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Indikatoren für einen Wasserwechsel

Dieses Thema im Forum "Wasserchemie" wurde erstellt von Dutchman88, 29. November 2016.

  1. Hallo Leute,

    Ich habe mir vor gut 3 Monaten mir ein neues 648l großes Aquarium gegönnt.

    Nun wollte ich, wie bei meinem alten Aquarium, anhand von Wasserwerten den idealen WW Intervall bestimmen.
    Bei meinen alten Aquarium kam ich da auf 50l/Woche bei 180l brutto.

    Ich habe damit angefangen rund 150l/Woche zu wechseln. Da sich der Nitratwert nicht geändert hat, habe ich die Menge immer weiter reduziert. Nun bin ich zu dem Punkt gekommen, wo seit 6 Wochen keinen nennenswerten Wasserwechsel gemacht habe. Ich habe auch weitere Indikatoren (Phosphat und Leitwert) hinzugezogen, aber auch diese Werte bleiben stabil.

    Kann es sein dass das Becke so groß ist, dass an sich stabil ist?
    Gib es bessere Indikatoren als Nitrat, Phosphat oder Leitwert?
    Kann/sollte ich mein Becken wirklich ohne Wasserwechsel betreiben, sofern alle Werte in Ordnung sind?

    Hier ein paar Detail:

    TECHNIK:
    Aquarium 180x60x60 648l brutto
    1. Filter EHEIM PRO 3 600 mit Prefilter
    3x Bioball 1x Torf
    2. Filter EHEIM Powerball 200
    1x Bioball 1x Torf
    3. Filter EHEIM Skimmer 350 (nur nachts)
    Bodenheizung 50 Watt
    Eheim Stabheizer 500 Watt
    Dennerle Space 600 CO2-Anlage
    LED Beleuchtung mit Tagessimulation und Mondsimulation (ca. 150 Watt Spitzenleistung)

    Wasserwerte:

    Temp.: 24-25
    KH: 3,5°dKH
    GH: 6°dGH
    PH: 6,7
    NH4: 0,05 mg/l
    NO2: 0,01 mg/l
    CU: 0,1 mg/l
    O2: 9 mg/l
    Leitfähigkeit: 400 uS/cm
    NO3: <5 mg/l
    PO4: 0,05 mg/l
    SiO2: 0,6 mg/l
    FE: 0,02 mg/l (Dennerle F15 Dünger ist nicht nachweisbar)
    K: >15 mg/l
    CO2: 30 mg/l

    Besatz (leider nur deutsche Bezeichungen, die lateinischen Namen kann ich mir einfach nicht merken)

    3 Skalare
    Ca. 20 Rote Neons
    Ca. 20 Rotkopfsalmer
    Ca. 15 Panda Panzerwelse
    Ca. 25 Ohrgitterharnischwelse
    2 Antennenwelse
    3 Elefantenrüsselfische
    8 Siamesische Rüsselbarben
    2 Schwarzkehl Buntbarsch
     
  2. Z-Jörg

    Z-Jörg Mitglied

    Hi,
    wie misst du denn die Keim- bzw Bakteriendichte in deinem Becken?
    Das wäre für mich ein sicherer Indikator.
    Nitrat und Phosphat kann man auch durch moderaten Besatz samt Futter und üppigen Pflanzenwuchs regeln.
     
  3. Snowgnome

    Snowgnome Mitglied

    Hi,

    ich halte von solchen Experimenten nicht wirklich was. Ein ordentlicher Wasserwechsel ist aus meiner Sicht die beste Wasserhygiene. Bei 20-cm-Fischen hätte ich ohne Wasserwechsel wahrscheinlich ganz schnell ein großes Problem.
     
  4. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Hallo,

    in Deinem Falle gibt es kaum einen Grund Wasser zu wechseln.
    Die Parameter NO3, PO4 und Leitfähigkeit reichen als Parameter zur Kontrolle völlig aus. Bakterien sind irrelevant.
    Früher als Frischwasser noch als Gift angesehen wurde, war es völlig normal, sogenannte Altwasserbecken zu pflegen.
    Das habe ich auch einige Jahre ohne Probleme so gehandhabt.
    Dazu hier ein interessanter Link:
    http://www.deters-ing.de/Gastbeitraege/Altwasser_.htm

    Gruß
    Stefan
     
  5. Z-Jörg

    Z-Jörg Mitglied

    Kannst du mal belegen, warum Bakterien irrelevant sind?
     
  6. Ebs

    Ebs Mitglied

    Hallo,

    ich hatte vor Jahrzehnten auch beste Erfahrungen mit Altwasser bei der jahrelangen erfolgreichen Haltung von Malawis, eine optimale Filterung und nur Wasserergänzung aus der Wasserleitung. Manche betreiben dieses Prinzip noch heute so.

    Ein Wasserwechsel ist in der Regel nie verkehrt, aber nicht das Allerheilmittel.

    @ Jörg

    Nach meiner Erfahrung hängt die Keim- und Bakteriendichte nicht unmittelbar vom Wasserwechsel ja oder nein ab, sondern von den Gesamtbedingungen im Becken (optimal oder voll daneben).

    Es kommt letztendlich auf die konkreten Bedingungen an und da kann der Wasserwechse hilfreich sein.In der Regel ist er zu empfehlen, aber im Einzelfall nicht unbedingt.

    (Ich wechsele z.B. wöchentlich 20 % des Wasservolumens, weil es so bei mir optimal läuft.)

    Gruß Ebs
     
  7. Z-Jörg

    Z-Jörg Mitglied

    Eben,
    es kommt im einzelnen auf die konkreten Bedingungen an, die uns hier aber nicht bekannt sind.
    Deswegen erschließt sich mir nicht, warum in diesem Fall die Bakterien-/ Keimbelastung irrelevant ist.
     
  8. Ebs

    Ebs Mitglied

    Hallo,

    sie wird doch generell erst dann relevant, wenn sich Auffälligkeiten ergeben, die einen solchen Verdacht evtl. nahelegen.
    Ich musste mir diesbezüglich noch nie Gedanken machen, weil es glücklicherweise noch nie notwendig war.

    Nach den Mitteilungen des TE gehe ich davon aus, dass bei Ihm zumindest momentan alles in grünen Bereich ist.

    Gruß Ebs
     
  9. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    für die reine Haltung der meisten Fishe mag es irrelevant sein, welche Keimbelastung vorherrscht. Aber, für Nachzucht spielt das eine grosse Rolle bei vielen Arten. Nicht umsonst klappt es mit der Vermehrung in ganz frisch angesetzten unbelasteten Becken bei vielen Salmlern, Zwergbuntbarschen etc. was im normalen Becken nicht hinhaut. Oder, es reicht auch schon eine gründliche Reinigung des Beckens, des Filters, verbunden mit großen Wasserwechseln.

    Also, völlig egal ist das m.E. nicht.

    Gruß
     
  10. Ebs

    Ebs Mitglied

    Hallo Olli,

    da hast du völlig recht, Aber so absolut war es ja auch nicht gesagt und gemeint. Alles relativ ! :wink:

    Gruß Ebs
     
  11. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Hallo,

    das Thema Bakteriendichte entfernt sich vom eigentlichen Thema.
    Es geht nicht darum ob eine niedrige Bakteriendichte anzustreben ist, sondern darum, ob die Bakteriendichte einen Marker für einen Wasserwechsel darstellt. Und das tut sie nicht!

    Ein Bakterium hat eine Teilungsrate zwischen 20 min. und einigen Stunden.
    Wechselt man also die Hälfte des Wasser so könnte sich die Bakteriendichte innerhalb von 1 h wieder verdoppeln und wäre wieder auf dem gleichen Niveau.
    Allerdings könnte man argumentieren, daß mit dem Wasserwechsel auch das Substrat der Bakterien halbiert wird. Das Becken befindet sich aber in einem Gleichgewichtszustand und spätesten nach der nächsten Fütterung steigt die Substratdichte wieder.
    Wie wir alle wissen, sind gerade diese Bakterien sessil, sitzen also auf festen Gegenständen, vor allem im Filter.
    Diese Bakterien werden also bei einem Wasserwechsel nicht berücksichtigt. Wieviel Bakterien dann bei der fiktiven Messung gerade im Wasser sind hängt von vielen Parametern ab und ist auch mehr oder weniger Zufall.

    Dazu auch ein Auszug aus dem von mir zitierten Link:
    Deshalb sind NO3/PO4-Tests aussagekräftiger und nebenbei noch einfacher zu messen.

    Gruß
    Stefan
     
  12. Vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Anregungen.

    Also zu der Baketeriendichte bzw. Keimdichte haben noch ein paar Fragen.

    1. Kann man diese Baketeriendichte messen?
    2. Brauchen Viren/Bakterien nicht auch was zu Essen (Stickstoffverbindungen, Kohlenstoffe etc.)?
    3. Kann ein UV-C Klärer die Keimdichte im Freien Wasser soweit reduzieren, dass man die Baketeriendichte vernachlässigen kann?

    Vielen Dank im Vorraus für Eure Antworten.

    Gruß René
     
  13. Ebs

    Ebs Mitglied

    Hallo Rene´,

    Gruß Ebs
     
  14. Also würde erstmal nichts dagegen sprechen auf einen wöchentlichen Wasserwechsel zu verzichten.

    Die ca. 100l beim Mulmabsaugen alle 4-6 Wochen würden ausreichend, sofern ich die Werte regelmäßig checke und es den Pflanzen und Fischen gut geht?
     
  15. Ebs

    Ebs Mitglied

    Zu 1. Nein
    Zu 2. Ja

    Wie oft willst du denn nun noch fragen?
    Entscheide dich und mach einfach ! Einfach ausprobieren, oder es lassen. :thumright:

    Wie man es auch macht, es kann alles funktionieren oder auch nicht, da ja kein Becken ist wie das andere und von vielen Faktoren abhängig.

    Gruß Ebs
     

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