112L Becken - was mit machen?

Hi ihr,

ich habe ein 80 x 35 Becken (leer) geschenkt bekommen.
Da die Besatzwünsche ja immer größer sind als die vorhandenen Kapazitäten (habe ein 200L Sumatrabarben Artenbecken), habe ich kurzerhand beschlossen, es als Zweitbecken aufzustellen.
Habe für 40 Euro einen JBL Außenfilter erstanden sowie Wurzeln, Steine, etc, Kies hab ich noch, Pflanzen kann ich aus meinem Becken nehmen.
So günstig kommt man selten an die Chance, noch ein Becken mehr zu haben, oder? :wink:

Jetzt die große Frage:
Was damit machen?

Es sollte sich schon von meinem Sumi- Becken abheben, sowohl im Besatz als auch in der Einrichtung.
Dachte vielleicht an den Klassiker, ein Gesellschaftsbecken, zB mit: Platys, Skalaren, Neons?
Als Malawibecken ist es zu klein, oder?
Ich stehe auch total auf diese Zwerghummer, CPOs oder so. Aber die lassen sich nicht gut mit Fischen vergesellschaften, oder?

Bitte um Anregungen, ich bin in der Findungsphase. Und mein Zoogeschäft brachte mir auch noch nicht den zündenden Anreiz.

LG
Sonja
 
Hallo,

ich kann dir nur soviel sagen, dass das Becken für Skalare zu klein ist und die CPO's können an die Flossen der Fische gehen, hatte die aber noch nie in einem Gesellschaftsbecken also kann ich nicht sagen, ob die an alle Fische gehen oder nur an welche mit langen Flossen.

Zum Malawibecken kann ich dir nichts sagen, solche Tiere hatte ich noch nie.

Aber interessante Fische für ein Becken dieser Größe wären z.B. Schmetterlingsbuntbarsche oder vlt. auch der Borellis Buntbarsch. Zwergfadenfische wären bestimmt auch eine Überlegung wert wenn dir diese Tiere gefallen.

Je nach Fischbesatz kannst du anstatt den CPO's auch Garnelen reinsetzen wenn sie dir denn gefallen.
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi Sonja,

wenn ich jetzt in deiner Situation wäre und ein geschenktes Becken "verwerten" müsste :mrgreen: , würde ich mir mit diesen Tierchen einen lange gehegten Wunsch erfüllen:
http://wirbellosenwelt.com/index.php/bl ... rus-alleni
Ein Paar müsste im 112 l Becken gehen oder evtl. 2 gleichgeschlechtliche Tiere, falls kein Nachwuchs erwünscht ist.
Ich würde das Becken überwiegend mit Steinen, Höhlen und Wurzeln bestücken, vielleicht sogar pflanzenlos betreiben.
Wäre ein schönes Gegenstück zu deinem wahrscheinlich grünen Wusel-Sumi-Becken.

Für die Haltung von Skalaren finde ich das Becken auch zu klein.

Grüße Petra
 

Dande

Mitglied
So, ich schmeiß dann mal ein paar spontane Ideen in die Runde, vielleicht ist ja was interessantes für dich dabei:
  • Ein Tanganjikasee Becken mit Schneckenbuntbarschen, die sollten von der beckengröße gehen.
  • Ein Becken mit Labyrinthfischen, entweder klein bleibende Fadenfische, vielleicht ginge sogar ein Paar Makropoden und ich meine bei den afrikanischen Buschfischen gibt es auch Arten die für so ein Becken klein genug bleiben.
  • Ein Garnelenbecken. Es gibt wohl inzwischen einige farbige Hochzucht Zwerggarnelen die selbst bei einer Kreuzung verschiedener Farbarten bunt bleiben (und nicht zur eher farblosen Urform zurück kehren).
  • Zwergbuntbarsche wären vielleicht auch was. Da sollten auch etliche Arten bei der Größe gehen.
Das wären jetzt mal so vier spontane Ideen was sich gut von deinen Sumatrabarben abheben würde.

Gruß
Daniel
 
Hallo,
Dande schrieb:
[*]Ein Garnelenbecken. Es gibt wohl inzwischen einige farbige Hochzucht Zwerggarnelen die selbst bei einer Kreuzung verschiedener Farbarten bunt bleiben (und nicht zur eher farblosen Urform zurück kehren).
Dass die Garnelen beim Mischen von Arten die Farbe nicht "verlieren" weiß ich bisher nur von den Taiwanern oder Taiwaner-Mischlingen oder höchstens noch die Bee-Arten (welche alle ziemlich weiches Wasser brauchen) und ich weiß auch nicht ob ein 112l Becken nicht etwas groß ist für ein Garnelen Becken, da es zumindest am Anfang sehr leer wirken kann. Denn wenn man dann wirklich Taiwaner oder ähnliches nimmt kann man sich im Normalfall nicht einfach mal 50 Stk. kaufen, da die Preise bei denen zwischen 6€ und 15€ pro Tier liegen. Als netten Beibesatz kann man sicherlich einige Garneln reinsetzen aber als reines Garnelen-Artenbecken wäre es mir persönlich zu groß.

Ich kann jedoch Zwergbuntbarsche nur empfehelen. Haben ein sehr interessantes Verhalten und in einem 112l Becken dürfte ein Pärchen sicher gut Platz haben. Dann noch ein par Schwarm-Fische dazu und das müsste passen.
 

fischolli

Mitglied
Moin Sonja,

Skalare gehen, wie gesagt, garnicht, dafür ist das Becken viel zu klein. Für Malawi auch. Neon und Platys sehen ca. 1 Woche nett aus, danach wird's grottenlangweilig.

Ich würde an deiner Stelle erstmal überlegen ob du wieder Richtung Asien oder Afrika oder Südamerika gehen willst. Danach kann man entscheiden, welche Fische da rein sollen.

Gruß
 
fischolli schrieb:
Ich würde an deiner Stelle erstmal überlegen ob du wieder Richtung Asien oder Afrika oder Südamerika gehen willst. Danach kann man entscheiden, welche Fische da rein sollen.
Hi,

vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.
Von der Einrichtung her würde ich in der Tat eher Richtung Ostafrikabecken gehen.
Bzw. viele Steine, Wurzeln, eher wenig Pflanzen.
Ich hab halt schon Zeug da, da bin ich etwas festgelegt: Dunklen, feinen Bodengrund, zwei große Wurzeln, zwei Schiefersteine... !?? Hm...

Zwergbuntbarsche gefallen mir gut, Schmetterlingsbuntbarsche auch. Vielleicht also diese Richtung?!
Aber ich trauere ein bisschen um die Krebse... Lässt sich da was kombinieren?
Eher schlecht, oder?

LG
Sonja
 
Hallo,
falls du dir wirklich SBBs reinsetzen möchtest brauchst du aber wenn ich mich richtig erinnere sehr weiches Wasser. Kann auch sein, dass ich mich irre und man nur weiches Wasser braucht um die Jungen durch zu bringen aber bei meinen Werten (GH: 4) hat es ihnen sehr gefallen und sie haben sich schön vermehrt.
 
Hi ich nochmal :D

Also ich habe mich mal ein bisschen kundig gemacht, aber ein paar Sachen nicht heraus gefunden:

Würde ich an Zwergbuntbarschen wirklich nur ein Pärchen, also insgesamt 2 Fische im ganzen Becken einsetzen??
Oder ein Pärchen pro Art? :roll:

Im Internet liest man häufiger, man könnte den blauen Floridakrebs auch zu größeren Fischen setzen. Würde das passen? Oder mit CPOs?

Das Problem mit dem weichen Wasser für Cichliden wäre kein Problem, wir haben hier eine Quelle mit sehr weichem Wasser und unser Leitungswasser ist sehr hart, da kann man sehr präzise an der GH schrauben. ;)

LG
Sonja
 
Hallo,
IchBinIch schrieb:
Würde ich an Zwergbuntbarschen wirklich nur ein Pärchen, also insgesamt 2 Fische im ganzen Becken einsetzen??
Oder ein Pärchen pro Art? :roll:
Zwergbuntbarsche (v.a. SBBs und Kakadu) sind meiner Erfahrung nach sehr aggressiv wenn es darum geht ihr Revier zu verteidigen also bezweifle ich, dass 2 Pärchen rein passen, außer es wäre sehr gut strukturiert. Eine Krebsart würde ich zu den ZBs nicht dazu setzen, da sich die Barsche auch vorwiegend in Bodennähe aufhalten.
 

fischolli

Mitglied
Moin,

wir sollten erstmal klären, welche Zwergbuntbarsche du bevorzugst. Der Begriff Zwergbuntbarsch ist extrem weitläufig, entsprechende Arten gibt es fast auf der ganzen Welt und für völlig unterschiedliche Wasser- und Biotopverhältnisse.

SBB = Schmetterlingsbuntbarsch, gibt es auch noch mehrere Arten mit der Bezeichnung, meist wird Mikrogeophagus ramirezi gemeint. Daran sieht man mal, wie sinnvoll es ist, die wissenschaftlichen Namen zu benutzen. Diese Art ist nach meiner Erfahrung eine der friedlichsten ZBB-Arten überhaupt. Allerdings sind die etwas anspruchsvoller, was die Wasserwerte und die -Qualität angeht, würde ich nicht gleich als erste Art empfehlen. Die GH ist übrigens relativ nebensächlich, für das Wohlbefinden und die erfolgreiche Nachzucht von Weichwasserfischen spielt die KH eine wesentlich grössere Rolle.

In einem sehr gut strukturierten 112l-Becken kannst du mit Glück eine Höhlenbrüter- und eine Freilaicherart zusammenhaten, also eine Apistogramma-Art mit besagten M. ramirezi. Zum Anfang beginne aber doch erst einmal mit einer Art. Warum muß so ein Becken immer gleich vollgepropft werden. Es ist viel spannender, ein Paar zu beobachten, die nicht ständig unter Stress durch Revierkonkurrenz stehen und ihr ganzes Verhaltensrepertoire zeigen können.

Was ganz anderes wäre ein Tangajika-Becken mit Schneckenbuntbarsche. Hier wäre eine Koloniehaltung sogar sinnvoll, da das auch in der Natur so stattfindet. Dem entgegen käme auch dein Wunsch, eine Einrichtung nur mit Steinen und Sand und ohne Grünzeugs zu machen.

Gruß
 
Hi,

das ist echt schwierig, ich komme da gerade nicht so richtig weiter, weil es so viele Arten gibt, die völlig unterschiedliche Haltungsansprüche haben.

Ich sollte die Sache also wohl besser so rum aufziehen, meine Bedingungen zu klären und dann zu gucken, was dazu passt. Ich versuche es mal, vielleicht könnt ihr mir was vorschlagen:

- Becken: 80 cm, soll eher mit wenig Bewuchs eingerichtet werden. Feiner, dunkler Aquarienkies (kein Sand - ist halt schon vorhanden, ich sage es nur, weil ich gelesen habe, dass manche Arten wirklich Sand wollen).

- Möchte gerne möglichst farbenfrohe Fische (die Schneckenbuntbarsche sagen mir daher nicht so zu, die Schmetterlinge dagegen eher).
Wenn man nur ein Paar halten kann, auch okay. Aber dann wäre es schön, wenn die Fische nicht so klein sind und schön farbenfroh.
Ideal wäre es, wenn ich ein paar kleine Salmler etc. dazu setzen könnte.

- In den Ansprüchen müssen sie nicht komplett anspruchslos sein, ich bin ja kein Aquaristik- Anfänger. Wohl aber Barsch- unerfahren, von daher wäre das empfindlichste Exemplar wohl auch nix für mich.

Was wäre denn mit anderen Buntbarschen, zB Zebrabuntbarsch? (Ich weiß, das ist schon wieder was komplett anderes... ogott, so kompliziert...)

LG
sonja
 

fischolli

Mitglied
Hi Sonja,

ok, das ist doch schon mal eine Aussage, in welche Richtung das gehen soll. Vergiß Zebrabuntbarsch gleich wieder, dafür ist dein Becken einfach zu klein. Du solltest schon bei ZWERGbuntbarschen bleiben.

Es kommen jetzt sowohl die südamerikanischen ZBB, als auch die afrikanischen Fluß-ZBB in Frage. DA du ja gern was farbiges haben möchtest, schmeiss ich jetzt mal bei den südamerikanischen ZBB Apistogramma cacatoides, A. macmasteri oder, wenn du bekommen kannst auch A. rositae in die Auswahl. Ich weiss ja nicht, wo du her kommst, aber ich könnte dir jetzt auch Nachwuchs von A. sp. "Vielfleck" anbieten. (abzuholen in Bremen)

Bei den Afrikanern wäre z.B. Pelvicachromis taeniatus mit seinen diversen Unterarten eine Option, auch sehr schöne Fische. Von P. pulcher rate ich jetzt mal ab, weil die sich 100%ig fortpflanzen werden und du die Jungen schwer los wirst. Mal was anderes wäre Hemichromis lifalili. da hast du richtig Farbe im Becken. Aber Vorsicht, von den Hemichromis sinddiverse Arten im Umlaauf, von denen einige echte Stinkstiefel sind. Dein Becken wäre dafür allerdings schon echt grenzwertig.

Wegen der hohen GH und der niedrigen KH in deinem Profil: Habt ihr eine Hauswasserenthärtungsanlage im Haus? Wenn ja, wäre euer Wasser für Südamerikaner wohl nicht so gut geeignet, da dort nur die einen Ionen gegen andere ausgetauscht werden und das Wasser trotzdem für die Fische noch "hart" ist.

Gruß
 
Hallo,
fischolli schrieb:
Diese Art ist nach meiner Erfahrung eine der friedlichsten ZBB-Arten überhaupt.
ich hatte 3 Jahre lang auch SBBs, Kakadu Zwergbuntabrsche, Pandazwergbuntbarsche und die Borellis (welche ich leider alle abgeben musste weil wir umgezogen sind :( ) und bei mir waren die SBBs neben den Kakadus immer eine der Aggressivsten Arten :? Ich hatte mal versucht zwei Pärchen in ein 120l Becken zu setzen aber wenn ich sie nicht getrennt hätte, wäre das schief gegangen. Interessant zu hören, dass es bei dir ganz ander läuft :)
 
Hi,

vielen Dank für die ganzen Arten, Olli. :D Ich werde sie mir in Ruhe anschauen, wenn meine Kids nicht mehr nerven :? .

Ich war heute im Zoohandel und hab mal ein bisschen nach Fischis geschaut.
Bei den Barschartigen hab ich zwei Fische gefunden, die mir sehr gut gefallen haben. Siehe Fotos. Leider waren keine Schilder dabei weil die erst neu reingekommen sind. Und der Verkäufer meines Vertrauens war auch nicht da, nur ne Aushilfe. Von daher weiß ich leider nicht, was das für Fische sind (ob das Zwergbuntbarsche sind) und ob die für mich in Frage kämen. Vor allem der blaue (sorry, Foto leider nicht so toll geworden) gefällt mir so gut :D
Der hellere hatte markant große Augen und ein recht spitzes Gesicht (also alle natürlich, die da im Becken waren...), das hat ihn so von den anderen Fischen abgehoben.

Kann da jemand was zu sagen?

LG
Sonja
 

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P.S. Nein Olli, wir haben keine Wasserenthärtungsanlage.
Wir haben hier sehr hartes Wasser. Wohne im Odenwald. In der Nähe gibt es eine Trinkwasserquelle, das war die ehemalige Wasserversorgungsleitung und ist jetzt frei gegeben, da holen sich sogar die Städter am Wochenende kanisterweise Wasser, weil es sehr weich, alkalisch ist und sich daher gut zum kochen und trinken eignet.
Alle Aquarianer die ich aus meiner Region kenne, holen sich da Wasser um es beim WW unter zu mischen.
Von daher wäre ich in der Hinsicht versorgt.
 
Hallo,
den ersten kann ich nicht gut erkennen, aber der zweite sieht für mich definitiv nicht wie ein Zwergbuntbarsch aus.
 
B

babywelsi

Guest
Hi,

ich würde fast vermuten, dass es sich bei dem Tier auf dem 2. Bild um einen Bolivianischen Schmetterlingsbuntbarsch
http://www.aquarium-ratgeber.com/fische ... arsch.html
handelt. :wink:
Hatte diese Buntbarsche früher auch mal bei meinen L134 mit im 250 Liter Becken. Die waren echt brav und überhaupt nicht aggressiv auf andere Fische. Außerdem färben sie sich sehr hübsch, wenn sie sich in einem Becken wohl fühlen.
Den ersten kann ich leider nicht genau erkennen.

Liebe Grüße Beate
 
Hallo,
für mich wirkt der etwas groß für einen Bolivianischen Schmetterlingsbuntbarsch und von der Körperform sieht er meiner Meinung nach auch etwas anders aus. Kann aber auch sein, dass ich mich täusche, hatte diese nämlich noch nie.
 

fischolli

Mitglied
Moin,

den ersten kann ich mit dem unscharfen Bild nicht zuordnen, sorry, da müssen mal bessere Bilder her.

Der zweite gehört zu 99% in die Gruppe Geophagus, welche Art genau, kann ich nicht sagen. Auf alle Fälle viel zu gross werdend für dein Becken.

Gruß
 
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