Aquarium anschaffen

Hallo zusammen,

ich heiße Kaja und bin neu hier. Ich überlege schon seit längerem mir ein schönes Aquarium anzuschaffen. Bevor ich das aber mache, möchte ich mich etwas mehr informieren und dachte, das geht am besten mit Leuten, die eventuell schon längere Erfahrungen damit haben. Zunächst würde mich interessieren, welche Größe man am besten wählt und wovon man das abhängig macht? Vielleicht kann mir da ja jemand behilflich sein :)

Liebe Grüße
 

mraqua

Mitglied
Hallo Katja,

Sehr gut das du dich vorher informierst!
Das wichtigste wäre Mal die kh und GH zu kennen die bei dir aus der Leitung kommt (Webseite deines Wasserversorgers) und in welche Richtung du gehen möchtest (einfach Mal die Begriffe googlen wenn du damit nichts anfangen kannst)
Malawi oder Tanganjika Becken,
Aquascape,
Hollandaquarium,
Klassisches Gesellschaftsbecken,
neolamprologus multifasciatus Artenbecken,
Discus becken (würde ich stark von abraten!)
Oder was schwebt dir so vor?
Davon ist alles andere abhängig.
 

Ago

Mitglied
Hallo Kaja,

Nils hat ja schon einige wichtige Punkte aufgezählt. Allerdings finde ich die Größe des Beckens noch wichtig.

Kleine Becken sind schneller instabil bezüglich der Wasserwerte, daher für Anfänger nicht unbedingt optimal, außerdem schränkt wenig Innenraum die Fischauswahl deutlich ein.

Bei großen Becken muß man dafür sehen, wieviel Platz die Wohnung hergibt und wieviel Geld man bereit ist auszugeben.

Bei den Mini-Nanobecken gibt es günstige Angebote und schlecht informierte Anfänger sind häufig enttäuscht, wenn man ihnen mitteilt, daß man in 30l nicht tiergerecht Fische halten kann. Ab ca. 60l gibt es einige Fischarten, die damit zurecht kommen, aber die Auswahl ist immer noch gering. Ab 120l hat man schon einige Möglichkeiten, optimal finde ich persönlich für den Anfang 180 bis 200l. Größer geht immer, aber dann wird es eben auch kostspieliger und die Arbeit, wenn man noch keine Routine hat, kann einem unter Umständen am Anfang auch vor Herausforderungen stellen.
 

mraqua

Mitglied
Moin Anke,
Grundsätzlich hast du Recht. Wenn's allerdings Richtung Malawi gehen soll ist man mit 200 Litern schlecht beraten.
Soll's ein multi Artenbecken werden reicht ein 54 Liter Standard Becken aus. Daher hab ich noch nichts zur Größe geschrieben.
Bei einem klassischen Gesellschaftsbecken hast du aber natürlich vollkommen Recht.
 

Ago

Mitglied
Hallo Nils,

ich denke, das muß man parallel betrachten.
Zum Beispiel könnte das Malawi Becken von vorne herein ausfallen, weil das Wohnzimmer gar nicht genug Raum bietet.
 

scapine

Mitglied
Ich möchte eine Lanze für die kleineren Becken brechen - man hat nicht so viele Möglichkeiten, das stimmt, aber das macht es für Anfänger auch übersichtlicher. Alles ist nicht so aufwändig, kostet weniger, ein Wasserwechsel ist schnell gemacht. Und mit der modernen Filtertechnik kann man alles wirklich gut im Griff behalten. Wenn die Aquaristik dann doch nichts für einen ist, hat man immerhin nicht das ganze Wohnzimmer umgeräumt ...
Ich jedenfalls bin nach langer, langer Aquariumpause gewissermaßen als Anfängerin wieder mit kleinem Becken eingestiegen und bereue es nicht. (Dass ich irgendwann "was richtiges" haben möchte, steht auf einem andern Blatt :)
 

Snowgnome

Mitglied
Hi
Hallo Nils,

ich denke, das muß man parallel betrachten.
Zum Beispiel könnte das Malawi Becken von vorne herein ausfallen, weil das Wohnzimmer gar nicht genug Raum bietet.
Man muss nur wollen :cool: ;)

es müssen ja nicht gleich 800 Liter sein, ich würde aber jedem Anfänger - so es der Platz zulässt - empfehlen, ein Becken mit einer Kantenlänge von mindestens einem Meter zu nehmen. Die kleinste Standardvariante wären dann 100x40x40 cm, also 160 Liter. Das ist nicht so teuer, ganz gut händelbar und bietet so viel mehr Möglichkeiten als die "üblichen" 60x30x30cm
 
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Ago

Mitglied
Hallo Stefan,

Das Gerücht hält immer noch hartnäckig.
Das Problem ist aber nicht das Becken, sondern der Anfänger.
Ich habe es geglaubt.

Willst Du mir denn damit sagen, daß jede Beckengröße bei einem Anfänger instabiler sein kann?
Oder meinst Du, daß der Anfänger mit einem kleinen Becken schneller überfordert ist? Dann käme es auf das selbe hinaus.
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Stefan,
Ich hatte mal eine tote Apfelschnecke in meinem 70er übersehen. Nach zwei Tagen war das Wasser trübe und hat mächtig gestunken. Bei meinem 560er mach ich mir über tote Tiere gar keine Gedanken, die werden schon von irgendeinem gefressen. Wenn man es von der Seite betrachtet sind große Aquarien doch stabiler.
L. G. Wolf
 
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Starmbi

Mitglied
Hallo,

Willst Du mir denn damit sagen, daß jede Beckengröße bei einem Anfänger instabiler sein kann?
Oder meinst Du, daß der Anfänger mit einem kleinen Becken schneller überfordert ist? Dann käme es auf das selbe hinaus.

Ich will damit nur sagen das bei kleinen Becken auch nur kleine Maßnahmen/Änderungen getroffen werden sollen.
Das könnte einen Anfänger eventuell überfordern (Futtermenge/Wasserwechsel/Dünger).
Und da entstehen dann die Probleme.

Wenn man die Pflegemaßnahmen eines großen Beckens maßstabsgetreu auf ein kleines Becken überträgt, sollte es keine Probleme geben.

Ich hatte mal eine tote Apfelschnecke in meinem 70er übersehen. Nach zwei Tagen war das Wasser trübe und hat mächtig gestunken. Bei meinem 560er mach ich mir über tote Tiere gar keine Gedanken, die werden schon von irgendeinem gefressen.
Genau das ist es ja!
Du hast im Verhältnis zur Beckengröße zu viel organische Belastung, falls eine Schnecke stirbt.
Von den Haltungsbedingungen wäre die Schnecke OK, aber für kleine Becken lieber kleine Schnecken.
Also auch nur eine Sache des Maßstabs.

Gruß
Stefan
 

ignarus

Mitglied
Hallo Kaja,

mein Rat ist es die Sache anders anzugehen. Nicht zuerst überlegen welches Aquarium (Größe) Du willst, sondern dir eine Fischart herauszusuchen und danach die Aquariengröße und alles andere was dazugehört.

Mit einer kurzen Liste dich interessierender Fischarten anfangen und danach abgleichen ob Du die Bedürfnisse erfüllen kannst
(Beckengröße, Wasserwerte, Bepflanzung/Struktur und Fütterung.
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Stefan,
Aber genau das meinte doch Anke. Bei einem kleinen Becken sind kleine Fehler eben schlimmer, als bei größeren. Was einem Anfänger schnell mal passieren kann.
Natürlich hast du in dem Fall auch recht, wenn du schreibst, dass es am Anfänger liegt.
Im Prinzip reden wir um den heißen Brei.
L. G. Wolf
 
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Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Kaja,

mein Rat ist es die Sache anders anzugehen. Nicht zuerst überlegen welches Aquarium (Größe) Du willst, sondern dir eine Fischart herauszusuchen und danach die Aquariengröße und alles andere was dazugehört.

Mit einer kurzen Liste dich interessierender Fischarten anfangen und danach abgleichen ob Du die Bedürfnisse erfüllen kannst
(Beckengröße, Wasserwerte, Bepflanzung/Struktur und Fütterung.
Hallo Friedrich,
Du bist ja wie unsere Svenja, die kauft sich auch erst eine Wurzel und baut dann das Aquarium drumherum.
Spaß beiseite, bei deinem Vorschlag kommt gleich die Gegenfrage nach den Wasserwerten um die Fische auszusuchen. Ich denke man sollte schon alles einwenig im Blick haben und sich nach und nach durchkämpfen.
L. G. Wolf
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi,

ich würde vorschlagen, bei der Beckengröße anzufangen.
Die erste Frage ist doch, wieviel Becken hat wo in meiner Wohnung Platz...und wieviel Geld kann/will ich investieren.
Es macht wenig Sinn, mit der Fischart anzufangen (mal angenommen, Diskus) und dann in einer kleinen Mietwohnung "drumherumzubauen".

Und was kleine und große Becken für Neueinsteiger betrifft...dazu hat Anke bereits alles gesagt.
 

ignarus

Mitglied
Es macht wenig Sinn, mit der Fischart anzufangen (mal angenommen, Diskus) und dann in einer kleinen Mietwohnung "drumherumzubauen".
Deshalb hatte ich ja auch geschrieben das es eine realistische Einschätzung bedarf.
Mit einer kurzen Liste dich interessierender Fischarten anfangen und danach abgleichen ob Du die Bedürfnisse erfüllen kannst
(Beckengröße, Wasserwerte, Bepflanzung/Struktur und Fütterung.

Für mich ist die wichtigste Erkenntnis meiner Aquaristik das man damit beginnt um die zu haltende Fischart zu planen.
 

DFisch

Mitglied
Hallo,
ich denke, unabhängig davon, in welcher Reihenfolge man die Sache angeht - früher oder später gelangt man zum selben Ergebnis.

Es gibt Faktoren, die die zu haltenden Fiaxhe betreffen & sich ändern lassen wie Beckengröße und Wasserwerte. Die Größe lässt sich variieren, das Wasser mittels Osmoseanlage auch.

Der Platz ist ein limitierender äußerer Faktor, ebenso wie das Budget, das investiert werden kann.

Egal wierum man nun an die Sache rangeht, kommt man zum selben Ergebnis.
 
Vielen Dank für die vielen Antworten ihr Lieben!
Das hilft mir auf jeden Fall schon enorm viel. Jetzt weiß ich, wie ich die ganze Sache angehen muss. Werde mich nun erstmal genauer umschauen, welche Fische mich am meisten ansprechen und zugleich einmal schauen, wieviel Platz ich für das Aquarium schaffen kann. Werde aber auf jeden Fall eine schöne größere Wandfläche dafür freihalten.
 

Z-Jörg

Mitglied
Deshalb hatte ich ja auch geschrieben das es eine realistische Einschätzung bedarf.


Für mich ist die wichtigste Erkenntnis meiner Aquaristik das man damit beginnt um die zu haltende Fischart zu planen.
Moin,
das ist ja auch nicht verkehrt, aber zu groß gibt es ja für Fische nicht wirklich, also erstmal gucken was für ein Becken in die Wohnung und ins Budget passt.
Was nützt es wenn ich mich in Pfauenaugenbuntbarsche verliebt habe, aber nur Platz für ein 80L Becken habe...?
 
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