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Anubias - von submers zu emers

Dieses Thema im Forum "Pflanzen / Algen" wurde erstellt von Beelzebub, 9. März 2008.

  1. Hi.

    Wie ja die meisten wissen, wachsen viele Aquarienpflanzen eigentlich emers, anstatt unter Wasser. Wie z.B. Cryptocorynen, Anubias, Microsorum, Echinodorus usw.

    Ich habe es schon mal mit einer Echinodorus und einer Cryptocoryne versucht, was ich dann aber aufgegeben habe, weil ich dachte es wird nix. Ich hätte aber scheinbar nur mehr Geduld haben müssen.

    Jetzt wollte ich es mal mit einigen Anubien versuchen. Ich habe auch schon einiges hier im Forum zur emersen Pflege gelesen, hab aber immer noch einige Fragen.

    Also ich habe erst mal ein kleines 20 Liter Becken genommen und etwas Sand/Kies eingefüllt, mit einem Wasserstand von ca. 3 - 4 cm, damit das Rhizom unter Wasser ist. Dann noch schnell eine Anubias barteri aus der Zoohandlung besorgt, auf ne kleine Wurzel gebunden und eingesetzt. Natürlich noch eine Folie drüber, damit die Luftfeuchtigkeit erstmal höher ist.
    Nach ca. 2 Wochen hatte ich dann vor die Folie zeitweise runter zu nehmen und später dann ganz.

    Dann habe ich noch zwei Kongospeerblätter in Töpfe gepflanzt und mit einer Folie abgedeckt, die ich dann auch nach und nach an die Zimmerluft gewöhnen will.

    Jetzt würde ich gern mal die Erfahrungen anderer hören, die das schon mal versucht haben und deren Methoden.
    Ich hab z.B. auch gelesen, dass man die Pflanze gleich an die Luft setzen kann. Das dann die Blätter zwar abgeworfen werden aber wieder neue Luftblätter gebildet werden, Hauptsache das Rhizom ist unter Wasser.

    Ich wollte es u.a. auch noch mal mit dem Zierlichen Speerblatt (Anubias gracilis) versuchen.
    Wenn ich Platz habe, vielleicht auch noch mal mit Anubias hastifolia. Die wächst ja praktisch von allein aus dem Wasser.

    Wie ist das dann später mit dem umtopfen? Bis jetzt wächst die Pflanze ja nur im Kies. Später wollte ich die A. bartheri dann in einen Topf pflanzen. Ich hatte entweder wieder an Sand/Kies oder an ein lehmiges Substrat gedacht!? Oder nimmt die Pflanze mir das ganz übel, wenn ich sie umtopfe und geht ein?

    Was mich noch interessiert, ist wie das mit der Temperatur ist. Bei Anubien sind ja so ca. 22 - 27 °C angemessen. In dem kleinen Aquarium herrschen jetzt aber nur Temperaturen zwischen 17 und 20 °C. Ist das evtl. zu kalt? Meine anderen tropischen Zimmerpflanzen kommen ja mit solchen Temperaturen auch gut zurrecht.

    So sieht das ganzen übrigens aus. Das sind u.a. noch Javafarn, C. wendtii und eine kleine E. osiris mit drin. Wenn dann kann man ja gleich mal mehreres versuchen. Hauptsächlich gehts mir aber um das Speerblatt.

    [​IMG]


    Mich würde jetzt interessieren was ihr davon haltet und wie ihr vorgehen würdet? Mein Ziel ist es, später einmal versch. Anubien im Topf auf der Fensterbank zu pflegen.


    Edit: Hier noch mal ein Bild von den Kongospeerblättern.

    [​IMG]
     
  2. Grüß dich Beelzebub

    Das Thema beschäftigt mich jetzt auch schon was länger. Ich stell grad nach und nach verschiedene Sumpfpflanzen auf die emerse Kultur im Paludarium um. Ich hab zwei Methoden "rausgearbeitet" die mir ganz sinnvoll erscheinen.

    Für größere Pflanzen (Anubien) nehm ich kleine Zimmergewächshäuser die unten mit Kies gefüllt sind, gut eigenet sich auch Sand und Lehm. Du solltest auf jeden Fall drauf achten das du kein nährstoffreiches Substrat benutzt, das schadet der Wurzelbildung. Da hab ich momentan A. bartheri, Echinodorus tenellus (glaub das wird nix) und Hygrophila polysperma, den ich in relativ großen Mengen "umstell". So nach ner Woche mach ich dann tagsüber das erste Mal die Klappen auf, nach ner weiteren Woche beide Klappen dauerhaft, wieder ne Woche später topf ich die dann um.. dauert bei mir im Schnitt zwei bis drei Wochen, manche Pflanzen vertragens besser als andere. Auf jeden Fall sollten die Pflanzen oft eingesprüht werden.

    Die zweite Methode eignet sich besser für Stängelpflanzen. Als ich mal drüber seniert hab ob man die 1,5l hohes C PET Flaschen (ohne Pfand) sinnvoll nutzen kann hab ich ausprobiert da drin Pflanzen umzustellen und es klappt ganz gut. Einfach den zu langen Mittelteil der Flasche rausschneiden und zwei Schlitze in den oberen Teil schneiden damit man die beiden Teile einigermaßen luftdicht verschließen kann. Unten Seramis rein, Pflanzenstengel rein, gut anwässern und Deckel drauf. Klappt super. Einfach ab und zu den Deckel abnehmen und langsam umgewöhnen. Momentan hab ich zwei Flaschen mit Papageienblatt und Bacopa caroliana im Betrieb, zusätzlich zwei Flaschen mit Zimmerefeu und Kletterfeige zur Stecklingsaufzucht. Die Bacopa hat nach der Methode sogar schon geblüht!

    Die größere Anubia hastifolia (schönste Pflanze überhaupt) wächst bei mir aus dem Becken.. Vielleicht starte ich mal einen Versuch wenn ich das Rhizom teile. Ich seh das alles son bisschen als Experiment an, und für Experimente ist mir meine A. hastifolia zu wertvoll ;-)
    Punkto Temperatur seh ich keine Probleme.. Immerhin ist eine Anubia im Prinzip ne Tropenpflanze wie Monstera, Philodendron usw.. Und die wachsen doch auch bei Zimmertemperatur, oder?
    Spannende Sache auf jeden Fall!

    lg Martin
     
  3. hey stinnes

    leider nicht, aber ich geb alles um an ne cam zu kommen.. hab grad viel zu tun aufer maloche.. aber ich versuchs!

    lg martin
     
  4. Hi Martin.

    Deine Erfahrungen hören sich sehr interessant an!

    Heute habe ich noch zwei Anubias hastifolia und eine Anubias afzelli bekommen. Die Pflanzen stammen direkt aus einer Gärtnerei, sie wurden also emers bei einer Luftfeichtigkeit von ca. 70 - 80 % kultiviert.
    Was meinst du denn, könnte ich es wagen eine Pflanze direkt "an die Luft" zu setzen (ca. 40 - 50 % Luftfeuchtigkeit)? Oder geht sie dann gnadenlos ein?

    Du schreibst das du deine Pflanzen auf die emerse Kultur im Paludarium umstellst. Da ist die Luftfeuchtigkeit schon etwas höher als in Zimmer.
    Hast du es mit deinen "Aquarien"-Pflanzen schon mal als Zimmerpflanzen versucht?


    Gruß
    Mirko
     
  5. Hey Mirko

    Also, erstmal muss ich dir sagen das ich EXTREM neidisch auf die A. afzelli bin ;-)
    Ok, also.. Klar, das könnte klappen, aber ich wär auf jeden Fall vorsichtig. Aber vielleicht reichts wenn man in der Umgewöhnungphase einfach besonders oft einsprüht. Ich würds versuchen. Die Pflanze ist ja nicht tot nur weil sie braune Blattränder kriegt.
    Mein Paludarium ist ja oben nicht geschlossen, also ist da die Luftfeuchtigkeit nicht besonders hoch. Dennoch reichts (in der Sumpfzone) für Hygrophila, Vesicularia, Bacopa und Anubia bartheri. Und die Pflanzen hab ich mehr oder weniger auf Vorrat in Pflanzschalen im Zimmer stehn.. Also bei normaler Zimmerluftfeuchtigkeit. Ich versuch nach und nach die Epiprennum und Tradescantia aus dem Becken zu holen und durch die Sumpfpflanzen auszutauschen.
    Aber interessanteste "emerse Neuentdeckung" ist cladomorpha (Algenball), der auseinandergefaltet gut nutzbar ist um zb Töpfe in der Sumpfzone oder Technik bzw Filtermatten zu verdecken. Wächst zwar so gut wie gar nicht, ist allerdings mittlerweile im inet sehr günstig zu erwerben..

    Lg und viel Spaß beim Basteln ;-)

    Martin
     
  6. Wieso, ist die denn so selten?


    OK, da werd ich das morgen mal probieren. Diese Nacht bleibt sie erst mal unter der Folie.

    Du schreibst, du hast die Pflanzen auf Vorrat in Pflanzschalen im Zimmer stehen. Funktioniert das auch wirklich mit der Anubias bartheri? Mir hat man gesagt, dass die eine höhere Luftfeuchtigkeit als andere Anubien braucht.

    Wie wächst denn deine A. hastifolia? Hast du die auch aufgebunden? So wie ich das mal gehört habe, kann man die auch einpflanzen. Ich hab sie jedenfalls auf einen Stein gebunden.


    Mich würde es echt mal interessieren wie das bei dir mit den Pflanzen aussieht. Also wie du das handhabst. :D


    Gruß
    Mirko
     
  7. Guten Morgen,
    meine Anubias lasse ich seit kurzem an meiner Wurzel direkt ins emerse wachsen. Das Rizom und ein Großteil der Blätter sind noch unter Wasser, aber die ersten Blätter und auch eine Blüte wächst schon emers.
    Dahinter wächst meine Efeutute.
    Leider ist das Bild etwas überbelichtet und man sieht die Blüte nicht so schön.

    Gruß
    Manu
     

    Anhänge:

  8. Hey Mirko und Manu

    Naja, die ist auf jeden Fall so selten das ich sie noch nie gesehen hab ;-)

    Ja klar, ich warte bei der bartheri schon etwa drei Wochen. Ich bin da vorsichtig, schließlich wachsen die langsam und sind auch nicht sooo billig, außerdem hab ich die ja größtenteils selber gezogen.. Aber eigendlich hab ich die als härter erlebt als A. congoensis und A. minima.
    Die A. hastifolia hab ich mit Kabelbindern auf dünne Wurzeln aufgebunden. Klappt super, die Pflanzen sind jetzt ca 50cm hoch! So hab ich das eigendlich mit allen meinen Aufsitzerpflanzen gemacht (Moose, Farne). Ich nehm dafür kleinere Wurzelstücke, so kann man die Pflanzen auch mal gut in ein anderes Becken setzten und hin und her tauschen. Das geht ja mit Nicht - Aufsitzerpflanzen nicht, jedenfalls nicht oft.
    Jo, ich versuch an ne cam zu kommen, hoff ich schaff das in der nächsten Woche. Naja, stells dir nicht zu toll vor, meine "Gärtnerei" spielt sich auf 80 x 40 Ivar - Regalbrett ab, + Paludarium.. Ansonsten, flache Pflanschalen mit Töpfen und besagten Flaschen und einen kleinen Zimmerschwitzkasten.

    @ manu: Sieht toll aus, find die Anubia - Blüten wahnsinnig schön!

    lg Martin
     
  9. Hi.

    Ja, die Blüten sehen super aus! Bei mir hat eine A. barthei var. nana schon mal unter wasser geblüht.


    So, hab die A. hastifolia jetzt seit ca. 24 Stunden "an der Luft". Bis jetzt sieht sie aus wie vorher, also keine vertrockneten Blätter usw.
    Hab die in einem großen Übertopf mit ca. 3 - 5 cm Wasserstand, damit die Luftfeuchtigkeit etwas höher ist.
    Da bin ich jetzt mal gespannt, was draus wird.
     
  10. Hi.

    So, ich will mal Besricht erstatten.

    Also, scheinar ist meine Luft zu trocken. Die Pflanzen sind zwar nicht eingegangen aber bis auf zwei Ausnahmen auch nicht gewachsen. Ein Kongospeerblatt hat regelmäßig Blätter getrieben, die aber sehr bescheiden aussahen und eher klein waren. Bei einer A. afzelli das gleiche.

    Aber alle haben zu mindest viele und mit unter kräftige Wurzeln getrieben.

    Ich habe jetzt alle bis auf eine A. hastifolia ins Aquarium gesetzt. Und siehe da, kaum ein paar Tage unter Wasser und alle treiben ein neues Blatt!

    Diese eine A. hastifolia habe ich aber umgepflanzt und zwar von reinen Kies in ein lehmiges Substrat. Hier wurde zwar mal gesagt, dass man sehr nährstoffarmes Subtrat nehmen soll. Aber ich kann mir nicht vorstellen das das auf dauer reicht. Wie gesagt, gerade die A. hastifolia haben richtig fette Wurzeln getrieben und nicht solche dünnen "Luftwurzeln" sondern die gingen tief ins Substrat rein. Und wenn da keine Nährstoffe sind wie sollen die da auch ordentlich wachsen.

    Ich werd ja sehen o wie sie sich macht. Wenn es nichts wird, dann kommt sie ebend auch ins Aquarium.
     
  11. Hallo,

    Fotos wären klasse :shock: :p
     
  12. Hallo zusammen,

    interessanter Bericht! :thumleft:

    Haltet uns bitte auf dem Laufenden!!!

    Lg
    Falk
     

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