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Massives Algenproblem! (Cyano-Befall)

Dieses Thema im Forum "Beginner Forum" wurde erstellt von fishbeg, 12. August 2011.

  1. Ok, alles klar.
    Das Problem ist halt auch daß hunderte winzig kleiner Algenfetzen da herum schwimmen, wenn ich den Sand aufwühle, die man niemals alle kriegt.
    Also dann geh ich mal ans Sammeln.

    Liebe Grüße und vielen mal für Eure Zeit und Tips.
     
  2. mausilibaer

    mausilibaer Moderator AQL-Team

    Deswegen finde ich die Keschermethode vom Martin suboptimal, man verteilt recht viel von dem Zeugs im ganzen Becken herum. Ich habe das Zeugs einfach per Schlauch und Gefühl direkt vom Sandboden (bei mir war es einmal Gümmersand und zweimal Quarzsand vom Baumarkt) abgesaugt. Mit etwas Übung geht da kaum Sand mit, da sich der Blaualgenteppich dabei richtig vom Boden abschälen läßt.
     
  3. Hallo zusammen,
    ich will da noch mal etwas sortieren.
    Weiter oben ging es um die Wechselwirkungen zwischen Algen und Pflanzen: Hat man wenig Pflanzen im Becken, aber ein sattes Nährstoffangebot (der hohe Nitratwert wäre da so ein Kandidat; Nitrat ist ein Pflanzendünger), kann es zu aktivem Algenwachstum kommen, weil die Algen dann keine Nährstoffkonkurrenz haben. Algen sind ja auch nichts weiter als "sehr einfach gebaute" Pflanzen. Das kann passieren, muss aber nicht.
    In Deinem Fall, liebe TE, liegt es aber nicht am Nitrat, denn, und das ging oben ein bisschen durcheinander, Blaualgen sind keine Pflanzen, und damit auch eigentlich keine Algen, sondern Bakterien. Während Algen im Becken eher ein ästhetisches Problem sind - den Fischen sind die nämlich wurscht - kann das bei Blaualgen (sogen. Cyanobakterien) schon mal anders ausgehen, denn Cyanos verbrauchen den Sauerstoff, den die Fische gerne selber atmen würden. Während man also Algen eine gewisse Gelassenheit entgegen bringen kann, sollte man bei Cyanos - na, nicht gerade sich aufregen, aber schon konsequent durchgreifen, und schon gar bei einem Befall wie Deinem.
    Wäre das mein Becken, ich würde zuerst den Befall mechanisch entfernen, so gut es geht. Dann einen wirklich großen Wasserwechsel machen, um "schwimmende" Bakterien so gut wie möglich zu reduzieren. Dann das Wasser gut durchlüften (bei mir reicht es, wenn ich den Filter gut reinige, so dass er "zieht", und den Auslass gegen die Wasseroberfläche richte, aber man kann auch noch eine Luftpumpe ins Becken hängen), und dann würde ich das Becken vollständig (!) lichtdicht verpacken. Zappenduster muss es da drin sein, sonst nützt die Übung nix. Sieben Tage zulassen, aufdecken, freuen. (Und dann den nächsten großen Wasserwechsel.)
    Den Fischen schadet das nicht. Ich weiß, die Vorstellung ist merkwürdig, und ich habe auch lange gezögert bei meiner ersten Blaualgen-Begegnung, aber es ist wirklich so. Die fahren ihren Stoffwechsel runter und warten, bis die lange Nacht vorbei ist.
    Bei Dunkelheit sterben die Blaualgen, weil die Licht für irgendeinen Stoffwechselvorgang brauchen.
    Pflanzen einsetzen kannst Du, wenn es Dir gefällt, auch um ein "echtes" Algenproblem längerfristig zu verhindern. MIt der Blaualgensache haben sie nichts zu tun. Natürlich sollten neue Pflanzen erst nach der Dunkelkur kommen, denn die vertragen das tatsächlich nicht so besonders.
    Viel Erfolg, schöne Grüße,
    Susanne
     
  4. Hallo und vielen Dank für Deine Tips.
    Nach den paar Tagen ist schon wieder alles völlig veralgt.
    Ich werde nun die Fische in das kleine 54L Becken umsiedeln und das große Aq komplett ausleeren und alles neu machen.
    Dann einlaufen lassen und die Fische wieder umsiedeln, dann neue Fische und Pflanzen rein, was anderes fällt mir nicht mehr ein.

    Achja, die Dunkelkur wäre noch eine Möglichkeit...
     
  5. Hallo,
    glaub mir, das, was Du da vorhast, ist zum einen deutlich weniger erfolgversprechend und zum anderen für die Fische sehr viel stressiger als die Dunkelkur.
    Cyanos überleben Deine Reinigungsaktion. Gerade in feuchtem Milieu wie im Bodengrund oder auf Pflanzen.
    Und bevor Du alle Pflanzen wegschmeißt, versuch doch mal die Dunkelkur.
    Schöne Grüße,
    Susanne
     
  6. Hi, ok ich werds versuchen mit der dunkelkur, hab halt nur Angst um meine Fische!

    Wir gehen demnächst ein paar Tage weg, da bietet sich die Dunkelkur ja an...Grüßle
     
  7. Hi,

    das ist eine gute Idee.
    Wichtig ist, absolut dicht abdunkeln.
    Machs so wie hier beschrieben und zwar genau so, bei mir hat's funktioniert, seit über 3 Monaten Blaualgenfrei. :)
    Deinen Fischen macht das nicht's und füttern brauchst du auch nicht.
    Bei mir handelte es sich um mein 576l Malawibecken.

    http://www.aquamax.de/HG06UG04.htm

    Grüße
    Axel
     
  8. Hallo, habe nun heute die dunkelkur beendet, aber leider war es wohl zu kurz, da die Algen teilweise immer noch da sind.
    Es war absolut dunkel die letzten vier Tage und alle Fische haben überlebt.

    Mach jetzt mal einen großen Wasserwechsel und schau mal zu, vielleicht erledigt sich das Problem ja.
    Wenn nicht, dann folgt eine zweite, längere Dunkelkur.
     
  9. Hey,
    du hattest vorher kurz geschrieben, dass du auch einen Sauerstoffsprudler wieder einsetzen willst? Vielleicht hat der dir den pH wert auch etwas versaut :-( ...war bei mir zumindest so, als ich es während meiner Urlaubszeit "gut meinte"... Dadurch dass du Sauerstoff rein und Co2 dabei raushaust nimmt man den Pflanzen das Co2 was sie zum wachsen brauchen..und das knappsen sie dir mal schön von woanders wieder weg.....im Aquarium hängt irgendwie einfach alles miteinander zusammen o_O
    Allerdings ist fraglich ob deine Pflanzenmenge ausreichend Sauerstoff für deine Fische produziert... :? also den Sprudler vielleicht nur mit der Zeitschaltuhr kurzzeitig zuschalten
     
  10. Sorry, aber viele der Antworten sind doch sehr haarsträubend. Wie schon erwähnt sind Blaualgen keine Algen sondern Bakterien. Was vielleicht helfen könnte wäre die vollständige Entfernung der Pflanzen und für MINDESTENS 7 Tage völlige Abdunkelung (komplett mit dicker Wolldecke über das Becken, dass kein einziger Sonnenstrahl mehr reinkommt). Blaualgen sind nicht nur unschön, sondern auch für Mensch und Tier giftig! Nicht umsonst werden Badeseen mit Blaualgenbefall in warmen Sommerwochen gesperrt!

    Vor dem Abdunkeln und gut belüften (nach Textehexe) würde ich es aber machen wie Martin Krüger erwähnt hat. Manuell mit einem Kescher entfernen was nur geht und einen großzügen TWW durchführen. Aber pass auf dass beim TWW nichts dabei an deinen Mund kommt... Und danach hilft nur noch warten... Die Pflanzen entfernen, weil sie höchst wahrscheinlich eh absterben werden...

    Leute, wie kann man nur raten die Beleuchtungszeit zu erhöhen? Das sind Blaualgen, wie man auf den ersten Blick nach 1-2 Sekunden unschwer erkennt. :D Wenn nicht, dann hat man auch keine Ratschläge zu geben! - Ich schrieb dies nur noch mal in Kurzform, um Textehexe zu unterstreichen.

    Gruß
    Seb
     
  11. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    warum sollen denn die Pflanzen raus? Eine gesunde Pflanze übersteht auch locker eine 7-tägige Dunkelkur. Und was mach ich denn mit den Pflanzen? Wegschmeissen? Anschließend wieder einsetzen und damit neue Sporen in´s Becken bringen?

    Gruß
     
  12. Wenn sie es überstehen sollten ist ja schön und gut. Ich dachte eher an eine möglichst großflächige manuelle Entfernung der Blaualgen vor der Abdunklung. Und viele Pflanzen sind da ja nun nicht grade drin.
     
  13. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin Sebastian,

    du solltest aufhören Ratschläge zu geben, wenn du keine eigenen Erfahrungen mit etwas hast. ERst empfehlen "Pflanzen raus", wenn man nachfragt, warum, kommt nur noch heisse Luft "Ich dachte....."

    Genau dieses meinen, denken, glauben usw. führt zu teils hanbüchenen Empfehlungen und zur Verfestigung von falschen Aussagen.

    Also, wenn du schon Blaualgen hattest und deine Pflanzen dabei eingegangen sind, dann schreib es auch so. Ansonsten einfach die Finger stillhalten.

    Gruß
     
  14. Hi Oli,

    100% Zustimmung.
    Für alle, welche das gleiche Problem haben:
    Der Fehler des TE war ganz einfach, dass er sich nicht an die, von mir verlinkte Anleitung gehalten hat.
    Es ist absolut notwendig die Zeit einzuhalten und die abschließenden großen Wasserwechsel durchzuführen.
    Nur dann funktioniert das Ganze.
    Den Fischen und den Pflanzen macht das gar nicht's.
    (eigene Erfahrung und seit fast einem Jahr Blaualgenfrei :dance: )

    Grüße
    Axel
     
  15. mal eine lösung die sich bewährt hat. mein becken ist maßgefertigt für die breite der fensternische und tiefe der fensterbank; künstliche beleuchtung gibt´s keine und pflanzen brauchen schließlich licht! auf eine abdeckung habe ich verzichtet, ebenso wie auf käufliche inhalte. wg, der enormen verdunstung, habe ich auch auf eine heizung verzichtet.
    lief eine ganze weile recht ordentlich und algenarm, bis dann - immer zur sommerzeit die cyanos kamen. offenbar lieben die dinger licht, höhere temperaturen und vor allen dingen sauerstoff. das elend breitete sich stets von dem stellen aus, wo teile aus dem wasser ragten. bei den filterteilen ja nicht kritisch - nur bei den schön blühenden, bis an die obere fensternische ragenden pflanzen ärgerlich: die drumklebende cyanomasse bringt die aus dem wasser herausragenden triebe mit der zeit einfach um.
    mit wasserwerten bin ich nicht weitergekommen. ausserdem ändert vermehrter wasserwechsel weder was an der sauerstoff-, lichtzuführ oder der steigenden temperatur. verdunkeln ginge natürlich durch abhängern der fenster von aussen mit teichfolie. nur bezweifle ich, dass das meiner blüten- und pflanzenpracht wohl bekommen wäre. auch lassen sich die mühsam kultivierten pflanzen nicht mal eben so nachbeschaffen.
    ergo hab ich dann mal in so eine flasche dieses cyano-killers für 15.- investiert. nun ja, bei vorgeschriebener anwendung ist tatsächlich eine wirkung zu verzeichnen, es brauchte seine zeit und die wirkung war nicht durchschlagend. vieles per hand entfernt und trotzdem rerstbefall. per saldo: viel geld für etwas linderung, wobei der großteil eben doch aus einer mechanischen reinigungsarbeit bestand. aus kostengründen bin ich dann mal auf den tip mit dem aspirin nachgegangen. es zeigte die gleiche wirkung: linderung, aber keine beseitigung. auch deutlich höhere dosierungen schadeten weder den fischen noch den cyanos. selbst kein freund von chemie kam mir dann mit wiederkehrenden sommerlichen temperaturen die idee, mal weidenzweige zu verwenden, da dort der gleiche wirkstoff wenigstens auf natürliche weise produziert wird.
    zur erstdosierung habe ich für meine 120 liter ca. 1,5 meter gesamtlänge weidenzeige, durchmesser bleistift bis kugelschreiber genommen. die ersten 25cm stücke habe ich noch unten mit stein beschwert und zwischen langstielige pflanzen gesteckt, bei den letzten verließ mich die motivation, ich hab sie einfach schwimmend gegen die raumabgeneigte fensterseite gelegt. ergebnis: ich hab´s bei der dosierung gelassen. ohne manuelle entfernung und ohne kosten war das becken nach ca. 3 wochen komplett cyanofrei. sie sollten auch niemals wiederkommen. während ich mir gedanken über aspiringehalt und zeitpunkt der nachdosierung machte begann es aus den zweigabschnitten grün zu spriessen. die selben zweige befinden sich seit nunmehr 2 1/2 jahren im becken, cyanos habe ich nie wieder gesehen. einige triebe habe ich auf zwischenzeitig 80 cm wachsen gelassen, der rest wird beschnitten, um´s nicht zu weidenlastig werden zu lassen. die in den boden eingesteckten zweige haben gewurzelt, ebenso die schwimmenden teile. die freitreibenden wurzeln der letztgenannten sind optisch weniger ansprechend und werden regelmäßig gestutzt. es muss ja nicht jeder die natur so lieben wie ich. aber einfach mal ein paar weidenzweige auf die wasseroberfläche gelegt kann schon wunder bewirken.
    in 3 wochen ist weihnachten und während draussen alles kahl wird, beginnen auch meine paar weidenzweige einige blätter abzuwerfen. ich habe sie grad aus den becken gefischt, freue mich über ein absolut cyanofreises becken, das zusätzliche grün im zimmer und dachte mir dabei, ich teile das mal. ein versuch, der es wert ist und weder geld noch einem anderen beckenbewohnern das leben kostet.
    keine sorge - im gegensatz zu ihren freilebenden genossen, werden meine zweige des winters nie ganz kahl nur lichter, etwa 1/3 des grüns übersteht den winter.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. November 2017
  16. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Hallo,

    auch ich hab in letzter Zeit mit immer wieder mit aufflackernden Blaualgenherden zu kämpfen.
    Medikamente auf Salicylsäure-Basis helfen, Wasserstoffperoxid hilft, Dunkelkur hilft.

    Übrigens halte ich die Empfehlung mit den großen Wasserwechseln vor und nach der Dunkelkur für Unsinn.
    Ich habe es mit und ohne probiert und beides funktionierte.

    Da die Ursache unbekannt ist, treten nach einiger Zeit trotzdem wieder Blaualgen auf. Ich vermute mal eine Störung im Bakterienhaushalt des Aquariums. Teichschlamm zu Animpfung der Bakterienkultur hat bei mir aber nicht funktioniert. Von daher wäre eine "nachwachsende" Salicin-Quelle sicher nicht verkehrt.

    Allerdings ist Weide nicht gleich Weide!
    In Deutschland gibt es ca. 35 verschiedene Weiden mit unterschiedlichen Salicin-Gehalten in der Rinde.
    Medizinisch wirksam sind Purpur-Weide und Silberweide.
    Es gehen aber auch Reif-Weide, Bruch-Weide, Lorbeer-Weide, Kraut-Weide und strumpfblättrige Weide.
    Es wäre nett, wenn Du Deine Weidenart nennen könntest.

    Gruß
    Stefan
     
  17. Moderlieschen

    Moderlieschen Moderator AQL-Team

    Hi,

    ein Foto vom Becken wäre auch interessant.
    Bin gespannt, wie das mit den Weidenzweigen aussieht.
     
  18. fischolli

    fischolli Mitglied

    Würde mich auch intrssieren.

    Aber, wenn Salicyl-Säure hilft, müsste doch auch Alg-Exit von Easy Life helfen. Das hat bei mir null Wrkung gegen Cyanos gehabt. Ich habe eine Art, die nur den Oberflächenbewuchs und Blätter knapp unter der Oberfläche befällt.

    Gruß
     
  19. Die großen Wasserwechsel sind kein Unsinn. Es gilt möglichst viel Blaualgen und abgestorbenes Material aus dem Aquarium zu bringen.
     
  20. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Hallo,

    die Blaualgen als Bakterien haben ein exponentielles Wachstum.
    Aus 1 werden 2, dann 4, 8, 16, 32, 64 usw.
    Es nutzt also nichts, die Bakterien zu vermindern,w enn die Umgebung den Bakterien zusagt, werden sie sich wieder schlagartig vermehren, solange auch nur eine einzige im Becken überlebt. Und gerade bei Blaualgen geht das richtig schnell.
    Außerdem scheinen sie ja sessil zu sein, so daß reine Wasserwechsel hier nicht helfen.
    Vor der Dunkelkur wird ja sowieso eine gründliche Absaugung empfohlen, die ja auch tatsächlich sehr gut funktioniert, so das abgestorbenes Material nicht anfallen sollte.
    Ich kann mir nur vorstellen, daß Wasserwechsel irgendwelche Produkte aus dem Wasser entfernen, die den Blaualgen zuträglich sind.
    Ich habe in der Vergangenheit je nach Motivation/Faulheit die Wasserwechsel unterlassen oder gemacht und konnte keinen Unterschied der Zeitdauer bis zur erneuten Infektion feststellen.

    Gruß
    Stefan
     

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