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Glibberalarm

Dieses Thema im Forum "Pflanzen / Algen" wurde erstellt von Kleiner Schussel, 4. Juli 2018.

  1. Kleiner Schussel

    Kleiner Schussel Mitglied

    Hallo zusammen ,
    ich habe ein Glibber-Problem :(
    Mit Algen habe ich mich bis zu einem gewissen Maß ja abgefunden, aber jetzt ist da irgendwas das ich nicht einordnen kann. Es grau, schleimig, glibschig und umhüllt die Pflanzen wie ein Strumpf.
    Die 2.Variante sitzt auf Blättern mit einem Punkt fest und wird nach oben dicker, ist gesamt aber nicht viel länger als 1cm.
    Beides ist ziemlich leicht zu entfernen. Variante 1 könnte ich sogar einfach von den Pflanzen absaugen wenn die erstmal ein wenig fester im Boden verwurzelt sind.
    Mein Problem, da ich keine Ahnung habe was das ist, und ich hab mir wirklich viele Bilder bei Google angeschaut, hab ich auch keinen Ansatzpunkt was ich dagegen tun kann.
    Bilder gibt's unten. Achso, normale grüne Algen hab ich auch.
    Falls also irgendwer eine Idee hat was dieser Glibber sein könnte wäre ich sehr dankbar wenn er sein Wissen mit mir teilen würde...
    Gruß,
    Svenja
     

    Anhänge:

  2. Z-Jörg

    Z-Jörg Mitglied

    Such doch mal nach Bildern von Blaualgen (cyano?) die sind ja auch aktuell in den Badeteichen durch die Wärme.
     
  3. Gisbert

    Gisbert Mitglied

    Hallo Svenja

    Ich fürchte, Jörg hat recht.
    Ich würde auch auf Blaualgen tippen, im Volksmund auch als Schmieralgen bezeichnet. Riecht es ausserdem noch etwas faulig?
    Als Sofortmassnahme empfehle ich eine Dunkelkur, vorher aber soviel Blaualgen wie möglich manuell entfernen und einen grosszügigen Wasserwechsel machen.
    Blaualgen produzieren nämlich auch für Fische giftige Stoffe.
    Dann 3Tage totale Dunkelheit (Aquarium mit Decken zuhängen).
    Auf längere Sicht musst du irgendwie den Phosphatgehalt im Wasser runterkriegen, den der fördert Blaualgenvermehrung.

    Grüße G
     
  4. Kleiner Schussel

    Kleiner Schussel Mitglied

    Hallo zusammen,
    oh shit...
    erst mal Danke an Jörg und Gisbert.
    Ich war immer der Meinung Cyanos wären halt immer diese typisch bläulichgrünen9 Teppiche. Denn das sind auch die häufigsten Bilder die man findet. Nachdem ich nun genauer suchte fand ich leider auch ein paar wo das in etwa so aussieht wie bei mir :(
    Stinken tut das Zeug übrigens nicht, auch nicht wenn ich's zwischen den Fingern zerreibe.

    Jetzt stellt sich die Frage nach der Ursache. Im alten Becken hatte ich ein paar davon, Vor allem die Variante auf den Blättern der Nymphoides. Fand ich aber nicht so schlimm.
    Es wurde mehr nachdem ich das Becken gewechselt habe.
    Dazu mus*sten ja alle Pflanzen aus dem alten Becken raus und nach Zwischenlagerung in das neue rein.
    Weil die sich ja nun wahrscheinlich erst wieder eingewöhnen mussten habe ich erstmal nicht gedüngt.
    Das heißt Nitrat 0 und PO4 ca. 4 (kommt so aus der Leitung). CO2 Dauertest zeigt so 20 mg/l an, heißt bei Kh 12 ph ca. 7,2.
    Könnte es unter Umständen also auch schon was bringen ordentlich NO3 zuzufügen, so wie im alten Becken? Und vielleicht doch drüber nachzudenken einen Phosphatentferner in den Filter zu packen?
    Denn die D(unkelkur hätte ja einen Haken, durch die notwendigen Wasserwechsel würde ich zwar Bakterien rausholen, aber ja auch jede Menge Phosphat gleich wieder rein. Und ich will nicht mit Osmose- oder destilliertem Wasser anfangen.

    Seltsam finde ich auch das gleichzeitig Grüne Algen wachsen. Und die Pflanzen wachsen auch schon( wieder ganz gut, Vor allem die aus dem alten Becken. Die neuen sind da noch nicht ganz so schnell.

    Was meint Ihr, könnten die Maßnahmen schon was bringen?

    Gruß,
    Svenja
     
  5. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Hallo,
    seit vielen Jahren habe ich auch sporadisch mit einzelnen Blaualgen-Spots zu kämpfen.
    Die bekomme ich normalerweise während der üblichen Wasserwechsel durch Absaugen eingedämmt.
    Aber manchmal packt mich der wissenschaftliche Ehrgeiz und ich versuche die Ursachen zu ergründen oder Behandlungsmethoden auszuprobieren.
    Laut einer Studie von Prof. Dr. Daniel Dietrich wird durch höhere Temperaturen lediglich die Artenvielfalt der Blaualgen verringert. Leider sind die an wärmeren Temperaturen angepassten Arten toxischer als ihre kälteliebenden Artgenossen.
    Allerdings habe ich noch nie von Fischsterben bei moderatem Blaualgenbefall gehört.
    Ich habe in der Vergangenheit verschiedene Dunkelkuren ausprobiert.
    3 Tage halte ich für etwas kurz, 7 Tage verursachen bei einigen Pflanzen schon Schäden. Die Decken sollten wirklich blickdicht sein (mal über den Kopf ziehen und gucken ob es wirklich absolut dunkel ist).
    Die oft propagierten 80-90% Wasserwechsel halte ich für unsinnig. Ich habe es mit und ohne diese versucht und konnte keinen Zusammenhang in der Wirksamkeit erkennen. Allerdings ist es eine gute Idee, die Algenteppiche vor der Dunkelkur abzusaugen, da die toten Bakterien den ohnehin knappen Sauerstoff durch Zersetzung verbrauchen.
    Ich habe auch chemische Methoden ausprobiert, die kurzfristig auch halfen, allerdings ist es eine Gratwanderung, ob es nicht doch zu Pflanzenschädigung kommt, und wie gesagt, der Erfolg war nur kurzfristig.
    Die Quelle dazu hätte ich gerne.
    Ich habe 2 mal mein Wasser auf 20-40 mg/l Phosphat aufgedüngt, bei fast keinem Nitrat.
    Ich konnte allenfalls einen leicht höheren Algenbefall feststellen. Blaualgen habe ich dadurch nicht bekommen.
    Bei Deinen PO4-Werten mußt Du den Nitratgehalt anpassen und durch ordentlich Licht dafür sorgen, daß Deine Pflanzen das auch verwerten können. Ich weiß, das widerspricht meiner oben getätigten Aussage über hohe Phosphatwerte, aber bei Problemen sollte man sich erst mal an das altbewährte halten, d.h von allen Stoffen idealerweise nur soviel wie nötig.
    Leider brauche Pflanzen auch Phosphat und es ist kaum abschätzbar, wieviel der Phosphatentferner für die Pflanzen übrig lässt. Du kannst es ja mal probieren, aber wenn PO4 gegen 0 geht ist das nicht so gut.
    Da die Blaualgen an festen Gegenständen haften, wird ein Wasserwechsel höchstens einen Nahrungsentzug verursachen, wenn überhaupt.
    Das ist nur Zufall.
    Das ist die Frage aller Fragen!
    Für mich ist es ein Ungleichgewicht der Bakterienpopulation, die den Blaualgen, die ja eigentlich Bakterien sind, einen Vorsprung gegenüber den anderen unsichtbaren, aber massig vorhandenen Bakterien verschafft. Blaualgen haben andere Lichtbedürfnisse, können unterschiedliche Nahrungsquellen nutzen usw...
    Das einzige Muster, das ich erkennen konnte, ist, daß sie bei mir in strömungsarmen Bereichen besser gedeihen.

    Gruß
    Stefan
     
  6. Gisbert

    Gisbert Mitglied

    Hallo Svenja

    Wenn du einen Phosphatentferner verwenden willst, hätte ich noch einen Vorschlag:
    Das für den Wasserwechsel vorgesehene Wasser vorher in einem separaten Behältnis damit filtern.
    (Z.B. in einer kleinen Plastikbadewanne über Nacht)
    Vorteil: Du bringst das phosphatbelastete Wasser gar nicht erst ins Aquarium und kannst auch genauer kontrollieren, wie hoch der Phosphatwert noch ist und wann sich der Phosphatentferner erschöpft hat.
    Nachteil: der höhere Aufwand beim Wasserwechsel und man braucht einen zweiten Filter.
    Ob Innen-oder Aussenfilter ist egal, er muss nur eine ausreichend grosse Kammer für die Chemikalie haben.
    Einer extra Nitratdüngung stehe ich nach wie vor skeptisch gegenüber.
    Es ist sicher ein Mehrfaches an Nitrat nötig, um ein Teil Phosphat abzubauen. Stefan könnte das sicher exakter berechnen. Ob dann aber die durch Umpflanzen und Blaualgenbefall geschwächten Aquarienpflanzen das auch leisten können , ist die Frage.
    Ich betreibe mein Aquarium von Anfang an ohne Nitratdüngung und habe trotzdem einen mehr als ausreichenden Pflanzenwuchs.
    Der Nitratwert liegt zwischen 0 und 5 (Tropfentest von SERA)
    Durch die Fütterung wird offenbar ausreichend Nitrat mit eingebracht.
    Wie in der Natur gedeihen die höheren Wasserpflanzen überwiegend in nährstoffarmem Wasser, wärend jedes Überangebot immer die Gefahr einer Algenmassenvermehrung in sich birgt.
    Siehe Gewässer in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten.
    Ansonsten Svenja, nicht den Mut verlieren, bei neu eingerichteten Aquarien kommt es leider oft zu einer vorübergehenden Algenplage.
    Wenn deine Wasserpflanzen trotz "Blaualgenattacke" noch wachsen, geht es vielleicht auch ohne "Dunkelkur.
    Es braucht eben manchmal auch etwas Zeit, bis alles aufeinander eingespielt ist.

    Grüße G
     
  7. Kleiner Schussel

    Kleiner Schussel Mitglied

    Hallo Stefan und Gisbert,
    Danke für die Rückmeldungen.
    War heute nochmal im Zoohandel, musste meine CO2-Flasche abholen,hab gleich noch ein paar Pflanzen mitgebracht und mich mal mit dem Verkäufer unterhalten.
    Der hat in etwa auch das gesagt was Stefan meinte. Ordentlich Nitrat zudüngen und viele Pflanzen rein, dann könne das trotz des Phosphatwertes funktionieren. Er meinte irgendwann könne allerdings der Bodengrund ein Problem werden wenn der gesättigt ist und das Phosphat dann unkontrolliert wieder abgibt. Von Phosphatentferner im Filter hielt er auch nicht viel, da, wie ja auch Stefan schon sagte, unkontrollierbar.
    Er machte auch den Vorschlag das Wechselwasser vorher vom Phosphat zu befreien, allerdings nicht über Filter, sondern über Ausfällung. Es gibt da wohl Mittel (flüssig) die Verbindungen enthalten die mit den Phosphationen reagieren und das Phosphat als Feststoff ausfällen, oder so ähnlich zumindest.
    Hat das hier schon mal jemand versucht?
    Ich werde jetzt erstmal wieder ordentlich düngen, die Wasserwechsel reduzieren und dabei immer so viel Glibber absaugen wie ich erwischen kann.
    Wie gesagt, bis jetzt wachsen die Pflanzen ordentlich und sind noch nicht so umglibbert das sie kümmern.
    Sollte es doch schlimmer werden, werde ich es mit der Dunkelkur versuchen.
    @Gisbert, so schnell werde ich die Flinte nicht ins Korn werfen.

    Achso, im Gespräch mit dem Verkäufer hab ich auch noch was über die langen Wurzeln vom Froschbiß erfahren. Die sollen wohl nur bei Nährstoffmangel so lang werden weil sie dann versuchen mit den Wurzeln in den Boden zu kommen. Ist also eine Art Indikator für die Nährstoffzufuhr. Hörte sich plausibel an.

    Und erinnert sich noch jemand an mein sich zersetzendes Hornkraut? Könnte am im Haus vorhandenen Wasserenthärter liegen, da das Hornkraut hartes Wasser braucht. Bin aber der Meinung hier schon öfter gelesen zu haben das das auch in weichem Wasser funktioniert. Weiß da jemand was?

    @stefan, nochmal zur Ursache, da bin ich irgendwo auf eine interessante These gestoßen, find sie nur nicht mehr wieder.
    Da ging es auch um die Theorie das das Bakteriengleichgewicht zwischen "guten" und "schlechten" Bakterien gestört ist wenn Blaualgen auftreten. Macht ja auch Sinn. Und das man das möglicherweise wieder in Richtung Gleichgewicht "schubsen" kann wenn man entweder Filterschlamm aus einem funktionierenden Becken zugibt oder auch so genannte Starterbakterien die ja ab und an auch bei Neueinrichtung empfohlen werden.
    Was haltet Ihr davon?

    So, erst mal Danke an alle die es bis hierher geschafft haben!

    Gruß,
    Svenja
     
  8. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Hallo,
    Da gibt es einige Metallverbindungen, z.B. Eisenchlorid (FeCl2)
    Hier mal ein Link aus der Meerwasseraquaristik.
    Alldings brauchst du dann ein großes Gefäß um das Wasser zu behandeln. Und dann muss ja die Ausflockung noch filtriert oder vom Boden abgesaugt werden.
    Wenn Du schon ein Vorratsgefäß haben musst, würde ich immer zu einer Osmose-Anlage tendieren.
    Es gibt 2 Düngekonzepte die sich auf das Verhältnis von N zu P beziehen.
    Der Estimative Index oder das das Redfield Ratio.
    Grob kann man sagen, das sich Nitrat um Faktor 10 bezogen auf Phosphat bewegen sollte.
    Das wären bei Deinen 5 mg/l Phosphat dann ca. 50 mg/l Nitrat.
    Weit davon entfernt gefährlich zu sein, würde ich das aber so nicht machen, sondern einfach dafür sorgen, daß 10-20 mg/Nitrat ständig verfügbar sind. In Verbindung mit wenig Wasserwechseln wäre das die einfachste Lösung.

    Hier mal was zum Thema Bakterienreduktion durch Wasserwechsel.

    Starterbakterien könnten hilfreich sein, wenn man sich sicher sein könnte, das die teuren Fläschchen auch wirklich Bakterien enthalten.:D

    Teichschlamm habe ich einmal ohne Erfolg probiert.


    Dunkelkur ist nicht schlimm, mach' es einfach!

    Gruß
    Stefan
     
  9. Gisbert

    Gisbert Mitglied

    Hallo

    Da gibt es einige Metallverbindungen, z.B. Eisenchlorid (FeCl2)
    Hier mal ein Link aus der Meerwasseraquaristik.
    Alldings brauchst du dann ein großes Gefäß um das Wasser zu behandeln. Und dann muss ja die Ausflockung noch filtriert oder vom Boden abgesaugt werden.

    Huh, dass hört sich aber sehr nach "Chemiebaukasten" an.
    Würde ich in meinem Aquarium so nicht haben wollen.
    Eine Unachtsamkeit und du hast die ganzen Chemikalien im Becken.
    Starterbakterien habe ich bei einer Neueinrichtung schon einmal mit dazu gegeben.
    Kann aber nicht sagen, ob die was bewirkt haben. Algenplage (Grünalgen) kam trotzdem.
    Hatte ungefähr einen Monat damit zu kämpfen, bis sie dann relativ schnell (binnen einer Woche)
    verschwanden.
    Svenja, du siehst, das Problem haben andere auch.

    Grüße G
     
  10. fischolli

    fischolli Mitglied

    Hi Svenja,

    ich würde den Tip mit der Osmose-Anlage überdenken. ei 1-2 Becken reichen schon kleine Anlagen, die 50-60,-- kosten.

    Gruß
     
  11. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Hallo,
    Also welche "Chemikalien" haben wir denn da:
    Chlorid ist wie Phosphat im Fischfutter enthalten.
    Eisen wird zugedüngt und ist oft auch ausreichend im Fischfutter vorhanden, so daß ich fast gar nicht dünge.
    Phosphat ist das Zeug, das wir entfernen möchten.
    Somit hast Du den ganzen Chemiebaukasten schon immer in Deinem Aquarium gehabt.
    Selbst bei der größten Unachtsamkeit wird hier nichts schlimmes passieren.
    Der ganze braune Schmodder den Du aus Deinen Filtermaterialien wäschst besteht überwiegend aus Eisenphosphat! Wo siehst Du die Gefahr?
    Ich lese bei Dir eine gewisse Chemie-Anitpathie aus Deinen vorangegangenen Posts heraus. Damit verunsicherst Du andere, meist unerfahrene Aquarianer.
    Dabei ist eigentlich das ganze Leben Chemie.
    Die Angst davor resultiert meist aus Unkenntnis.
    Ich bin auch ein Verfechter für unkomplizierte Aquaristik. Aber Chemie findet immer in einem Aquarium statt. Und wenn ungünstige Verhältnisse in einem Aquarium herrschen, sollte man das Wissen um die Chemie nutzen um das wieder geradezurücken.
    Eine Warnung, wie Dein obiges Zitat, sollte also außer Panikmache, auch immer plausible Argumente beinhalten.
    Wegen hoher Kupferwerte, war ich auch mehrere Jahre gezwungen Osmosewasser zu erzeugen.
    Ich habe noch nie ein besser laufendes Becken gehabt.

    Gruß
    Stefan
     
    fischolli gefällt das.
  12. Gisbert

    Gisbert Mitglied

    Hallo Stefan

    Die Dosis macht das Gift.
    Ich habe einfach Bedenken, das jeder "unerfahrene " Aquarianer so exakt arbeitet wie du.

    Grüße G
     
  13. fischolli

    fischolli Mitglied

    Hi,

    seit wann ist Aquaristik eine exakte Wissenschaft? Ich denke auch, man sollte die Kirche im Dorf lassen.

    Gruß
     
  14. Kleiner Schussel

    Kleiner Schussel Mitglied

    Hallo zusammen,
    erst mal wieder Danke für die Tipps und Ratschläge.
    Um es mal gleich klarzustellen, ich für meinen Teil bin weit davon entfernt ein Chemiephobiker zu sein. :cool:
    Es existiert ein gewisses Grundwissen und das reicht mir um gewisse Zusammenhänge in groben Zügen nachzuvollziehen. Ansonsten bin ich der Meinung ich muss nicht genau wissen wie's funktioniert- Hauptsache es tut es...
    Von daher bin ich den meisten Vorschlägen gegenüber offen. Kann aber auch verstehen wenn jemand bezüglich "Chemie" skeptisch, oder sagen wir mal vorsichtig ist.

    Was die Umkehrosmose angeht, ich denke drüber nach. Die Idee an sich gefällt mir, aber der Höhe Anteil des Abfallwassers macht mich skeptisch.
    Mal angenommen ich reduziere meine Wasserwechsel auf 40l alle 2 Wochen mit einem 1:1 Verhältnis, bräuchte ich ja "nur" 40l Osmosewasser im Monat. Prima. Aber dabei würden 160l Abfallwasser anfallen. Bei dem Wetter im Moment könnte ich damit natürlich die Blumen gießen. Aber was wenn's regnet oder im Winter? Ich schätze ich hätte Platz für 3 30 l Kanister. 1 für das Osmosewasser wenn ich das wöchentlich herstellen würde. Aber 2 würden nicht für das Abfallwasser reichen. Es einfach im Abfluss vrschwinden zu lassen empfinde ich als Verschwendung
    Was hätte ich noch für Möglichkeiten?

    Jetzt nochmal eine praktische Frage. Nachdem ich nun Stefans Link bezüglich der Bakterienreduktion gelesen habe, will ich doch mal mit weniger Wasserwechsel versuchen. Was ist da wohl sinnvoller? Jede Woche 20 oder alle 2 Wochen 40l?

    Ansonsten hab ich jetzt erst mal Glibber abgesaugt und ordentlich Nitrat zugefügt, dazu Eisendünger etwas vorsichtiger.
    Jetzt werde ich das ganze mal beobachten wie sich das ausbreitet und dann über die Dunkelkur entscheiden. Alufolie soll gut funktionieren, richtig?

    Das wichtigste aber, den Fischen geht's gut.
    Werde weiter berichten,

    Gruß,
    Svenja
     
  15. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Hallo,
    Was möchtest Du uns damit sagen?
    Viele Kommunen haben mittlerweile große Probleme genügenden Abwasserdurchfluß zum Spülen der Kanäle zu gewährleisten. Von daher brauchst Du kein schlechtes Gewissen zu haben. Du hilfst und das Wasser wird wiederverwendet.

    Ein Ausschnitt aus der Focus:
    Paradox: Gerade weil die Menschen in Deutschland immer sparsamer mit der Ressource Wasser umgehen, müssen sie mehr dafür bezahlen. 1991 verbrauchte jeder Deutsche im Schnitt noch 144 Liter pro Tag. 2010 waren es nur noch 121 Liter. Der gesunkene Verbrauch führt dazu, dass der Wasserdurchfluss in den Leitungen in vielen Städten mittlerweile zu gering ist. Die Rohre drohen zu verkeimen, Schadstoffe lagern sich ab – zum Beispiel Nickel oder Blei. Die Wasserbetriebe müssen die Rohre deshalb regelmäßig durchspülen – was Kosten verursacht.

    Falls Du wegen der Wasserkosten Probleme hast; es gibt durchaus Osmoseanlagen die mit einem Verhältnis von 1:1 oder 1:2 arbeiten. Die kosten zwischen 200-300 Euro. Rechne es Dir mal durch; selbst mit der billigsten Anlage (1:4 für 50-60 €) wirst Du weniger als 5 Euro pro Jahr an Wassergebühren bezahlen.

    Alle 2 Wochen 40l.

    Gruß
    Stefan
     
  16. Kleiner Schussel

    Kleiner Schussel Mitglied

    Hallo zusammen,
    Ich hab mich jetzt doch zur Dunkelkur durchgerungen. Die Bakterien sind mir doch zu schnell wieder da und ehe es wirklich schlimm wird schau ich mir halt 7 Tage Alufolie an :( Morgen früh bleibt das Licht aus und es kommt noch ein schön dunkles Handtuch oben drauf.

    Wahrscheinlich habe ich mir bis zum Ende dann doch auch eine Umkehrosmoseanlage besorgt und hoffentlich schon was durchlaufen lassen, so das ich dann einen Wasserwechsel mit Phosphatfreiem Wasser machen kann.
    Und dann hoffe ich funktioniert mein Plan mit weniger Wasserwechsel im Verhältnis 1:1.

    Ich hätte da auch gleich noch eine Frage, wenn ich das Licht wieder anmache und Fische und Pflanzen hoffentlich ok sind, wann und wie sollte ich dann mit der Düngung wieder anfangen? Bestimmt hab ich was dazu gelesen, aber es ist mir entfallen...

    @stefan, Danke für Deine Ausführungen bzgl. der Wasserverschwendung. Gelesen hatte ich das auch schon mal, in diesem Zusammenhang aber nicht dran gedacht. Werde trotzdem versuchen das meiste noch an die Blumen zu bringen.

    Werde weiter berichten wenn das Licht wieder angeht.

    Gruß,
    Svenja

    P.S.: ein echt trostloser Anblick. Frage mich für wen das schlimmer wird - die Fische oder mich o_O
     

    Anhänge:

  17. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Hallo,

    bei 7 Tagen hatte ich schon mal Pflanzenschäden, Muß man abwägen. Aber 1-2 neue Pflanzen kosten ja auch nicht die Welt.
    Bei einer Umkehrosmoseanlage wird Dir natürlich auch die Härte geschluckt.
    Ich habe damals mit Sera Mineral Salt aufgesalzt. Mit dem 2,5 kg-Eimer bist Du preisgünstig unterwegs.
    Günstigeres, außer selber mischen, habe ich damals nichts gefunden.
    Am billigsten ist es natürlich das Wasser mit Leitungswasser zu mischen, aber dann hast Du natürlich wieder etwas Phosphat drin. Kommt halt auf Deine Härte und den Bedarf Deiner Fische an.

    Gruß
    Stefan
     
  18. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin Stefan,

    ich wollte dir damit REcht geben.

    Gruß
     
  19. Kleiner Schussel

    Kleiner Schussel Mitglied

    Hallo,
    mal 'ne kurze Zwischenfrage. Wie lange kann ich Osmosrwasser im Kunststffkanister lagern? Unendlich oder gibt's irgendwann Probleme?
    @Stefan,stimmt, ein paar neue Pflanzen kosten. Ich die Welt. Die 7Tage aber stehen halt fast überall als Minimum. Weniger wär mir auch lieber. Wenn ich also nach 5Tagen mal nachschaue und alle Cyanos sind verschwunden, reicht das dann? Denn es war ja noch ein überschaubarer Befall.
    Gruß,

    Svenja
     
  20. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Hallo,
    Solange Du den Kanister dunkel lagerst, sollten zumindest Algen keine Chance habe.
    Allerdings können Kunststoffe Weichmacher an das Wasser abgeben, so sie denn vorhanden sind.
    Einige Hersteller kleiden deshalb ihre Kanister mit Teflon aus.
    Ich habe schon einiges in Gebrauch gehabt: Blaue Tonne, Campingbehälter für Wasser usw. Da habe ich noch nie Pobleme gehabt.
    Bakterien sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Deshalb können natürlich immer noch welche überlebt haben. Da ich nach diversen 7-tägigen Dunkelkuren, immer noch aufkeimende Blaualgenherde habe, mußt Du wohl mindestens 2 Wochen verdunkeln :(.
    Dann kaufst Du Dir alle Pflanzen neu, weil Deine ja alle kaputt sind und die neuen Pflanzen haben leider auch alle Blaualgenbakterien mit an Bord...
    Es reicht ja ein einziges Bakterium, um wieder eine Plage los zu treten.

    Gruß
    Stefan
     

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