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Ideal Durchflußmenge Aquarium Filter

Dieses Thema im Forum "Technik" wurde erstellt von Thomas69, 13. Oktober 2006.

  1. Hallo,

    ich habe ein Problem.

    Ich bin ein Aquarium Neuling und habe einen Außenfilter JBL 250, bis 250 l
    Mein Auqarium hat 160 l.

    Nun habe ich Algen im Aquarium.

    Der Zoohändler meint ich solle den Durchfluß mindern. Das wasser darf nur ins Aquarium reinplätschern.

    Was ist der optimal Durchfluß?

    Ist es nicht so, dass eine schnelle Umwälzung des Wassers auch schnell die Schadstoffe veringert?

    Bitte um Rat.

    Liebe Grüße

    Thomas
     
  2. Halloo Thomas;

    Dein Filter sollte das Beckenwasserolumen in einer Stunde ca. 1,5 bis etwa 2 mal (tasächlich) umwälzen. Oft entsteht der Trugschluß, daß die Daten des Herstellers auf dem Typenschild dieser Leistung entsprechen.

    Das ist sogar richtig, allerdings im Leerlauf des Filters ohne Rohre, Schläuche , Ausströmer, Hähne usw. Die Realität liegt in etwa bei einem praktischen Umwälzvermögen im Bereich von 50% der Nenngröße des Herstellers. So würde in Deinem Fall ca. 350 Liter/Std. als realistisch gelten, da der Hersteller 700 Liter (Leerlaufleistung) vorgibt. Bei einer 2-fachen Umwälzung von 160 Litern wäre also 320 Liter/Std. ausreichend, so daß hier lediglich 30 Liter pro Stunde als "zuviel" bezeichnet werden könnten. Das ist aber die Theorie in der Betrachtung, da ja die Filtermedien, den Durchsatz im Laufe der Zeit weiter reduzieren, sollte der Filter an Deinem Becken ok. sein. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, daß der Auslauf unter Wasser bleibt und so eingestellt wird, daß eine nur geringe Oberflächenströmung des Wassers entsteht.

    Ich hoffe Dir damit den Schrecken (vor 700 Ltr/Std-lt. Typenschild) ein wenig genommen zu haben.

    Deine Algen werden andere Ursachen haben, der Filter wird es nicht sein.

    Gruß Dirk-Werner
     
  3. Hallo,

    nun hat mir aber der Zoohändler gesagt, das das Wasser lediglich reinplätschern solle. Kein Druck oder so, da der Filter hauptsächlich als Bio Filter funktioniert. Ein zu große Strömung (auch unter Wasser) führt anscheinndne zu Algen.
    D.h. laut Zoohändler bei weitem keinen Umwelzung von 320 l/h-oder?

    Was stimmt den nun ?


    Liebe Grüße


    Thomas
     
  4. Hallo Thomas;

    Leider bin ich nicht in der Lage mich in die Gedankenwelt Deines Zoohändlers zu versetzen. Ich kann Dir sagen, daß in meinem Aquarium 2,5 mal/h sogar das Wasser praktisch (nicht theoretisch) umgewälzt wird, sich die Ausläufe beider (Ich benutze 2 Filter) unter Wasser befinden und ich kein Algenproblem habe, was wenn Dein Zoohändler das beurteilen würde ja dann der Fall sein müßte. Bilder gibt es auf meiner HP. Andere als o.g. Argumente habe ich nicht und die Praxis als Kriterium der Wahrheit gibt mir Recht.
    Dein Algenproblem dürfte zu 80% ein Wasserproblem sein, mit dem was sich darin zu wenig oder zu viel befindet, der Rest ist Beleuchtung Düngen Besatz und Pflanzenarten. Den Filter denk ich können wir aus der Algenforschung sehr wahrscheinlich raus lassen.

    Gruß Dirk-Werner
     
  5. Filterdurchfluß drosseln

    Hallo Dirk,

    für mein 200 Liter Aquarium hab ich einen Filter von Fluval 304 mit 710 l/h Durchflußmenge. Zur Zeit läuft er auf "halbe Kraft". Da er das Wasser trotzdem ganz schön herumwirbelt und insbesondere beim Füttern die Flocken gleich durchs Becken schießen, möchte ich ihn weiter drosseln. Schadet es eigentlich dem Filtermotor, wenn man die Durchflußmenge runterregelt?

    Viele Grüße
    Emmi
     
  6. Hallo Emmi;

    Das ist keine so ganz einfache Frage und hängt wohl auch von der Konstruktion ab. Wenn der Filter normal regelbar ist , also eine Regulierung vorhanden und bautechnisch bedienbar ist, sollte es kein Problem geben. Bei anderen Eingriffen ist die Frage wo und wie diese stattfinden. Es sollte sichergestellt sein, daß keine zu hohen Drücke aufgebaut werden, die zu Schaden an Dichtungen oder Schläuchen führen könnten. Inwieweit der Impeller und damit die Primärwicklungen der Drehfelderzeugung bei nicht vorgesehenen Eingriffen Schaden nehmen können, habe ich ehrlich gesagt, vorsorglich noch nicht ausprobiert.

    Eine wirksame Maßnahme , die ich zB. anwende ist , wenn man über den Stutzen beim Zulauf ins Aquarium ein Stück Schlauch mit entwender einem aufgesteckten Ansaugkörbchen (das grüne runde Teil mit den Schlitzen drin) oder ein Stück Rundschwamm ( gibts im Zubehör für die Miniinnenfilter) aufsteckt und vorn abklammert. Dann ist der Durchfluß im System schadlos für die Technik und die Strömung in Deinem Becken keine Futterschleuder mehr.

    Gruß Dirk-Werner
     
  7. Hallo Dirk-Werner,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort.
    Der Fluval 304 hat zwischen Ansaug- und Austömerschlauch einen Aqua Stop und gleich darüber ist ein grauer Hebel mit dem ich die Ventile öffnen kann. Ich vermute mal, dass bei Betätigung der Wasserdurchfluß in beiden Schläuchen gereglt wird. Aber wissen tu ich es nicht.

    Um auf Nummer sicher zu gehen, werde ich deinen Vorschlag mit dem Schwämmchen umsetzen. Ich klemme ihn hinter den Filterauslauf damit das Wasser im Becken besser verteilt wird.

    Viele Grüße
    Emmi
     
  8. Hallo Emmi;

    Ich denke Deine Schlußfolgerung ist richtig. Ich kenn Dein Filtermodell nicht genau, weiß aber, daß bei einigen Filtern Hebeleinstellungen dazu führen können, daß die Filterkörbe nicht mehr schlüssigen Kontakt zum Filterauslaß haben und das Wasser dann nicht mehr ordentlich durch die Filtermedien gezwungen wird. Ob das bei Deinem Fluval auch so ist, kann ich leider nicht sagen und würde Dir tatsächlich raten Strömungsbremsen lediglich am Wasseraustritt moderat , wie oben genannt zu verwenden.

    Schönes Wochenende und Gruß Dirk-Werner
     

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