Aquarium übernommen: Ratlos

Hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier im Forum und hoffe, dass mir hier bei meinem Problem bzw. bei den Problemen geholfen werden kann.

Zu meiner Story: ich habe das Aquarium von meinem Ex für kleines Geld übernommen. Er ist ausgezogen und wollte es nicht umziehen lassen, also hat er es mir überlassen. Ich hatte gar keine Erfahrung mit Fischen bis er das Aquarium in der Wohnung eingerichtet hat. Auch während er es aufgebaut hat, habe ich mich nicht informiert, sondern mich auf ihn verlassen. Das rächt sich jetzt bitterlich!

Mein Hauptproblem bzw. das was mich tatsächlich stört ist die Bepflanzung: Das Aquarium war so gedacht, dass sie lediglich Moos auf den Steinen wächst. Also wurde in das Aquarium lediglich schwarzer sehr feiner Sand eingebracht.

Ich habe mir einmal Pflanzen gekauft und versucht dort einzubringen, aber die sind direkt wieder abgestorben. Selbstverständlich haben diese im Sand keinen richtigen halt und auch keine Nährstoffe. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich deswegen nun Plastik-Pflanzen im Becken habe

Ich wäre auch mit einem Moos-Aquarium zufrieden, aber da geht das Problem weiter. Das Moos wurde beim Aufbau, vor ca. 1Jahr aufgebunden und löst sich immer noch von den Steinen. Ich habe die Aufbindung auch nochmal wiederholt. Das Zeug wächst wie Unkraut, aber halt nicht fest...
Ich denke nicht, dass das was damit zu tun hat, aber ich habe einen echten Stein (Lochstein?) und Plastiksteine im Becken.
Das Moos wächst an keiner "Steinart" fest.

Was auf jeden Fall noch auf meiner ToDo Liste steht ist ne Wasserwert Messung. Ich weiß nicht ob er das gemacht hatte, aber ich hab's seit der Trennung noch nicht gemacht.

So, das war's an der Stelle erstmal. Anbei noch ein aktuelles Bild und ein dickes Danke Vorab für die Hilfe
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Mezzomixen

Mitglied
Hallo

Dank des hier in Soest völlig unerträglichen Saunawetters schreibe ich einfach mal zu allem möglichen etwas, wo ich etwas zu sagen kann.
Wenn ich dasAquari so sehe, sieht es sehr sehr clean aus. Wie oft und wie machst du es sauber? Ich könnte mir vorstellen, dass vielleicht etwas zu viel und zu oft geputzt wird :) und so nicht viel für die Pflanzen übrig bleibt . Ist aber jetzt erstmal nur so eine Vermutung. Vielleicht irre ich mich auch komplett. Ist es ein Sprudelstein ? Wenn ja solltest du ihn im Normalfall nicht brauchen. Treibt nur zusätzlich das CO2 aus. Sauerstoff sollte im Normalfall genug durch die Oberflächenbewgung eingebracht werden
Grüße
Mezzo
 
Ich habe jetzt in einem Video gesehen, dass man wohl wöchentlich einen Wasserwechsel machen soll und die Scheiben dabei putzen soll um Grünalgen zu vermeiden.

Ganz ehrlich, ich mache höchstens einmal im Monat nen Wasserwechsel und Scheiben habe ich noch nie geputzt...
 

ignarus

Mitglied
Hallo,

also Wasserpflanzen können auch sehr gut im Sand wachsen, es ist zwar schon richtig das sie im Soil Boden in der Regel besser wachsen, aber das sind nur Nuancen.
Ich vermute Du hast Wasserpflanzen gekauft die, wie die meisten Wasserpflanzen, in der Gärtnerei emers (über Wasser) gezogen worden sind.
Wenn man die dann einsetzt sterben in der Regel die emersen Blätter ab bevor neue submerse Blätter nachwachsen. Wenn man das nicht weiß, dann kann es sein, das man denkt die Pflanze ist eingegangen.
Es gibt für mich keinen ersichtlichen Grund warum Wasserpflanzen in diesem Becken nicht wachsen sollen können.

Wenn Du magst stöbere mal in dieser fantastischen Datenbank. https://www.flowgrow.de/db/wasserpflanzen
Ich empfehle dir Arten zu wählen die als sehr einfach, oder als einfach deklariert sind. Danach kannst Du die Datenbank auch filtern.

Wenn Du nicht die Wasserwerte gemessen hast dann kannst Du auch die Angaben deines Wasserwerks (findet man im Netz) als Anhaltspunkt nehmen.
 
Leider sind nicht nur die Blätter abgefallen, sondern auch die Stiele von unten kaputt gegangen. Die sind wie verwest.

Mittlerweile weiß ich aber auch, dass es bei den Pflanzen unterschiedliche Möglichkeiten gibt, wie man die kaufen kann. Also ich habe gesehen, dass es so Töpfe gibt, wo die Pflanzen dann drin sitzen. Die Pflanzen, die ich gekauft hatte, waren mit einer Art Metall Klammer fixiert und hatten unten nur ganz kurze dünne Wurzeln.

Ich werde erst mal den Wassertest machen und mich dann mal erkundigen. Das Haus ist relativ alt und ich vermute, dass die Leistungen einen starken Einfluss auf die Werte haben werden. Danke für den Link!

Ich find ja auch Moose sehr schön. Weiß jemand warum die nicht das tun, was sie tun sollen? Kann das was mit der Oberfläche oder so zu tun haben?
 
Ach und was ich noch fragen wollte: Muss ich unbedingt düngen? Muss eine CO2 Anlage wirklich sein?
Wenn man sich Videos anschaut klingt es immer so, als würde ohne keine Pflanze wachsen...

Ich brauche kein absolutes Profiaquarium und mir ist bewusst, dass mit immer besser ist. Aber das sind Dinge, an die ich mich wahrscheinlich erst mit dem nächsten Aquarium ran tasten will...

Also die eigentliche Frage ist, ob sich die Mühe um die Bepflanzung überhaupt lohnt, wenn ich nicht dünge und keine CO2 Anlage habe
 
Hallo,
Pflanzen gehen auch ohne CO2. Und auch in Sand.
Man muß sich halt die richtigen aussuchen.
Hier im Bereich Mitgliederaquarien gibt's die Beckenrunden von Wolf und Olli. Beide gut und viel bepflanzt, aber 1 x mit und 1 x ohne CO2.
Wenn Du Fragen dazu hast werden die 2 Dir die bestimmt gerne beantworten.
Gruß,
Svenja
 

ignarus

Mitglied
Wenn Du einfach zu haltende Pflanzen nimmst dann brauchst Du kein CO2. Nimm am besten auch was schnellwüchsiges.
 

Wolf

Mitglied
Hallo und willkommen hier im Forum,
Es gibt durchaus Pflanzen die ohne Co2 auskommen, aber mit geht es viel einfacher und du hast eine deutlich größere Auswahl.
Dein Saugwels könnte aber zum Problem werden, da diese schon manchmal Pflanzen fressen.
Dein flammenmoos hält sich nicht selbst fest wie z. B. Christmesmoos. Du kannst es aber auch mit sekundenkleber festkleben, der wird halt unter Wasser weiß.
Wie schon gesagt wurde, mach den blubber stein aus, der treibt das bisschen Co2 nur noch mehr aus.
L. G. Wolf
 

fischolli

Mitglied
Moin,
hier gehen Wolfs und meine Ansichten etwas auseinander. Als Anfängerin würde ich erst mal die Finger von CO2 lassen, um nicht noch eine Baustelle aufzumachen. Hört sich immer ganz toll an, macht aber doch Arbeit, die richtig einzustellen. Und ein gute Anlage kostet auch einiges an Geld.

Es gibt reichlich Pflanzen, die auch gut ohne CO2 wachsen, siehe meine Beckenbilder. Dabei würde ich eine Mischung aus langsam wachsenden wie Cryptocoryne und schnellwachsenden Stängelpflanzen wählen. Bei den Stängelpflanzen gibt es auch wieder einfache, robuste Pflanzen wie Limnophila polysperma oder Heteranthea zosterifolia, die sehr schnellwüchsig und genügsam sind. SAnd ist übrigens überhaupt kein Problem, ich habe in allen Becken Sand drin, in einem auch diesen schwarzen feinen Sand.

Mich würde eher interessieren, welche Größe das Becken hat, also Längs- und Tiefenmaß. Weil, ich sehe dort Black Mollys, die recht groß werden können und am besten mindestens 1 Meter Beckenlänge haben sollten. Wasserwerte kannst du erst einma auf der Seite eures Wasserversorgers nachschauen, die können das eh besser messen als diese ganzen Meßmittelchen aus dem Fachhandel. Interessant sind GH (Gesamthärte) und KH(Karbonathärte) und der PH-Wert. Viele Versorger geben statt GH nu noch den Wert mmol an, der wäre auch ok, da man ihn umrechnen kann.

Gruß
 

Wolf

Mitglied
Moin,
hier gehen Wolfs und meine Ansichten etwas auseinander. Hört sich immer ganz toll an, macht aber doch Arbeit, die richtig einzustellen.
Hallo Olli,
Ich hab nicht geschrieben, daß sie eine braucht und wo bitte ist es schwer und macht Arbeit eine co2 Anlage einzustellen. Ich habe nichts von Bio geschrieben.
Sie könnte sich auch meine Beckenrunde anschauen, dann sieht sie den Unterschied und kann sich selbst entscheiden.
Übrigens ist die polisperma ist eine Hygrophila und keine limnophila. Wobei auch so manche limnophila schnell wächst, wie zum Beispiel die sessiflora.
L. G. Wolf
 

fischolli

Mitglied
Ups, die verwechsel ich immer wieder. Danke für die Korrektur. Ich finde es schon nerviges Gefummel, die Blasenzahl einzustellen, den Druck zu prüfen usw.

Gruß
 

Z-Jörg

Mitglied
Moin,
hier gehen Wolfs und meine Ansichten etwas auseinander. Als Anfängerin würde ich erst mal die Finger von CO2 lassen, um nicht noch eine Baustelle aufzumachen. Hört sich immer ganz toll an, macht aber doch Arbeit, die richtig einzustellen. Und ein gute Anlage kostet auch einiges an Geld.
Da bin ich ganz bei Olli.
Co2 und die ganz große Pflanzenauswahl kann man im Hinterkopf behalten, aber für den Anfang ist es wirklich nicht nötig.
 
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