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Projekt: Mangrovenpaludarium

Dieses Thema im Forum "Mitglieder Aquarien" wurde erstellt von Sahne, 22. März 2012.

  1. "Bist du bescheuert? Warum schneidest du das kaputt?"
    -Mitbewohner über durchgeführte Arbeiten am 'alten' Aquarium

    Hallo miteinander!
    wie bereits an anderer Stelle in diesem Forum angedeutet, möchte ich hiermit nach gefühlt ewiger Abstinenz (fast ein Jahr) endlich wieder in die Vivaristik einsteigen und habe heute nach langen Planungen mit einem neuen und, für meine Verhältnisse, recht umfassenden Projekt begonnen, welches ich nun hiermit offiziell vorstellen und im Weiteren dokumentieren möchte.
    Die Grundlage für dieses Projekt besteht in einem verwaisten 120x50x50 Becken, welches seit meiner Auslandsaufenthaltbedingten, vorübergehenden Hobbyaufgabe im vergangenen Jahr ein trostloses Dasein als Zimmerkräuterbeet fristen musste, bis mir nun vor einigen Wochen der Salat eingegangen ist und mich das Vivaristikfieber wieder gepackt hat. Kurz um: Neue (Mit-)Bewohner müssen her!
    Lange Zeit spielte ich fortan mit dem Gedanken das Aquarium durch einen Um- und Aufbau zu einem Großraumterrarium umzugestalten, war jedoch dann wie so oft mit einem Freund einfach mal so zum Schauen bei Zoo Zajac und habe dort ein wunderschönes "Aquarium" gesehen, dessen Preis mich allerdings umgehauen hat. Aus diesem Grund dachte ich mir: Warum nicht günstiger selber machen?
    So war also die Projektidee geboren und da ich auch bereits seit einigen Tagen mit dem Gedanken an ein Paludarium für Schlammspringer gespielt habe, war es auch nicht schwer, die Pläne entsprechend zu entwickeln.
    Um es also auf den Punkt zu bringen:
    Ich baue durch Verwertung des 120x50x50 Beckens ein neues, größeres Vivarium, mit ganz eigenem Design, um darin zukünftig Schlammspringer und Mangrovenbäumchen zu verbeheimaten. Zusätzlich soll das Vivarium als kleine Spielerei natürlich auch über einen entsprechenden Gezeitenrhythmus verfügen.
    Um nun die Spannung noch ein wenig zu erhalten, wird es zum Design an dieser Stelle keine weiteren Angaben mehr geben, sondern als kleinen Vorgeschmack auf das in den nächsten Tagen kommende, die ersten Bilder der eingekauften Materialien, sowie begonnen Arbeiten.
    Achja, bis zum jetzigen Zeitpunkt belaufen sich die Materialkosten auf ca. 400€ (davon entfallen 55,- auf eigene Dummheit) und es werden voraussichtlich noch etwa 250,- nötig sein, für die verbleibenden Materialien, Einrichtungsgegenstände, Pflanzen und Bewohner. Da das Vorbildbecken (übrigens kleiner und weniger komplex im Design) z.Z. bei oben genannten Zoohandel für etwa 850,- ohne Deko etc. zu haben ist, kann ich also wohl behaupten, noch immer halbwegs gut weg gekommen zu sein :D
    Nun aber genug gelabert, Zeit für Bilder! Diese sind übrigens leider nur mit einer Handykamera gemacht, da meine eigentliche Kamera gerade mit 'nem Bekannten durch Thailand reist. Auch fanden die heutigen Arbeiten nach Sonnenuntergang auf einem lichtarmen Dachboden statt (Lackdämpfe etc.), daher bitte ich die 'Umgebung', als auch den düsteren Eindruck zu entschuldigen. Was hingegen die leicht spartanisch anmutenden 'Böcke' aus diversen Pappkartons angeht, ... tja. Es funktioniert doch, oder? Das reicht ja wohl! :D
    Viel Spass damit und einen schönen Abend noch!
    Marcel
    Ps. An dieser Stelle noch ein schnelles Dankeschön an meinen guten Freund und Mitvivarianer auf den Fotos, für seelische und technische Unterstützung bei Planung, Einkauf und ersten arbeiten! Thx mate!
     

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  2. Hier die restlichen Bilder von heute.
    Und wer möchte kann ja mal raten, was es mit dem Aquarium und seinem Zwilling im letzten Bild bezüglich des Projektes auf sich hat ...
     

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  3. Hallo Sahne,

    sieht ja gut aus bis jetzt, wird also ein schwarzer Unterbau so wie es aussieht.
    bin gespannt was raus kommt ich hoffe du hältst uns immer up to date.

    LG Hoffi
     
  4. Schönen guten Morgen!
    Also was die Farbe angeht, Hoffi, hast du so halb recht. Der schwarze Lack betrifft die Innenseiten des Vivariums, um dieses doch etwas undekorative gelbe Splittergekrümmsel etwas zu kaschieren. Von außen wird dann mit Klebefolien in Nussholz- und Birkenoptik überklebt werden.
    Jetzt gerade ist nun erstmal kurze Pause, mit anderen Worten mein Akkuschrauber muss wieder neu laden und der Lack hat entgegen der 4,5m² Angaben nach nur gut 3m² den Dienst versagt und ist noch dazu extrem durchscheinend. Aus diesem Grund geht es dann also jetzt gleich los, neuen Lack kaufen besorgen, einen Ceranfeldschaber für die Silikonreste an den Scheiben, sowie 'ne Großladung Epoxidharz von E.N.T.
    Nichts desto trotz, hier zwei weitere Fotos, die neues erahnen lassen ...
    Beste Grüße!
    Marcel
     

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  5. Hallo,
    solche Projektdokumentationen finde ich immer super, da ich im Forum quasi mitwirken kann, während ich in der Realität weder Zeit noch Geld für solche interessanten Spirenzien habe... :thumleft:
    in diesem Sinne:
    Probier das mit der Dekorfolie vorher mal auf nem Reststück aus. Ich hab so meine Bedenken, dass die Folie auf der groben Oberfläche von OSB-Platten, v.a. im Kantenbereich, auf Dauer hält. Auf jeden Fall würde ich sie vorher ablackieren. Vielleicht gibt es für sowas ja auch einen bestimmten Füller.

    Ansonsten viel Spaß und Erfolg.
    Werde es weiter verfolgen
    Grüße
    S.
     
  6. Hallo,

    meine Unterschränke habe ich auch aus OSB-Platten gebaut. Dekorfolie hält daran seit Jahren problemlos.
     
  7. Guten Abend!
    Zunächst einmal freut es mich, dass es bisher gefällt und auch Interesse an einer weiteren Verfolgung besteht :D Was dann die Dekofolie und OSB-Platten angeht, so hab ich damit auch schonmal nen kleines Tischchen gebaut, in dieser Kombi, hält bisher auch hervorragend. Natürlich kann es immer auch mal anders laufen, aber ich schätze, da hilft nur ausprobieren und abwarten :)
    Aber kommen wir zurück zum Projekt:
    Der Einkauf heute ist mal wieder ein wenig aus dem Ruder gelaufen (passiert euch das auch? Man geht los und will nur schnell ne Dose Lack kaufen und kommt zurück mit 125kg Sand, 3,2l Epoxidharz, zwei Dosen mit unterschiedlichen Bohreraufsätzen für die Türschaniere und schrägen Kanten, Ceranfeldschaber für Silikonreste ...) und hat entgegen der Planungen die Ausgaben um weitere 150,- gestreckt, aber dafür sollte ich nun soweit alles im Haus haben, bis auf Dekowurzeln und Steine, sowie lebende Bewohner.
    Danach ging es dann wieder ab auf den Dachboden, sägen, sägen, sägen, bohren und lackieren. Zwischendurch gab es leider ein wenig Ärger, als ich feststellen musste, dass ich mich, was die Lampenkästen angeht, ein wenig verplant habe und diese schlichtweg nicht ins Paludarium passten. So war ich leider gezwungen mir flux eine Alternative auszudenken und auch wenn diese leider nicht mehr so schön sein wird, wie ursprünglich geplant, sollte es aber funktionieren, dass alle vier geplanten Halogenspots einen Platz finden werden. Wobei auch letzteres ein wenig schwierig wird, da die Spots trotz Angabe einer Breite von 70mm NICHT in Bohrlöcher von 70mm Breite passen. Dies führt dazu, dass selbige Bohrlöcher von Hand nachbearbeitet werden müssen, um rundherum mindestens 2mm und an zwei Stellen etwa 5mm für die Klemmfedern abzutragen. Schlussendlich habe ich jetzt aber wohl alle Bretter fertig, sodass morgen dann die Löcher für die Schläuche, Kabel und Lampen gebohrt werden können, um anschließend alles großzügig in Epoxidharz zu ertränken.
    Selbstverständlich gibt es auch von den nun trocknenden Brettern ein paar Fotos:
     

    Anhänge:

  8. Und zum Abschluss noch sämtliche Bretter versammelt:
     

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  9. Einen schönen guten Abend, miteinander!
    Nachdem sich nun in den letzten zwei Tagen nicht so besonders viel getan hat am Projekt, was ein paar Bilder wert war, hab ich aber nun wieder genug davon gemacht, um euch zu zeigen, wie es bisher weiter gegangen ist.
    Zum einen wäre das das Ausschneiden der beiden Bretter für die Filterkammer, welche ich natürlich vollkommen vergessen hatte. Das war allerdings auch zügig erledigt und somit nicht das große Problem. Im Anschluss daran wurden die verbleibenden Löcher für die Wasserrohre in die entsprechenden Bretter gebohrt, einige Bretter für die beiden kleinen Flutwassertanks gefast, sowie an einigen Stellen der Lack noch einmal überarbeitet. Ausserdem mussten noch ein paar Löcher für weitere Lampen gebohrt werden. Da während all dieser Arbeiten aber leider mein Akkuschrauber gestreikt hat, da er stets nach wenigen Minuten den Dienst einstellte (Akku leer), habe ich den Großteil des Mittags damit verbracht ein geeignetes Werkzeugfachgeschäft auf zu treiben, um mir dort einen Bohrer aus zu leihen.
    Nachdem die entsprechenden Arbeiten abgeschlossen waren, ging es dann ans Epoxieren der Platten. Zu diesem Zweck habe ich einen Liter Epoxidharz angerührt und dieses in zwei Gängen auf die Platten aufgetragen, um am Ende noch etwa 200ml in Reserve zu haben. Im Anschluss daran folgte die wohl prägendste Erfahrung meiner Woche:
    Aus, man könnte sagen Gewohnheit nach dem ganzen Lackieren der Vortage, bin ich nach getaner Arbeit ins Bad gegangen und habe begonnen die benutzt Rolle unter fließend Wasser gründlich mit den Händen aus zu waschen ... Und irgendwie blieb das Erfolgserlebnis aus. Nach etwa 15 Minuten und vollständig mit bereits aushärtendem Harz verschmierten Händen, Rolle und Waschbecken fiel mir dann langsam auf, dass da irgendetwas nicht recht lief, wie es meiner Meinung nach sollte und in diesem Moment erinnerte ich mich an den Hinweis im Beipackzettel, die benutzten Werkzeuge nach Gebrauch mit Aceton auszuwaschen. Damit war die Sache dann auch recht schnell klar. Mein Mitbewohner kam dann glücklicherweise in diesem Moment zur Türe rein und erklärte sich freundlicherweise bereit, die nächste Apotheke auf zu suchen und sich dort nach Aceton zu erkundigen. Selbiges wurde ihm dort leider nicht ausgehändigt, jedoch der Tipp, es einmal mit Acetonhaltigem Nagellackentferner zu versuchen.
    Tja, das Ende des Liedes war: 2 Stunden Händewaschen, anderthalb Flaschen Nagellackentferner und ein feixender Mitbewohner ... Moral von der Geschichte: Wenn auf der Packung steht: "Mit Aceton auswaschen", dann bedeutet das soviel wie "Und schmier dir das Zeug nicht über beide kompletten Hände, du Vollpfosten, denn den Scheiß wirst du im Leben nicht wieder los!!!!" :autsch:
    Weil's aber so lustig war, hab ich dann heute, mit Gummihandschuhen ( :dance: ), direkt den nächsten Strich Epoxid aufgetragen und dieses anschließend mit Quarzsand aus dem Baumarkt bestreut. Auf diese Weise wirkt die bestrichene Fläche nicht mehr wie frisches Plastik und hat ein etwas angenehmeres Aussehen, wie ich finde.
    Den Rest des Nachmittages ging es dann daran die Scheiben der beiden zerschnittenen kleinen Aquarien gründlich vom Silikon zu befreien und zu putzen, sowie weiter mit der Rasierklinge am großen herum zu doktorn. Da dies aber noch nicht beendet ist, gibt es auch noch kein Resultat zu sehen.
    Die Planung für morgen sieht nun vor, das Aquarium endgültig zu zerlegen, dessen Scheiben ebenfalls zu reinigen und dann endlich auf die entsprechenden Bretter auf zu kleben, sowie bei den Filterkammerbrettern die entsprechenden Rückseiten zu epoxieren.
    Soviel also dazu.
    Und nun endlich die versprochenen Bilder:
     

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  10. Einen schönen guten Morgen!
    Hier kommt dann mal das nächste kleine Update zum fortschreitenden Bau des Paludariums, auch wenn sich gestern nicht so besonders viel getan hat. Dafür war das Wetter zu schön und hat eher zu einem Spaziergang um den See verleitet, statt sich oben auf dem Dachboden zu vergraben ;)
    Nichts desto trotz ging es dann in den Abendstunden noch einmal ein wenig ans Werk und endlich wurde das große Aquarium vollständig zerlegt, wobei übrigens drei Rasier- und drei weitere Ceranfeldschaberklingen ihr Leben gelassen haben, und in einer mordsmäßigen Putz- und Schrubbarbeit mit dem Stahlschwamm vom Silikon befreit, nur um anschließend die einzelnen Scheiben mit Silikon auf die entsprechenden Seitenteile wieder auf zu kleben. Danach ging es dann zur Abwechslung mal wieder hoch auf den Dachboden, wo die beiden kleinen Flutwassertanks mit den kleinen Lampenkästen verklebt wurden. Alles in allem wurde für diese Klebearbeiten knapp eine 310ml Katusche Aquariensilikon verbraucht.
    Sollte heute Nachmittag alles klappen ist dann geplant mit Hilfe einer Schleifmaschine die Ausschnitte in den Deckelplatten noch ein wenig nach zu arbeiten, da diese um knapp einen Millimeter zu klein geworden sind (Die Crux der Stichsäge), dann die Aluprofile zum Tragen der Deckelscheiben auf Maß zu schneiden und eventuell auch gleich an zu schrauben, sowie die letzten Schichten Epoxidharz auf die Rückseiten der Platten für den Filter- und die Flutwasserkästen auf zu tragen. Im besten Fall könnte dann wohl ab morgen endlich der Zusammenbau des Paludariums beginnen :)
    Und natürlich will ich euch die Bilder nicht vorenthalten, also in diesem Sinne viel Spass beim gucken!
    Marcel
     

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  11. Hallo miteinander!
    Mit diesem wenige Minuten alten Foto möchte ich einen kleinen Ausblick auf den umfassenderen Bericht im späteren Verlauf des Abends bieten und nochmal neugierig machen. Freue mich natürlich auch über alle eventuellen Reaktionen und Kommentare (solange sie nicht zum Zustand meines Zimmers sind :box: )
    Grüße,
    Marcel
     

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  12. Bin echt gespannt, wie das nachher fertig aussieht. Weiter so. ;)
     
  13. Moin,

    ich verfolge es mit großer Spannung :D !

    lg
     
  14. Nabend!
    Und das mit der Spannung kenn' ich nur zu gut. Zum Beispiel ob am Ende auch alles aus kommt, wie gedacht :D

    Aber Nun zum versprochenen Tagesbericht, den ich aber aufgrund der doch inzwischen etwas fortgeschrittenen Stunde kurz an Worten und kürzer an Bildern halten werden. Ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen? Werde das Anschauungsmaterial direkt morgen früh aus der Vorlesung hochladen
    Also, was ist heute passiert?
    Nachdem die Uni endlich aus war, bin ich direkt durchgestartet und habe mit den Arbeiten weiter gemacht. Inzwischen war auch die letzte Schicht Epoxid getrocknet und so wurden die Einzelteile des Paludariums vom Dachboden in mein direkt darunter gelegenes Zimmer verfrachtet. Dort ging es dann an den schrittweisen Zusammenbau der Einzelteile. Zunächst habe ich den kleinen Kasten zusammen gesetzt, in welchem später die Steckdosenleiste untergebracht werden soll. Dazu befindet sich dieser auf der Rückseite des Paludariums an der einzigen unbeglasten Seitenscheibe. Im nächsten Schritt wurde dann der große Lampenkasten für zwei der vier Halogenspots zusammengefügt, mit reichlich Silikon vermatscht und abgedichtet und in den großen Flutwasserspeicher eingebaut. Direkt im Anschluss kamen die Trennbretter für den Pumpen und Filterkasten hinten dran, da sich beide im Flutwassertank befinden. Nachdem dies geschehen war, wurde die Trennplatte mit den Halogenspots und angeschraubten Kammerplatten mit der rückseitigen Platte und dem Steckdosenkasten verschraubt. Auf diese Weise war der erste Teil der Arbeiten fertig.
    Der nächste Schritt bestand im Zusammenschrauben der einzelnen Seitenplatten, um im Nachhinein die Bodenplatte aufsetzen zu können. Zu diesem Zeitpunkt entstand auch das Foto vom früheren Abend, als ich alle Einzelteile mal aneinander gestellt habe, um einen Eindruck vom großen Ganzen zu bekommen.
    Lange Rede kurzer Sinn: Alle Seitenplatten aneinander gestellt, Silikon dazwischen (leider ziemlich viel, da durch das Arbeiten mit einer Stichsäge teilweise Ungenauigkeiten von bis zu 5mm entstanden sind, die es zu füllen und verschrauben galt). Nichts desto trotz hat alles gepasst und nach einigem hin und her und gefühlten 20l Silikon waren alle Seitenplatten miteinander verbunden. Nun ging es also an die Bodenplatte. Freundlicherweise hat mir mein Mitbewohner dann geholfen, das Paludarium einmal auf den Kopf zu stellen, was schon nicht mehr sehr leicht war. Inzwischen wiegt der Kasten einige Kilogramm.
    Mit einigem Verschieben ließ sich dann die Bodenplatte an den Seitenplatten ausrichten und durch vier Eckschrauben fixieren. Sodann wurden alle anderen Schraublöcher im 20cm Abstand vorgebohrt, die Bodenplatte wieder entfernt und alle Kanten mit ordentlich Silikon versehen. Danach hieß es, Bodenplatte wieder drauf, an den vier Eckschrauben ausrichten und dann alles schön fest ziehen. Und weil's so schön war, wurde der Kasten dank der Mithilfe meines anderen Mitbwohners in einem kleinen Kraftakt dann auch wieder auf die Füße gestellt. Apropos Füße, die gab's natürlich auch. Zwölf große Filzpads im Abstand von je 50cm in der Länge bzw. 40cm in der Breite.
    Um, was die Wasserdichtigkeit angeht, auf Nummer sicher zugehen, wurden dann alle Innenkanten noch einmal erneut mit Silikon nach gestrichen und danach erst einmal alles fürs Abendessen stehen gelassen.
    Nachfolgend ging es dann an das Bohren der Kabellöcher für die Beleuchtung, sowie das Einsetzen der beiden kleinen Flutwasserspeicher, ebenfalls unter Anwendung von größeren Mengen Silikon und schlussendlich wurden die Arbeiten für heute eingestellt, um die heilige Nachtruhe meiner Mitbewohner und Nachbarn zu wahren.
    Für den morgigen Tag ist jetzt geplant, die verbleibenden Rohre zwischen den Tanks zu verlegen, die Lampen zu verkabeln und das gesamte Paludarium mit Klebefolie zu versehen. Zum Abschluss geht es dann an die Deckelplatten, den wahrscheinlich aufwendigsten Teil.

    Nachdem aber nun das Paludarium großteilig steht und ich immer noch nicht wirklich nennenswertes zu den Daten habe hören lassen, möchte ich das nun nachholen:
    Gesamtgröße: 172x88x65 BTH
    Innenvolumen: 150x80x60 BTH ~ 720l Brutto
    Flutwasserspeicher inkl. Filter und Pumpe: 18x80x60 BTH
    Beleuchtung: 4x Halogenspots, je 25W
    Heizung: 150W
    Pumpe: Eheim 600
    Zunächst einmal soll das ganze Paludarium einmal ein großer Couchtisch werden. Dazu ist das Design angelehnt an den "Aquatable" von Aquatlantis Klick, wurde jedoch kleinen Änderungen unterzogen. Während der "Aquatable" etwas kleiner ist und aus einem Aquarium im Holzrahmen besteht, ist das Paludarium aus Holz mit eingeklebten Scheiben. Auch ist der Deckel nicht wie beim "Aquatable" nur um wenige Zentimeter vor oder zurück verschiebbar, sondern wird über Scharniere in den Seiten nach oben aufklappbar sein. Logische Konsequenz daraus ist natürlich, dass es keine geschlossene Deckscheibe geben kann. Aus diesem Grund und weil ich gerne Mangroven in diesem Paludarium anpflanzen möchte, welche den entsprechen Platz nach oben benötigen, verfügen beide Deckelplatten über einen U-förmigen Ausschnitt, in welchen jeweils U-förmig mehrere Glasscheiben, gestützt durch Aluprofile eingelassen werden. In der Mitte der Glasfläche bleibt jedoch eine Öffnung von 20cmx70cm zurück, welche es den Mangroven ermöglichen soll, aus dem Paludarium heraus, in den Raum hinein zu wachsen.
    Was die Innengestaltung des Paludariums angeht, so verfügt es, wie die Bezeichnung der Flutwasserspeicher bereits verrät, über die Möglichkeit größere Mengen Wasser in den dafür vorgesehenen Tanks zwischen zu lagern und per Zeitschaltuhr in regulierten Abständen in das Hauptbecken fließen zu lassen. Zu diesem Zweck verfügt der große Flutwasserspeicher über eine Pumpe, welche das Wasser aus dem Hauptbecken über einen Filter in die Wassertanks leitet. Diese haben jedoch eine winzige Öffnung, sodass zum einen der Füllprozess durch kontinuierlich ablaufende Wassermengen verlangsamt wird (soll ja etwa 6 Stunden dauern) und verfügen zum anderen über einen Überlauf, der bei einer entsprechend vorzeitigen Füllung dafür sorgt, dass keine bedrohlichen Pegelstände in den Tanks erreicht werden, sondern ab einer gewissen Marke das Wasser wieder zurück in das Paludarium geleitet wird. Die beiden kleineren Tanks sind über ein am Boden des Paludariums verlaufendes Rohrsystem mit dem großen Tank verbunden, durch das Prinzip der kommunizierenden Röhren werden dann dementsprechend die Füllstände selbstständig reguliert. Der Heizstab wird in den Flutspeicherkasten integriert und ebenfalls per Zeitschaltuhr aktiviert, sobald ein gewisser Pegelstand im Speicher erreicht wird. Auf diese Weise besteht keine Verletzungsmöglichkeit für die Tiere durch den heißen Stab und es bleiben gleichzeitig alle elektrischen Geräte im selben "Gehäuse", was die Wartung vereinfacht.
    Die Dekoration und Einrichtung des Paludariums soll zentral aus einer flachen Insel bestehen, in deren Mitte die bereits erwähnten Mangroven wachsen können. Durch Hölzer und Steine, sowie Javafarn und C. wendtii werden dann Akzente gesetzt und die Umgebung für die künftigen Bewohner, Periophthalmus novemradiatus, gestaltet. im Randbereich des Paludariums, also vor den Seitenscheiben, fällt der Landteil ab und geht in Flachwasser über, welches wahrscheinlich zu Fütterungszwecken mit Salztoleranten Guppys und/oder Garnelen besetzt wird.

    Soweit so gut. Damit beende ich für heute bis auf Weiteres das Thema Paludarium und werde mich nun ins Bett begeben. Bilder gibt es wie gesagt gleich morgen früh und wenn alles gut geht, könnte der Bau tatsächlich morgen Abend abgeschlossen werden und es geht dann in den nächsten Tagen und Wochen an die Dichtigkeitstest, sowie das Einrichten, bepflanzen und beleben des neuen "Tisches"!
    Fragen, Anmerkungen, Kritik oder sonstiges sind natürlich wie immer gerne Willkommen!
    In diesem Sinne noch eine wunderschöne gute Nacht!
    Marcel
     
  15. Einen schönen guten Morgen!
    Vorlesung hat begonnen, also hier die versprochenen Bilder. Man hat ja als Student sonst nix zu tun ;)
    MfG Marcel
     

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  16. Und der nächste Schwung Bilder ...
     

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  17. So, hier kommt dann der letzte Satz Bilder von gestern. Hoffe, es gefällt euch!
     

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  18. Und wieder mal einen schönen guten Morgen miteinander!
    Heute gibt's wieder ein neues Update, nachdem sich gestern, an meinem freien Tag, wieder ein wenig am Paludarium getan hat. Inzwischen nimmt der Kasten nämlich allmählich Form an und kann sich sehen lassen. So wurden mit einigem Hin und Her die Lampen alle angeschlossen und verkabelt und die Filtermatte, sowie die Pumpe und der Überlauf im großen Flutwasserspeicher eingesetzt. Ausserdem gibt es nun auch Verbindungsrohre, welche die einzelnen Flutwasserspeicher untereinander verbinden.
    Mit einigem größeren Aufwand ging es dann an den Einbau der Deckel. Dabei hat sich leider gezeigt, dass die geplante Konstruktion von Halteprofilen aus Alu in dieser Form nicht realisierbar war. Geplant war ein Vierkantprofil in ein Rechteckprofil zu schrauben, mit einem dazwischen liegenden 4mm Spalt, in welchen die Scheibe eingeklemmt wird. Das Ganze hätte dann von innen an die Bretter gepackt werden sollen. Nach einigem Rumprobieren aber musste ich feststellen, dass ich mit meine Handbohrer allein nicht die nötige Genauigkeit hatte, die entsprechenden Löcher für die Schrauben zu bohren, sodass der Spalt für die Scheibe zwischen 3mm und 4mm schwankte. Dies machte das Einsetzen der Scheiben leider unmöglich. Also ging es nochmal ab in den Baumarkt, neue Profile besorgen (bei den Versuchen waren einige verbraucht worden).
    Nun bin ich im zweiten Anlauf hingegangen und habe den Deckel mit der Oberseite auf den Boden gelegt, Scheiben in die passenden Positionen geschoben und dann von unten Winkelprofile aufgeschraubt, auf welchen die Scheiben später aufliegen sollen. Danach wurde das Brett umgedreht und von oben ein breites Flachprofil hinzugefügt. Nun liegen die Scheiben bündig mit der Brettoberkante und werden unten vom Winkel- und oben vom Flachprofil gestützt. Zwar waren an einigen Stellen noch Feinjustierungen nötig, aber im großen und ganzen passt alles.
    Somit nähert sich der Bau des reinen Paludariums langsam dem Ende. Am Wochenende müssen noch die stützenden Frontprofile für die Scheiben hergestellt werden, sowie die Leisten, welche an die äußeren Brettkanten geschraubt werden. Im letzten Schritt kommt dann nur noch das Anschrauben der Deckelbretter an die Scharniere, sowie das aufkleben der Klebefolie an den Seitenbrettern.
    Da aber Bilder mehr sagen als tausend Worte, lass ich diese jetzt mal ihre Geschichten erzählen.
    In diesem Sinne ...
    Marcel
     

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  19. Der Bilder 2. Teil
     

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  20. Moin,

    sind die Tankabläufe mit Metallgittern geschützt? Wenn ja welches Metall - denk daran das salziges Wasser aggressiv ist!

    Auch die Scharniere und das Aluminium würde ich regelmäßig abwischen. Da kommt zwar normalerweise das Salz nicht so schnell hoch bei dem Abstand, aber Schlammspringer können hervorragend "rumplanschen", da landet auch mal Brackwasser überall.

    lg
     

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