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Fragge zum Aquariumschlauch

Dieses Thema im Forum "Technik" wurde erstellt von rmo, 23. Februar 2018.

  1. rmo

    rmo

    Moin Moin,

    Mein Trigon 190 ist weg und jetzt geht die Planung für das Trigon 350 los.

    Beim Auseinandernehme des alten AQs habe ich festgestellt das die 5-7 Jahre alten JBL- und Eheim-Schläuche teilweise sehr hart geworden sind.
    Sie lassen sich so gut wie gar nicht mehr biegen. Welchen Schlauch, der nicht so aushärtet, können die Langzeitprofis hier im Forum empfehlen?
    Ich habe da den Sclauchprofi im Internet gefunden. Der bietet Silikonschlauch und PVC-Schlauch für Lebensmittel an. Ob man den für das AQ nehmen kann?
    Was halten die Schläuche langfristig für Druck aus? Ich denke das bei meiner zukünftigen Anlage mindestens 0,5 Bar und mehr auftreten können.
    Das AQ soll im EG stehen und der Filter mit Technik im Keller. Da kommt eine Gesamtlänge von ca 2x15m zusammen.
    Oder ist das eine Idee die sich nicht verwirklichen lässt?
     
  2. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Hallo,
    der Silikonschlauch bleibt elastisch, ist aber so weich, daß er sehr schnell abknickt.
    Da müssten dann für Biegungen passende Rohre gefunden werden. Auch nicht so toll...

    Ups, seh gerade die Schlauchlänge!
    Da wirst Du wohl massive Leistungseinbußen haben, wenn das überhaupt noch hinhaut!

    Gruß
    Stefan
     
  3. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    da bin ich skeptisch, dass das funktioniert. Ich habe an einem Becken Schläuche von ca. 3 Meter. Die versiffen mit der Zeit und müssen gerinigt werden. Ist schon da ein echter Akt, bei 15 Meter m.E. unmöglich.

    Wieso nutzt du hier nicht den eingebtuen Innenfilter?

    Gruß
     
  4. gagli

    gagli Mitglied

    Guten Abend,
    also, ich nehme nur noch Silikonschlauch, der ist schön elastisch ud bleibt es auch über längere Zeit. Den gibt es auch mit unterschiedlichen Wandstärken. Bei dickerer Wandung knicken sie nicht so leicht.

    Gruß Steffen
     
  5. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    Silikonschläuche werden das Problem der Ablagerungen an den Schlauchinnenseiten nicht lösen. Eher im Gegenteil. Ich glaube, hier wird nur eine Verrohrung mit entsprechenden Durchmessern Sinn machen.

    Gruß
     
  6. Gisbert

    Gisbert Mitglied

    Hallo rmo
    Ich hab natürlich schon von Grossaquarien gehört, die ihre Filter im Keller haben. Die werden aber mit speziellen Pumpen betrieben.
    Die normalen Aquarienfilter aus dem Fachhandel sind für solche Höhenunterschiede meines Wissens nicht ausgelegt.
    Welchen Filtertyp habt ihr denn geplant?
    Grüße G.
     
  7. Snowgnome

    Snowgnome Mitglied

    Hi,

    wenn Außenfilter und Aquarium ein geschlossenes System bilden, ist es prinzipiell erstmal egal, ob der Filter über, neben oder unter dem Aquarium steht. Anders ist es, wenn man mit einem offenen Filterbecken arbeitet. Ungeachtet desssen würde ich auch nicht Schlauchlängen wie die oben genannten verwenden wollen
     
  8. Gisbert

    Gisbert Mitglied

    Hallo Snowgnome
    Habe mir jetzt mal die Mühe gemacht und die Gebrauchsanweisung von meinem Eheim rausgesucht und da steht, ich zitiere: "Achten Sie auf den vorgeschriebenen Höhenabstand. Zwischen Wasseroberfläche und Filterboden dürfen max. 150 cm liegen, um eine optimale Arbeitsweise zu erzielen."
    Also der Höhenunterschied ist nicht völlig egal.
    Grüße G.
     
  9. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin Gisbert,

    ist er theoretisch doch. Mal den Reibungswiderstand in den Schläuchen aussen vor gelassen, muß er nur das Stück zwischen Wasserstand und Aqurienkante kraftmäßig überwinden. Ich habe einen Eheim classic drei Meter unter de Bcken stehen und der bringt ganz normale Leistung.

    Gruß
     
    MOOSKUGEL gefällt das.
  10. Snowgnome

    Snowgnome Mitglied

    Hi,

    Olli hat es auf den Punkt gebracht. Ich möchte mir aber nicht anmaßen, einzuschätzen, was der Reibungswiderstand nun wirklich ausmacht.

    Bedienungsanleitungen sind doch eher dazu gedacht, dass der Hersteller sich vor allem Möglichen absichert
     
  11. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Hallo,

    ich habe mich mal bemüht den Leistungsverlust einer Pumpe in Abhängigkeit der Schlauchlänge zu berechnen.
    Dafür benötigt man u.a. die Kennlinie der Pumpe. Leider ist diese oft nicht erhältlich.
    Näherungsweise kann man sich so eine Kurve auch selbst basteln, wenn man die maximale Förderhöhe, sowie die maximale Fördermenge kennt:
    Kennlinie.jpg
    Aus der Förderhöhe kann man sich den maximalen Druck einer Pumpe ausrechnen:
    Druck [mbar]=Förderhöhe[cm].

    Mein Eheim professionel 3 1200XLT hat eine maximale Fördermenge von 1700l/h und kann maximal bis zu einer Höhe von 260 cm fördern.
    Was bedeutet das?:
    Ganz ohne Schlauch, z.B. wenn der Filterkopf einfach in einer Badewanne mit etwas Wasser liegt, fördert er 1700 l Wasser bei einer Höhe von 0 cm.
    Bei der maximalen Höhe von 260 cm kommt kein Tropfen mehr aus dem Schlauchende heraus!

    Die Wassersäule von 260 cm erzeugt also einen Gegendruck von 260 mbar.
    Für uns ist das aber erst mal egal, denn das, was die Pumpe nach oben fördern muß, drückt ja auch wieder von oben nach unten in den Filter hinein! Das heißt, die Drücke heben sich gegenseitig auf!

    Also könnte man therotisch jede beliebige Schlauchlänge nutzen?
    Leider nein, denn durch Reibungsverluste des Wassers an den Schlauchinnenwände haben wir Verluste!

    Diese Verluste kann man sich über die Bernoulli-Gleichung berechnen.
    Netterweise gibt es Online-Tools, die das für uns erledigen.

    Ein Großteil der Pumpenleistung geht durch die Filtermaterialien verloren.
    Meine Pumpe fördert deshalb nur 800l/h statt der angegebenen 1700l/h
    Das entspricht einem Druckverlust von 140 mbar[/U]. Siehe rote Linie im Diagramm.

    Um die Reibungsverluste zu berechnen, benötigen wir neben der Schlauchlänge (15 m), dem Innendurchmesser (16 mm) und dem Durchfluß (800 l/h) auch die Schlauchglattheit.
    Diesen Wert kann man für verschiedene Materialien aus Tabellen abfragen und er liegt für Gummischlauch bei 0.0015.

    Also alle Werte in obiges Tool eingegeben und wir kommen auf einen Druckverlust von 150 mbar.
    Zusammen mit dem bereits existierenden Druckverlust von 140 mbar kommen wir auf einen Druckverlust von 290 mbar!
    Leider kann meine Pumpe ja nur 260 mbar drücken, so daß die Pumpe überhaupt nichts mehr fördern würde!

    Vielleicht ist dies ja eine Hilfe zur Auslegung von zukünftigen Filteranlagen...


    Gruß
    Stefan
     
    Gisbert gefällt das.
  12. Gisbert

    Gisbert Mitglied

    Hallo Stefan
    Bin schwer beeindruckt.
    Grüße G
     
  13. Starmbi

    Starmbi Mitglied

    Danke Gisbert,

    hat mir schon 2 Wochen in den Fingern gejuckt, das mal zu berechnen.:)
    Aber wie immer, bei komplexen physikalischen Vorgängen, sollte man die Ergebnisse nur als groben Richtwert sehen.

    Gruß
    Stefan
     
  14. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    hier fehlt mal wieder der "Verneigungs-Smiley".;)

    Ich kann sowas natürlich nicht so fundiert erklären wie unser Stefan.

    Gruß
     
  15. Z-Jörg

    Z-Jörg Mitglied

  16. fischolli

    fischolli Mitglied

    Genau der, Jörg.:D
     

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