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128 Liter, grundsätzl.Hilfestellungen + Besatzfrage

Dieses Thema im Forum "Beginner Forum" wurde erstellt von AquaLala, 9. April 2018.

  1. Gisbert

    Gisbert Mitglied

    Achte aber auf den Brandschutz, wenn Du sie in einen Schrank stellst.

    Grüße G
     
    AquaLala gefällt das.
  2. AquaLala

    AquaLala Mitglied

    Hallo Gisbert,
    Hallo liebe Forengemeinde,

    ja, das ist ein guter Hinweis. Darauf werde ich achten.

    Nach nun 1,5 Tagen ist auch bei der Paprika fast nur noch Schale übrig. Werde sie mal noch eine Wiele drin lassen und schauen was mit der Schale geschieht - ob sie vielleicht sogar gefressen wird.

    Habe als nächstes (gestern Abend - zum einweichen) Blattspinat reingelegt und schau mal, ob sie das auch annehmen.

    Ich muss nämlich sagen, das immernoch nicht alle gleich wohlgeformt sind und würde sie fast schon - nach einiger Beobachtung - in 3 Kathegorien einteilen:

    1) fressen mit Vorliebe Gemüse
    2) Weiden mit Vorliebe Blätter ab
    3) saugen mit Vorliebe an der Scheibe.

    Jetzt könnte man sagen, das alle immer mal an der Scheibe sich festsaugen - und das ist auch so. Dennoch gibt es welche, die das Gemüse eher angehen, als andere. Es gibt welche, die fast ausschließlich mit den Blättern der Ludwigie zu tun haben. Zu beobachten ist auch, das wenn sich vorm Aquarium etwas bewegt, die einen eher den Hang dazu haben an die Scheibe zu schwimmen und sich dort festzusaugen und andere eher den sich ruhig auf den Boden zu legen.

    Das ist jetzt eine Einschätzung aus ca.3 Stunden Beobachtungen. Also noch nichts festes, sondern nur ein Gefühl, nach so kurzer Zeit.

    Was ich allerdings sagen kann, ist, das alle gleichermaßen aufgeregt sind, wenn ich Artemia-Nauplien füttere und diese zu Boden sinken. Was sich allerdings auch mit der Gruppendynamik erklären lässt:

    Es liegen Pygmäen und Otos am Boden und ruhen sich aus. Kaum steigt ein Oto oder Pygmäe auf, folgen ihm die Hälfte der Ruhenden. Kommt ein Oto oder ein Pygmäe vorbeigeschwommen, steigen welche auf und folgen diesem. Das passiert sogar manchmal, wenn ein Zwerg vorbeikommt - obwohl er ja nun sehr langsam, eher, vorbeischwebt. :) Ähnlich wie bei uns Menschen: Die meisten versammeln sich dort, wo sich schon viele versammeln - z.B.auf Marktplätzen o.ä. (Beobachte ich oft im Urlaub, bei Animateuren z.B.), wenn’s was zu sehen gibt. Und auch dort machen es nicht alle - manche gehen auch einfach weiter.

    Sobald die Pygmäen anfangen zu gründeln, fühlen sich die Otos auch dazu aufgerufen mitzumachen. :)

    Ich konnte sehen, das Ohrgitterharnischwelse auch Lebendfutter einsaugen - sprich alle 2 Tage auch dieses, scheinbar liebend gern zu sich nehmen.

    Ob sie nun wirklich Algen fressen, welche Längen, Arten usw. oder sie nur die Kleinstlebewesen raussaugen, werde ich mal nach dem Spinat genauer beobachten.

    Zur Artemia-Zucht: Ich kann verkünden und freue mich wirklich sehr doll, das die Nauplien immernoch freudig umherschwimmen.

    Welche Größe sie nun tatsächlich haben, im Gegensatz zu frisch geschlüpften, habe ich mir nun mal genauer angesehen:

    Frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien haben, wie Algova ja in ihrem Blog beschrieben hat, eine Länge von ungefähr 0,4mm. Welches auch auf dem Foto von den frisch geschlüpften Nauplien im 0,3mm-Sieb zu sehen ist. Das habe ich in einem früheren Beitrag bereits beschrieben. Nochmal zur Erinnerung im Anhang ein Foto zu den frisch geschlüpften. Dabei kann man davon ausgehen, das die Maschenweite 0,3mm (wie vom Hersteller angegeben) und die Masche an sich ungefähr 0,1mm stark ist. Ergibt also eine ungefähr Länge der frisch geschlüpften Nauplien von 0,4mm (im Blog von Algova zu sehen bei der Nauplien-Größe, der Artemia franciscana, welche ich verwende: 428-486my).

    Nun beim gerade - nach 4 Tagen gemachten Foto - im 0,3mm-Sieb von etwa 1mm (2x0,3mm-Maschenweite + 2x0,1mm-Masche).

    Das heißt, das die Artemia-Nauplien ungefähr die 2,5-fache Größe der frischgeschlüpften, nach 4 Tagen im Wasser, 3 Tagen nach dem Schlupf haben.

    Das sie grün sind, führe ich auf eine gute Ernährung mit Algen zurück.

    Weitere Erfahrungen werden folgen.

    Viele Grüße
    Patrick
     

    Anhänge:

  3. AquaLala

    AquaLala Mitglied

    Hallo liebe Forengemeinde,

    ich habe heute meinen Filter gereinigt - nach 3 Monaten schon keine erkennbare Leistung mehr. :l

    Da mir die Kleinstlebewesen, die dort drin sind, sehr am Herzen liegen, habe ich die groben blauen Filterschwämme nur kurz durchgespült. Das gleiche bei den Steinen. Den ehemals weißen Filterschwamm, welcher dunkelbraun war, habe ich so gut es ging - wie einen Lappen - ausgewaschen und ausgewrungen. Das Wasser im Filter habe ich so belassen, wie es war, um nicht die ganze Mikrofauna auszulöschen.

    Das ganze musste ich machen, weil ich festgestellt habe, das die fehlende Strömung nur bedingt mit dem tannenwedelähnlichem Sumpffreund zusammenhing. Eine Wasseroberflächenbewegung war nicht mehr vorhanden. Dadurch, das nun die Zwergpanzerwelse öfter als gewohnt nach oben geeilt sind, um kurz Luft zu holen, war mir das ein Anlass.

    Als ich die Körbe mit den Filtern aus dem Filterbehälter herausgenommen habe, ist mir aufgefallen, das sich im Wasser darin etwas bewegt. Das ganz konnte ich mit meiner Digitalkamera als Foto nicht so gut aufzeichnen. Deswegen habe ich mich entschieden das ganze mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

    Dabei sind mir mind.2 verschiedene Lebewesen aufgefallen. Ein längliches und ein eher ovales. Fotos im Anhang. Insgesamt waren es 4 verschiedene, die sich schon recht schnell durchs Wasser bewegt haben.

    Ich würde - bei 500-facher Vergrößerung - bei den Ovalen, grundsätzlich erstmal von Einzellern ausgehen. Das größte davon ist ca.0,5mm groß. Vielleicht Rädertierchen o.ä. Kenne mich da aber auch nicht so gut aus. Die länglichen könnten vielleicht junge Fadenwürmer sein. Sind leider mit bloßem Auge nicht sichtbar.

    Nun läuft der Filter wieder gut und ich habe auch wieder eine leichte Strömung im Becken. :)

    Die Paprika-Schale habe ich nun auch herausgenommen. Ist für die kleinen Saugwelse kein Thema mehr.

    Den Blattspinat werden sie wohl bis heute Abend (nach 2 Tagen, wovon allerdings einen halben Tag die Paprika noch Fleisch zu bieten hatte) verspeist haben.

    Danach werde ich noch ein Stück Zucchini aufspießen und schauen wie diese angenommen wird.

    Nächste Woche werde ich, um zu sehen welches dieser Gemüse am meisten Gefallen findet, ein Stück Gurke, ein Stück Paprika, ein Stück Zucchini und ein Stück Blattspinat ins Becken geben. Darauf bin ich schon sehr gespannt.

    Bis dahin schaue ich mal, ob sie auch Fadenalgen etwas mehr vertilgen mögen. Habe gestern beobachtet, das das Honiggurami-Weibchen sogar - in ganz kleinen Mengen - Fadenalgen eingesaugt hat. :)

    Viele Grüße und
    bis zum nächsten mal
    Patrick
     

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  4. fischolli

    fischolli Mitglied

    Hi,

    falsche Vorgehensweise. Wenn ein Filter "dicht" ist, sollte er auch gründlich gereinigt werden. D.h die Filtermedien werden unter kaltem/kühlen Wasser so lange ausgewaschen, bis kein Drecke mehr rauskommt. Die Brühe aus dem Filter wird wegekippt. Die nützlichen Bakterien sitzen alle fes auf den Filtersubstraten, di gehen auch nicht durch das Ausspülen weg. Was im Wasser schwimmt und im Mulm sitzt, sind großteils unerwünschte Keime und eben einfach Dreck.

    Das weisse Filteflies oben auf den Eheim-Filtern solltest du austauschen. Die bekommst man durch Ausspülen nicht wieder richtig durchlässig.

    Gruß
     
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  5. Gisbert

    Gisbert Mitglied

    Hallo Patrick

    Du beobachtest ja sehr genau und interessierst dich für alles.
    Bin selber noch nie auf den Gedanken gekommen, mir mal genauer anzuschauen, was da sich zwischen den Filtersubstraten so tummelt.
    Olli's Hinweise sind aber richtig, sonst vergehen bis zur nächsten "Reinigungsaktion" deutlich weniger wie drei Monate.

    Grüße G
     
  6. AquaLala

    AquaLala Mitglied

    Hallo Olli,
    Hallo Gisbert,
    Hallo liebe Forengemeinschaft,

    vielen Dank für die gute Kritik.

    Ich möchte mich nun nach einem noch nicht ganz durchgestandenem Kampf zurückmelden.

    Wie ich von euch gelernt habe, war meine Reinigungsaktion am Ende nicht die Beste.

    Außer das ich dadurch ein paar neue Lebewesen im Filter gefunden habe, habe ich mir sicher auch damit (Fluch und Segen zu gleich) ein paar Probleme eingehandelt:

    Ein paar Tage nach der nicht richtigen Filterreinigung habe ich morgens bemerkt, das ich wieder eine tote Bienengarnele vorn im Becken (an der gleichen Stelle, wie die letzte vor knapp 5 Wochen) liegen habe. Wie das letzte mal habe ich sie in einen 10 Liter Eimer abgesaugt und somit einen 10%igen Wasserwechsel gemacht. Bin ich wieder davon ausgegangen, das es an Altersschwäche lag. Stutzig wurde ich allerdings, als ich gesehen habe, das die restlichen Garnelen links hinten in den Blättern der Schwertpflanze, oben an der Wasseroberfläche sitzen. Auch meine Turmdeckelschnecken waren oben an der Wasseroberfläche zu finden. Direkt danach habe ich rechts neben dem Becken eine tote Bienengarnele gefunden, welche scheinbar aus dem Becken gesprungen ist (das machen Garnelen nur wenn Gefahr herrscht). Außerdem ist mir aufgefallen, das meine Fische (welche alle Darmartmer sind, also Luft von außerhalb atmen können) kürzere Intervalle zur Wasseroberfläche haben, um Luft zu atmen.

    Dadurch war für mich also klar, das ein geringerer Sauerstoffanteil im Becken vorherrschte. Da ich ja nur in der Einfahrphase täglich gemessen habe, habe ich gleich einen Wassertest gemacht und auf Stickstoff getestet. Dabei ist folgendes herausgekommen (außer das meine Tests doch noch funktionieren):
    NH3/NH4: 0,006 mg/l (statt die gewöhnen 0mg/l, ein leicht erhöhter Ammonium-Wert, allerdings ungefährlich.)
    NO2: 0,4 mg/l (statt der gewohnten <0,01 mg/l, ein stark erhöhter Nitrit-Wert, welcher auch im roten Bereich liegt.)
    NO3: 5 mg/l (statt der gewohnten 0-0,5 mg/l, ein leicht erhöhter Nitrat-Wett, allerdings immernoch sehr niedrig. Ab ca.50 mg/l fängt es erst an kritisch zu werden und bis 20 mg/l ist’s im grünen Bereich.)

    Randnotiz: Ich habe viel gelesen, das Garnelen Nitrit-/Nitrat-unempfindlich sind und sie bereits in der Einfahrphase eingesetzt werden können. Durch die aus dem Becken gesprungene, bin ich mir da irgendwie nicht mehr so sicher.

    Was nun auf mehrere Ursachen zurückzuführen ist:

    1) Ich habe die Lichteinstellungen (vor 3 Wochen) geändert. Dabei habe ich vorallem die Lichtdauer reduziert. Ich habe mich am Sonnenaufgangs-&Sonnenuntergangs-Mittel in Deutschland orientiert. So das meine Sonne im Becken etwas später auf geht und die Sonne im Becken etwas früher unter geht. Was ich allerdings nicht beachtet habe, ist die CO2-Einstellungen anzupassen:
    Dadurch das eine geringere Lichtdauer auf die Pflanzen einwirkt, produzieren sie morgens länger CO2 und Abend früher CO2. Am Beispiel: Bei mir ging das Licht um 6 Uhr auf, die CO2-Anlage um 8 Uhr an (damit die Pflanzen ihr eigens produziertes CO2 vorherige aufnehmen und umwandeln können). Das Licht ging um 24 Uhr aus, die CO2-Anlage um 22 Uhr (damit die Pflanzen das von der CO2-Anlage produzierte CO2 bis zur Selbstproduktion des CO2 noch verbrauchen können). Da nach der neuen Einstellung mein Licht nun erst um 8 Uhr an ging und schon um 22 Uhr aus, hatte ich natürlich einen CO2-Überschuss (Pflanzen produzieren ohne Licht CO2, mit Licht O2). Daraufhin habe ich nun die CO2-Anlage auf 10 Uhr ein- und 20 Uhr ausgeschaltet.

    2) Drei bis zwei Wochen vorher habe ich innerhlab von einer Woche 36 Fische eingesetzt, welche zwar jeder für sich nicht größer war als 2cm, allerdings trotzdem Stickstoff, in Form von Ausscheidungen, abgibt. Und bei ca.70cm Fischmasse schon ein kleiner Stickstoffanstieg zu beobachten sein sollte.

    3) Eine Woche vorher habe ich angefangen meine Ohrgitterharnischwelse mit Gemüse zu füttern und zwar 2-tägig, wodurch jeden Tag - über eine Woche - Gemüse im Becken war. Wenn Gemüse anfängt zu verfaulen erhöht dies natürlich auch die Stickstoffwerte.

    4) Eine Woche vorher habe ich den wendtschen Wasserkelch entfernt, der im Sand steckte, zusammen mit einer Stickstofftablette (Wurzeldünger). In wie weit sich diese bereits aufgelöst hatte und von der Pflanze verbraucht wurde, kann ich nur erahnen. Außerdem habe ich den indischen Wasserfreund entfernt, der zwar auch im Sand gesteckt hatte, allerdings eine Schicht Nährstoffboden unterhalb hatte. Es gab schon einige Kommentare zu Becken, die mit Nährstoffboden „gekippt“ sind, als Pflanzen ein-, umgesetzt oder entfernt wurden. Durch das rausziehen und neue Pflanzen einstecken, wird natürlich auch Stickstoff frei.

    5) Als ich 4 Tage vorher den Filter ausgebaut und in die Badewanne gestellt habe, habe ich Lebewesen gefunden und mir diese genauer angesehen. Die ganze Zeit stand der Filter offen (mit Sauerstoffzufuhr) im Badezimmer, bei hohen Temperaturen (Sommer). Vor ein paar Jahren habe ich mit Mikroorganismen etwas experimentiert (manche kennen es von proaktivia Joghurt oder Schimmelkäse oder Fermentation oder dem Schnellkomposter-Zusatz oder später von dem EM- (effektiven Mikroorganismen) Hype. Bei alledem kann man beobachten, das weißer und auch grauer Schimmel essbar bzw.gut ist, schwarzer und farbiger Schimmel eher schädlich für den Organismus. Farbig wird der Schimmel bzw.schlecht werden die Mikrorganismen (im Sinne von schlechte setzen sich durch und besiegen die guten), wenn man den säureproduzierenden Organismen Sauerstoff zuführt (deswegen fermentation unter Sauerstoffausschluss/Einmachglas usw.).

    Das kann nun heißen, das genau dies in der Zeit passiert ist, also die stickstoffverarbeitenden Bakterien durch Sauerstoffzufuhr gestorben sind und selbst zu Stickstoff wurden. Dadurch das ich alles (sprich auch alle gestorbenen Mikroorganismen, die im Filterwasser waren) wieder ins Becken eingeführt habe, habe ich einen Stickstoffanstieg verursacht.

    Als ich eure beiden Beiträge gelesen habe, habe ich mir natürlich direkt ein Filterschwammset bestellt, um es ordentlich zu machen. Heute war es nun so weit:

    Ich habe den Filter abgeschlossen, in die Badewanne gestellt, alle Körbe herausgenommen und ausgespült, bis klares Wasser herausfloss, den weißen Filterschwamm ausgetauscht, den Filter mit frischem Wasser ausgespült und aufgefüllt und nach nicht mehr als 10 Minuten den Filter wieder eingebaut.

    Nun bin ich gespannt, wie sich die Wasserwerte in den nächsten Tagen entwickeln.

    Es kann und wird sicherlich eine Kombination bzw.das Ergebnis aus allen 5 o.g.Dingen sein.

    Vielen Dank und
    viele Grüße
    Patrick
     
  7. Gisbert

    Gisbert Mitglied

    Hallo Patrick

    Als Aquarianer kann man ja oft nur vermuten, woran es liegt, wenn etwas nicht stimmt.
    Aber ich denke, du hast das Richtige gemacht.
    Daumendrücken dass die Werte jetzt besser werden .
    Grüße G
     
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