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Wassertemperatur Einfluss auf das Geschlecht bei Jungfischen

Dieses Thema im Forum "Zucht" wurde erstellt von adamov, 17. August 2010.

  1. Hallo

    Mich stellt sich schon seit längeren die Frage ,hat die Wassertemperatur Einfluss auf das Geschlecht bei Jungfischen ?
    Hintergrund der Frage ist ,das die Jungfische bei mir im AQ fast nur Männlich sind .

    Im durchschied habe ich 27 C im AQ ,bei dieser Wassertemperatur habe ich dann z.B. bei den Guppys fast nur Männliche Tiere. Auch bei den Corys konnte ich feststellen, das bei der Temperatur um 27 C überwiegend Männlicher Nachwuchs vorhanden ist.

    Oder spielen noch andere Faktoren eine Rolle bei der Endwicklung der Geschlechter ?
    Wie z.B. PH, GH, KH Werte.



    Wie sind eure Erfahrungen ?


    Gruß Norbert
     
  2. Moin,

    die Temperatur wird gerne als Faktor beim Geschlechterverhältnis angegeben, ich bin da nicht von überzeugt.

    Rein (Bio)logisch gesehen macht das schon mal gar keinen Sinn, eine Art hätte in der Natur dadurch massive Nachteile.

    In der Apistogramma und manchmal auch Killi-Szene wird die Temperatur gerne mal als Einflußgeber angeführt.
    Nach der eigenen Erfahrung ist das so nicht festlegbar und auch die Kenner sind mit solchen Aussagen eher vorsichtig.

    lg Markus
     
  3. Hallo


    Das ging mir einfach mal so durch den Kopf, so wirklich kann ich mir das auch nicht vorstellen .
    Es wundert mich halt nur das bei meinen Nachzuchten überwiegend Männchen rauskommen. Aber warum das so ist kann ich mir nicht erklären.
    Vom Logischen her sollte das Geschlechter Verhältnis eigentlich ausgewogen sein ,um die Art zu erhalten.
    Hat die Wasser Chemie über habt einen Einfluss auf das Geschlecht.
    Ich weiß das die Temperatur einflus auf den Stoffwechsel der Fische hat ,aber die Temperatur auf die Jungen, in Bezug auf das geschlecht ist schwer vorstelbar.

    Gruß Norbert
     
  4. Nicht unbedingt.

    Es kann durchaus Sinn machen, dass es von einem Geschlecht mehr Tiere gibt.Z.B. mehr Männchen als Weibchen macht durchaus Sinn bei Fischen ich sag mal mit "extrovertierten Kerlen". Ein Feind wie ein Eisvogel pickt sich eher welche von den auffälligen Gesellen raus, da macht es Sinn davon auch mehr "anzubieten"

    Das ist einfach noch ein wenig bekanntes Gebiet. Es gibt garantiert Forschungen diesbezüglich bei wirtschaftlich relevanten Fischen, aber die kann man dann schlecht auf einen ganz anderen Fisch übertragen.

    Dann natürlich nicht die Aquarien-Beobachtungen außer acht lassen, aber wenn man nicht weiß was für Faktoren alles eine Rolle spielen und nur weil es mal bei Aquarianer X tatsächlich ein paar Mal bei erhöhten Temperatur mehr Männchen oder Weibchen hatte sagt das so noch gar nichts aus.

    lg
     
  5. FKS

    FKS

    Hi,
    eben. Für bestimmte Fischarten/-gruppen mag es etwas offensichtlichere Kontrollfaktoren geben, aber die werden idR nicht mit den zahlreichen anderen Faktoren abgeglichen (so könnte man den augenscheinlichen Faktor Temperatur sicherlich immer wieder mit anderen Faktoren als irrelevant darstellen). Auch sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass Aquarium nicht gleich Natur ist. Schon alleine Faktoren wie Nahrungsangebot und Individuendichte sind teilweise dramatisch unterschiedlich. Werden vielen neben anderen nach wir vor kontrovers als limitierende/bestimmende Faktoren diskutiert. Wie Markus richtig sagt: nimmt man das bisher beobachtete und wirft es in einen Topf (oder einige wenige Töpfe), sieht man, das man quasi gar nix weiß. Nun, im Aquarium hat man immerhin einige "Knöpfe" zum drehen. Das sollte man dann auch ausnutzen.
     
  6. Hallo

    Das mit den Fressfeinden ist einleuchtend ,wenn z.B. zu wenige überbleiben gibt es auch nicht genug Nachkommen . So könnte es passieren das die Art ausstirbt.

    Wenn ich den Platz hätte würde ich mich da zu hinreißen lassen einen Versuchsaufbau zu starten. Mehrere kleine Becken jeweiz mit einem Paar z.B. Guppys oder Platys und diese dann bei verschiedenen Wassertemparaturen Nachziehen.
    Stelle mir das Interessant vor zu sehen was da bei raus kommt.


    lg norbert
     
  7. Noch ein Nachtrag..................

    Wie ich bei den Corys beobachten konnte sind bei der Paarung, mehrere Männchen hinter ein Weibchen her. Da liegt meine Vernutung nahe das bei den Corys die Temperatur nur eine untergordnete Rolle spielt. Es ist wohl ehr so, das es bei den Corys einen Männer überschuß geben muß.
     
  8. Hallo Norbert,

    an Deiner Stelle ich es ruhig versuchen, die Fisch mal etwas kühler zu setzen, so rein zu Versuchszwecken.

    Bei meinen Apistogramma macmasteri habe ich bei 26-27°C fast nur Kerle.
    Nun sitzt ein Paar separat bei 22-23°C und ich warte auf erste Jungfische.

    Die Zeit wird es zeigen.

    Beste Grüße
    Martin
     
  9. Hallo Martin,

    ich habe jetzt die Wassertemperatur auf 25 C runter ,und habe ein Gelege von meinen Corys .Jetzt bin ich mal gespannt was bei raus kommt .Der letzte Junge Cory war ein Männchen ,den habe ich aus den Außenfilter geholt als ich den Filter gereinigt habe .

    Gruß Norbert
     
  10. Moin,

    man kann ja frei nach Römer, so ein wenig versuchen zu deuten:

    Hohe Temperaturen, hohe PH Werte = Männchen.
    Temperaturen steigen, Trockenzeit fängt an, weniger Wasser, mehr Freßfeinde, dann mal lieber ein paar auffällige Männchen als Opfer und als Überschuss produzieren

    Niedrige Temperaturen, niedrige PH Werte:
    Regenzeit, mehr CO2 im Wasser durch ausgewaschene Huminsäuren, Fortpflanzungszeit beginnt, also mehr Mädels an den Start, ein Männchen kann auch mit mehreren Mädels, da braucht es nicht soviele Männer..

    (...so oder vielleicht auch ganz anders...)
     
  11. Hallo

    Ich hatte hohe Temperatur und den PH Wert niedrig = viele Männchen..........
    ob das jetzt an den Werten lag weiß ich nicht ,dazu fehlen mir Vergleiche


    Gruß Norbert
     
  12. hi

    nö,
    die Kerle greifen sich 3 Tage später das nächste Mädel... :mrgreen:

    bei meinen C.weitzmani hatte ich deutlichen Mädels-Überschuß.....
    bei anderen Arten hab ich nicht so genau geschaut bzw. kann mich an "Fehl-Verhältnisse" nicht erinnern.

    bleibt auch die Frage, ob in der Natur "immer" 1:1 Geschlechterverteilung "normal" ist.
    Vermutlich ist das nur im Hirn des Homo sapiens so angelegt....
     

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