alle) gestorben. Im Sommer letzten Jahres ist uns leider die Pumpe kaputt gegangen und über Nacht sind alle Fische eingegangen. Unser Start in die Aquaristik lief somit nicht besonders erfolgreich. Kurz zu erwähnen, die oben erwähnten Fische waren nicht zur selben Zeit im Becken.

    Wir haben das Becken dann mehrere Monate komplett besatzlos laufen lassen, die Pflanzen haben sich gut erholt (die Wasserwerte waren nach dem großen Fischsterben leider absolut im Keller) und sind prächtig gewachsen. Nach einem Wasserwerte-Test bei einem Aquaristikhändler erwähnte dieser, dass unsere Werte wieder "top" wären und wir dieses wieder besetzen können - gesagt, getan.

    Dies sind die aktuellen Wasserwerte (zuletzt getestet, gestern Abend 05.01.19) sowie Besatz und Pflanzenbewuchs:

    Werte:
    Temperatur: 23°C (im Sommer ist es zeitlich auf 30 °C gestiegen)
    pH: 7,5-8
    KH: 6 °dKH
    GH: 11°dGH
    Nitrit: 0,025 mg/l
    O2: 10 mg/l
    Alles getestet mit Tröpfchentest

    Bepflanzung und Beiwerk:
    2x Amazonas Schwertpflanze (Echinodorus bleherae)
    3x Aufsitzerpflanze (anubias barteri var. nana mini)
    1x Wasserkelch (Cryptocoryne wendtii) [recht groß, steht im hinteren Aquariumteil]
    2x Javafarn Windelov (Microsorum pteropus Windelov) [relativ buschig]
    2x halbe Kokusnussschalen
    1x große Mangrovenwurzel in der Mitte des Aquariums, bepflanzt mit 2 Anubias
    1x kleine Moorkienwurzel bepflanzt mit einer Anubias
    2 kleine Pflanzen wo der Händler meinte, dass sie mit wenig Licht klar kommen, diese sitzen unter den Blättern einer Amazonas Schwertpflanze, den Namen kenne ich leider nicht
    1x kleiner Bodendecker, sieht ein bisschen aus wie Gras und hat Auswürfe zur Seite gebildet, Name leider auch nicht bekannt.
    Steine in verschiedenen Größen
    feiner heller Sand
    3 Seemandelbaumblätter

    Besatzung:
    20 Neonsalmler XXL
    10 Otocinclus

    Zu den Neons und den Welsen sollen nun noch andere Fische einziehen, jedoch wissen wir nicht so recht, welcher Besatz sich bei unseren Werten am besten eignet.

    Ich dachte zuerst an ein Schmetterlingsbuntbarsch Pärchen. Aber deren Haltung ist wohl anspruchsvoll und als Anfänger fühlen wir uns dem nicht gewachsen. Dann war die Idee über ein Pärchen Purpurbuntbarsche. Doch hier hab ich gelesen, dass die bei der Aufzucht von Babys ziemlich aggressiv werden und ich möchte nicht, dass das Pärchen die Neons und Welse angeht.
    Also haben wir diese auch wieder verworfen.

    Ein Aquarium nur mit Neons und Ohrgitterharnischwelsen wirkt aber ein bisschen farblos, mir fehlt hier ein Blickfang-Fisch, auch wenn die Neons schön zu beobachten sind.

    Mir fehlt leider das Wissen und auch die Idee, sowie die Erfahrung, welche Fische denn geeignet wären. Habe hier im Forum einiges zur Besatzhilfe gelesen, doch so recht passt nichts zu unseren Werten und vorhandenem Fischbesatz. Wir sind ein wenig ratlos. :/

    Ich hoffe, hier sind ein paar Kenner, die uns ein bisschen unter die Arme greifen können. :)

    Liebe Grüße
    Sandra
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2019
  2. Z-Jörg

    Z-Jörg Mitglied

    Moin Sandra,
    23°C erscheint mir sehr wenig, für eure Fische solltet ihr schon auf 26°C erhöhen.
    Wie oft macht ihr denn Wasserwechsel, denn es ist eher ungewöhnlich, dass das große Fischsterben einsetzt nur weil ein Tag der Filterxausfällt.
    Erst rech bei so niedriger Temperatur.
    Bei 240l könnte man über größere Fadenfische oder sogar über Skalare nachdenken.
     
  3. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin Sandra,

    herzlich willkommen hier. Wie Jörg schreibt, ist 23 Grad schon untere Kante, vor allem, wenn die Neon Paracheirodon axelrodi (roter Neon) ist. Der braucht mindestens 26 Grad, eher etwas mehr. Auch die Otos, wahrscheinlich ja Otocinclus hoppei, mögen es wärmer. Achte bei denen extrem auf die Bäuche, normal sollten die erst in gut eingefahrene, etwas verschlunzte Becken, damit die nicht vrehungern. Die sollten richtig runde Bäuche haben nach der Fütterung.

    Was mich etwas irritiert ist euer hoher PH-Wert, der passt nicht so richtig zu den anderen Werten. Habt ihr einen Sprudelstein drin oder wird die Oberfläche stark bewegt? Kannst du mal ein Bilde des Becken einstellen? Hier würde ggfs. ein Säckchen mit Torf Wunder wirken, alternativ oder ergänzend Erlenzapfen reingeben.

    Schmetterlingsbuntbarsche würde ich nicht empfehlen. Die sind zwar viel robuster als sie immer dargestellt werden, aber dafür passen eure Werte nicht und die wollen auch hohe Temperaturen. Purpurprachtbarsche gingen super, die Agression wäre gegenüber dem vorhandenen Besatz auch erträglich, aber man wird die Jungfische teils überhaupt nicht los.

    Ich würde euch zwei Arten vorschlagen, die entweder jede für sich, aber auch beide zusammen haltbar wären. Wenn ihr bei Südamerika bleiben wollt, wäre ein Paar Apistogramma geeignet. Bitte nicht ein Trio anschnacken lassen, sondern erstmal mit einem Paar anfangen. Sehr robust wären Apistogramma borellii, die kämen auch mit dem höheren PH-Wert klar. Wenn ihr es etwas bunter wollt, käme auch A. cacatoides oder A. macmasteri in Frage. Alle drei Arten bekommt mn auch recht gut im Handel.

    Alternativ wären Zwergfadenfische sehr interessante Fische, bei eurer Beckengröße gingen auch Trichogaster trichopterus. Die gibts auch in verschiedenen Farbvarianten. Die Arten gehen durchaus auch beide, wobeiDie Fafis halt aus Asien kommen. Statt der Fadenfische gingen auch ein Paar Makropodus opercularis, die kommen sogar sehr gut mit den niedrigeren Temperaturen klar.

    Ach ja, ein Foto des Beckens würde viel bringen

    Gruß
     
  4. Hallo Jörg, danke für deine Antwort. :)

    Einen Wasserwechsel machen wir alle 2-3 Wochen um ca. 25 %.

    Das große Sterben war im Sommer und da war das Aquariumwasser bei ca. 30° C. Wir vermuteten, dass der Sauerstoff aus dem Aquarium entwichen ist.

    Skalare möchte mein Mann leider nicht. Fadenfische haben wir uns angesehen und kommen tatsächlich in betracht.

    Wegen der Temperatur habe ich mal die Heizung überprüft und festgestellt, dass die diese gar nicht an war. Jetzt sollte es wärmer werden.

    Vielen Dank dafür.

    Für weitere Anregungen und Verbesserungen sind wir offen. :)
     
  5. fischolli

    fischolli Mitglied

    Hi,

    Wasserwechsel solltet ihr deutlich erhöhen. Alle 2 Wochen ist ok, dann aber bitte 40-50%

    Gruß
     
  6. Hallo Olli,

    danke auch dir für deine ausführliche Antwort. :)

    Wir werden dann zukünftig einen Wasserwechsel von 40-50 % anstreben.

    Wie erwähnt habe ich festgestellt, dass die Heizung gar nicht aktiv war. Die hatten wir im Sommer ausgestellt und wohl versäumt als das Wetter kälter wurde, wieder an zu machen. Dies ist jetzt geschehen und dann sollte es auch mit der Zeit die richtige Temperatur für die Fische haben.

    Der ph-Wert ist schon immer in einem recht hohen Bereich gewesen, wir haben es bisher auch nicht runter bekommen. Du sagst ein bisschen Torf würde helfen? Wie mache ich das denn? Hänge ich den Sack einfach so ins Wasser oder muss der irgendwie mit in den Filter und wenn ja, wo im Filter? Wir haben einen Eheim Außenfilter, ich weiß nicht welcher, aber beim Kauf sagte uns der Vorbesitzer, dass dieser sogar Aquarien mit 400L packen würde.

    Die verschiedenen Fische die du empfohlen hast schaue ich mir mal an, aber dann würde ich gerne vorher den ph-Wert mit dem Torf angleichen. Ach ja, wie lange muss der Torf drin bleiben? Dauerhaft? Muss der irgendwann ausgewechselt werden und wenn ja, wie oft?

    Wir besitzen keinen Sprudelstein aber der Wasserfilter-Ausgang erzeugt an der Wasseroberfläche eine Strömung, wodurch die Wasseroberfläche schon stark bewegt wird.

    Ich habe die Otos heute mit 2 Futtertabletten gefüttert, ich habe bisher nicht beobachten können, dass sie sie fressen, aber sie waren relativ schnell verschwunden. Nur ich kann nicht sagen, ob die Otos wirklich "dicke" Bäuche vom fressen haben. Da fehlt mir leider die Erfahrung.

    Ich habe mal direkt wie gewünscht Fotos vom Aquarium gemacht und auch von den Welsen. Vielleicht kannst du mir sagen, ob sie einen dicken Futter-Bauch haben.
    Aqua.jpg

    Aqua links.jpg

    Aqua rechts.jpg

    Oto 1.jpg

    Oto 2.jpg

    Und danke für die vielen Anregungen der möglichen Fischarten. Sobald wir den ph-Wert durch Torf? oder Erlenzapfen? angeglichen haben, wird dann eine neue Fischart einziehen.

    Gruß
    Sandra
     
  7. fischolli

    fischolli Mitglied

    Hi,

    soweit ich das sehe, sehen die Bäuche recht gut aus bei den Otos, ich erkenn da eine deutlich Wölbung nach aussen. Das Becken ist schön, aber wirkt sehr hell. Um den Boden etwas abzudunkeln und gleichzeitig etwas für die PH-Wert-Senkung zu tun, könntet ihr auch ordentlich Buchen- und Eichenlaub einbringen.

    Den Torfsack könnt ihr auch irgedwo hinter einer Pflanze o.ä. verstecken, muß nur gut durchspült werden, also nicht in Stoffbeutel, sondern am besten ein Netz dafür verwenden. Den Torf solltet ihr jede Woche wechseln, dann ist der ausgelutscht. Mn muß auch nicht den teuren Torf aus dem Aquarienfachhandel nehmen, wenn ihr irgendwo unbehandelten Torf herbekommt. Idealerweise Schwarztorf.

    Ansonsten sieht das Becken prima aus.

    Gruß
     
  8. Buchen- und Eichenlaub? Kann man das einfach so auf der Straße einsammeln? Also geht einfach das Laub, was man so auf den Straßen findet und reicht es dann, das Laub mit kochendem Wasser abzuspülen oder sollte man es im Topf lieber einmal gut aufkochen um wirklich alle Keime zu töten? Und wenn das mit dem Laub auf der Straße einsammeln geht, wie viel Laub sollte denn dann am besten in das Becken? Mein Mann kam jetzt auf die Idee mal eben zum nahe gelegenen Sportplatz zu laufen und dort einfach Eichenlaub einsammeln, was da noch so vom Herbst rum liegt. Und wo bekomm ich das her, wenn nicht grade Herbst und Winter ist? Oder sollt ich in der Zeit darauf verzichten und nur auf Torf hoffen? :D

    Ich gehe mal davon aus, dass der Torf immer im Becken sein sollte, damit der ph-Wert auch auf dem Wert bleibt und später nicht wieder ansteigt oder?

    Entschuldige, dass ich dir Löcher in den Bauch frage, aber wir möchten wirklich alles richtig machen. Ich mag nicht wieder so ein Fischsterben haben, wie vor mehreren Monaten. :(

    Und danke für das Kompliment für das Aquarium. :)
    Ich hatte mich auch total gefreut, dass eine Schwertpflanze einen Blütenstil gebaut hat und da jetzt viele Ableger dran wachsen. Sowas ist doch meist ein Zeichen dafür, dass es der Pflanze gut geht oder?
     
  9. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    ja, du kannst einfach das Laub nehmen, was unter den Bäumen liegt. Wenn möglich, nimm nicht das, welches direkt an einer vielbefahrenen Strasse liegt, obwohl ich da nicht so kleinlich bin und z.B. Hunde-Pipi für nicht so schädlich halte, wie viele andere. Wenn ihr eine Stelle habt, wo keine Autos langfahren, ist es auch gut. Ich würde das Laub einmal kurz überbrühen, aber eher, damit es schneller absinkt. Diese Panik wegen irgendwelcher Keime teile ich nicht. Wenn da dann noch irgend eine Raupe oder ein Käfer dransitzt, ist das halt Lebensfutter. Wenn du dir Biotop-Aufnahmen asiehst, sind die Laubschichten teils extrem dick. Insofern könnt ihr das nach eigenem Geschmack machen, wieviel ihr da reingebt. Im Moment ist schlecht it Laub sammeln, weil alles klatsch-nass ist. Aber, im nächsten Herbst einfach mal sammeln, wenn das schön trocken ist und Wintervorrat anlegen (wie die Eichhörnchen). Bei uns in Waldgebieten findet man aber das gesamte Jahr noch trockenes Laub, gerade Eiche verrottet ja nicht so schnell. Nachschub ist m.E. kaum ein Problem.

    Torf kannst du tatsächlich dauerhaft reinhängen. Wenn Ihr dann langfristig bei Weichwasserfischen bleibt, wird sicher auch irgendwann eine kleine Osmoseanlage den Weg zu euch finden. Dann wird das Senken des PH-Wertes deutlich einfacher.

    Bei deiner SChwertpflanze muß ich dich leider enttäuschen, der geht es nicht wirklich gut. Wie man auf den Bildern sieht, sinde mehrere Blätter gelblich verfärbt. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass es an etwas mangelt. Echinodorus nehmen ihre Nährstoffe im wesentlichen über die Wurzeln auf. Du kannst denen mal so ein Düngestäbchen für Zimmerpflanzen unter die Wurzeln schieben und schauen, ob es dann besser wird. n den meisten Fällen sind diese Gelbfärbungen ein Kalium oder Eisenmangel. Vielleicht mal einen Fe-Test machen oder machen lassen. Was und wie düngt ihr eure Pflanzen?

    Gruß
     
  10. Guten Tag,

    oh, das ist natürlich doof. Gedüngt haben wir bisher mit so Düngekugeln die man in den Sand in der Nähe der Wurzeln drückt. Die letzten haben wir aber schon vor mehreren Monaten in den Sand gedrückt.
    Ich habe auch mal sofort einen Fe-Test gemacht und irgendwie war das komisch. Es ist ein Tröpfchentest und laut Messkarte soll die Farbe hellrosa bis lila anzeigen, die Farbe mit der Chemikalie hatte aber einen leichten Gelbstich, habe den Test sicherheitshalber ein weiteres Mal wiederholt mit selben Ergebnis, also gehe ich mal davon aus, das Fe nicht wirklich nachweisbar ist, ergo muss wieder gedüngt werden.

    Und da heute sowieso ein Teilwasserwechsel ansteht - diesmal mit 50 % Wasser - kann ich auch gleich die neuen Düngekugeln einsetzen, die ich noch im Schrank - ich denke mal vom Vorbesitzer - gefunden habe. Oder ist das bedenklich? Immerhin war die Packung schon eine ganze Weile offen und stand einfach im Schrank rum.

    Ich hatte mal schnell Osmoseanlage gegooglet, weil mir das nur bedingt ein Begriff war. Die sind ja doch ziemlich teuer. Gibt es denn da auch günstige, aber doch zu empfehlende Anlagen? Ich bin mir nicht sicher, ob eine Osmoseanlage für 300 € oder 500 € für ein 240L Becken wirklich notwendig ist, also zumindest für den Preis.

    Wenn das mit den Düngekugeln nicht in Ordnung ist, dann werde ich heute Abend mal direkt neuen Dünger mitbringen, wenn ich das Torf geholt habe; ich hoffe, dass sie bei uns im Baumarkt unbehandelten Schwarztorf haben, den ich nutzen kann.

    Gibt es denn sonst noch etwas, was du an unseren Aquarium zu bemängeln hast? Wie siehts mit der Einrichtung aus und allgemein der Pflanzen? Sollten wir etwas ändern? Pflanzen raus und andere Pflanzen, vllt passendere zu den Fischen, rein?

    Danke schonmal für deine bisherige Hilfe. :)

    Gruß
    Sandra
     
  11. Kleiner Schussel

    Kleiner Schussel Mitglied

    Hallo Sandra,
    bei den Umkehrosmoseanlagen gibt es mit Sicherheit günstigere.
    Es kommt ja auch drauf an wieviel Liter ihr in der Woche braucht.
    Bei meinen 2 Becken wechsele ich gesamt ca. 70 Liter /Woche, davon die Hälfte Osmosewasser, also 35 l. Ich habe mir 2 20l Kannister geholt und seh zu das die immer voll sind.
    Ich nutze eine kleine Umkehrosmoseanlage die gut 1,5 Stunden für 20 Liter braucht. Die hat auf alle Fälle weniger als 100 € gekostet.
    Wenn's interessiert such ich nochmal die genaue Bezeichnung raus.
    Ansonsten weiter viel Spaß beim Planen und beobachten,
    Gruß,
    Svenja
     
  12. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    Wie Svenja schreibt, gibt es kleine Osmoseanlagen für 70-80,--. Die schaffen dann zwar nicht unbedingt 1:1 (Osmosewasser : Abfallwasser), aber bei einem Aquarium ist das m.E. vertretbar. Ideal wäre, wenn du das Abfallwasser auch noch auffangen kannst und im Garten etc. nutzen kannst.

    Das Becken ist ansonsten sehr schön eingerichtet. Ich hoffe für euch, dass ihr keine Algenprobleme bekommt. So, wie ich das sehe, habt ihr fast nur langsam wachsende Pflanzen im Becken. Da entstehen schnell NÄhrstoffüberschüsse, die von den Algen als erstes verwertet werden. Vielleicht anfangs mal den NO3 und den PO4-Wert im Auge behalten.

    Vorne habt ihr ja Javafarn "windelow" sitzen. Eine tolle Pflanze, die ich auch sehr mag. Sitzt die im Sand oder ist dadrunter noch Holz oder Stein? Das sind eher Aufsitzerpflanzen, die bei mir nicht gut im Bodengrund wuchsen.

    Gruß
     
  13. Hallo Svenja,
    es wäre sehr nett von dir, wenn du mir mitteilen könntest, welche Osmoseanlage du nutzt. :)

    Hallo Olli,
    das Abfallwasser auffangen? Also einen Garten haben wir nicht aber einen Balkon mit mehreren Pflanzen und im Sommer immer Gemüse. :D Ich hab leider keine Ahnung wie so eine Osmoseanlage funktioniert und was du genau mit dem Abfallwasser meinst. Da muss ich mich nochmal schlau machen. Aber danke für die Info. :)

    Das Becken haben wir ja jetzt schon eine ganze Weile und bisher hatten wir nie Probleme mit Algen. Es hatten sich nur ein paar Fadenalgen (nennt man die so?) gebildet als wir mehrere Monate keine Fische drin hatten. Aber das waren nur ein paar wenige, seit wieder Fische drin sind sind auch keine Fadenalgen mehr sichtbar. Könnte das dann bedeuten, das zu wenig Dünger drin ist? Du erwähntest ja, das die Schwertpflanzen nicht so gut aussehen. Was mich überrascht weil die beiden in den letzten Monaten ziemlich gewachsen sind. Auch die fordere Javafarn ist mächtig gewachsen in den letzten Monaten. Aber die Düngekugeln habe ich mittlerweile benutzt sodass es hoffentlich den schwertpflanzen bald besser geht.

    Der Javafarn sitzt übrigens tatsächlich im Sand. Wir wussten bei Kauf nicht, dass es Aufsitzerpflanzen sind. Deswegen hatten wir sie in den Sand gepflanzt. Wie du auf den Fotos ja sehen kannst, sind die Pflanzen sehr buschig und "hoch". Das liegt daran, dass ein Teil davon nicht richtig im Boden festsitzt sondern nur leicht mit den Wurzeln im Sand verankert ist. Aber die beiden Pflanzen sind von anfänglich sehr kleinen Pflanzen mächtig groß geworden und haben auch viele kleine Ableger gebildet, weswegen sie links an der Seite au recht breit ist. Und selbst die Ableger bleiben im Boden sitzen, wenn man da grad nicht mit der Hand oder so den Sand aufwühlt.

    Hätte ich gewusst, dass das Aufsitzerpflanzen sind, hätte ich mich damals für eine andere Vordergrundpflanze entschieden :D Aber so gefällt es mir jetzt auch gut. :)
     
  14. Kleiner Schussel

    Kleiner Schussel Mitglied

    Hallo Sandra,
    hier kurz der Link
    https://www.amazon.de/Osmoseanlage-Profi-stufig-bis-380l/dp/B00J9VXU5I/ref=mp_s_a_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1546967378&sr=8-1&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=osmotech+profi&dpPl=1&dpID=414yVl1JdJL&ref=plSrch
    Die benutze ich jetzt seif knapp einem halben Jahr.
    Der Auslöser bei mir war das bei mir Phosphat mit 4 mg/l aus der Leitung kommt und dabei null Nitrat. Um das ein bißchen auszugleichen mische ich 1:1 und dünge Nitrat auf.
    Wenn's bei Euch funktioniert wie's ist, ist die Frage ob Ihr eine Anlage braucht. Es sei denn für die noch neu auszusuchenden Fische ;)
    Gruß,
    Svenja
     
  15. fischolli

    fischolli Mitglied

    Hi Sandra,

    wenn der Javafarn gut im Sand wächst und sich ausbreitet ist doch alles gut. Bei mir haben eingepflanzte Javafarn immer geschwächelt. Ich habe den auch, aber als Aufsitzerpflanze auf Holz und einem Stein.

    Wenn ihr keine Algen habt, umso besser für euch. Letzt war irgendwo mal ein Artikel der Kasselmann verlinkt, wo es genau um Mangelerscheinungen ging, der ist sehr gut geschrieben. Gibt's aber auch bei www.flowgrow.de gute Infos.

    Gruß
     
  16. Nabend,

    nachdem jetzt ein paar Tage vergangen sind hier ein kurzes Update:

    Schwarztorf haben wir leider nicht bekommen und unser Baumarkt in der Nähe hatte nur Säcke die über 80l groß sind. Die wollte mein Mann nicht kaufen und auch mir schien das ein bisschen zu viel.
    Also haben wir auf Schwarztorfgranulat zurückgegriffen, welches wir im Tiergeschäft gekauft haben. Damit das Granulat nicht so lose im Filter hängt habe ich es in einen Nylonstrumpf getan und dieses in den Filter gelegt (wir haben übrigens einen von JBL, hatte mich da vertan).
    Heute habe ich den ph-Wert getestet, weil auf der Packung steht, dass sich nach 2-4 Tagen etwas am ph-Wert ändern sollte. Jedoch ist der ph-Wert völlig unverändert und rein aus Neugier habe ich unser Leitungswasser getestet und dort ist der ph-Wert -wie überraschend- genau so hoch wie im Aquarium selbst.

    Jetzt frage ich mich natürlich, ob wir einfach zu wenig von dem Granulat in den Filter getan haben oder ob es an etwas anderes liegt. Was meint ihr? War es zu wenig? Ich habe das Granulat nicht gewogen, aber es ist ein dicker Strumpf geworden. Ich bin schlecht im schätzen, aber vllt waren es so 100-150g vllt auch mehr oder weniger. o_O
     
  17. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    zum einen ist das Granulat m.E. recht teuer, zum anderen finde ich auch, dass es eher das Wasser färbt anstatt den PH-Wert zu senken. Bei einer KH von 6-7 ist das allerdings auch darüber nur marginal möglich. Frag doch mal in einer Gärtnerei, die haben auch kleinere Mengen oder geben dir für kleines Geld mal einen Eimer voll Torf mit. Wichtig ist, dass der unbehandelt ist.

    Aber, Versuch doch mal mehr Laub einzubringen zusätzlich, das kann auch noch helfen. Und, zumindest die Apistogramma borellii, die A. cacatoides oder auch die Fadenfische kommen auch mit euren normalen Werten klar.

    Gruß
     
  18. Gisbert

    Gisbert Mitglied

    Hallo Sandra

    100g Torfgranulat für 240l ist in der Tat sehr wenig. Da wird sich bei euren Werten nicht allzuviel Messbares tun.
    Ich filtere schon sehr lange über Torf, habe verschiedene Torfmaterialien ausprobiert und nutze jetzt ausschließlich die "Torfpellets" von JBL.
    Da nehme ich aber 300g für 190l. Das drückt bei mir den ph Wert von 7,5 auf 6,5.
    Ich habe allerdings auch nur eine KH von 3 im Leitungswasser.
    Nach etwa 1 1/2 Monaten lässt die Wirkung dann allmählich nach.

    Grüsse G
     
  19. Hallo liebe Leute.

    Es ist ja mittlerweile ein bisschen Zeit ins Land gegangen.

    Wie Olli sagte, geht es unserer Amazonas-Schwertpflanze nicht gut, weswegen wir einige neue Düngekugeln eingesetzt haben. Leider scheint es ihr noch schlechter zu gehen. Es sieht mir danach aus, als hätte sie Eisenmangel. Jedoch verstehe ich das nicht ganz, wegen der Kugeln. Weil eigentlich nehmen sie Nährstoffe ja über die Wurzeln auf, weswegen ich das nicht so ganz nachvollziehen kann, dass sie Probleme hat. Oder liegt es an was anderem? Was meint ihr?
    Bilder der Pflanze hab ich beigefügt.

    Desweiteren hatte ich ja Torf in den Filter gelegt um den ph-Wert zu senken und nach Gisberts Post hatte ich das Torf nochmal entsprechend erhöht, ungefähr auf 300+g. Gemessen habe ich immer mit dem Tröpfchentest, jedoch hab ich da irgendwie immer dasselbe Ergebnis und habe trotz Torf denselben ph-Wert wie vor Einlage des Torfs, was ich schon merkwürdig finde.

    Mir fiel ein, dass ich mal einen ph-Wert Test in der Apotheke gekauft hatte um den Urin zu testen. Das sind so kleine Teststreifen die ph zwischen 5,6 und 8 anhand einer Farbe anzeigen. Und wenn ich damit den ph-Wert teste komme ich auf einen ph-Wert von 6,8 also 1 ph weniger als mit dem Tröpfchentest. Die Farben lassen sich ziemlich gut abgleichen. Meiner Meinung nach sogar besser als der vom Tröpfchentest, denn bei dem bin ich mir immer ziemlich unsicher welche Farbe das nun sein soll. Für mich sieht es dann halt aus wie 7,5 oder 8. Es könnte aber auch irgendwas mit 6,5 sein. :confused:
    Nun die Frage, kann ich mich auf diesen Test aus der Apotheke verlassen? Er ist zwar dafür gedacht den Urin zu testen, aber ich vermute mal, dass der schon recht genau ist. Was meint ihr? Hat damit jemand Erfahrung?

    Liebe Grüße
    Sandra
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 9. Februar 2019
  20. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    die Teststäbchen sind völlig ok und auch ausreichend genau. Im professionellen Bereich werden normal nur Teststäbchen benutzt. Noch genauere Altrernative wäre eine elektronisches PH-Messgerät, was sich m.E. aber nur lohnt, wenn man für bestimmte Fische in Grenzbereich gehen muß.

    Bei deinerAmazonas mach mal folgendes: Schneide mal alle gelblichen Blätter konsequent weg. Dannwarte ab, ob die neuen Blätter auch wieder gelb werden. Ausserdem zieh die Pflanze mal soweit raus, dass der Wurzelansatz zu sehen ist. Gelbe Blattfärbung kann leider mehrere Ursachen haben, neben Fe-Mangel auch Kaliummangel.

    Gruß
     

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